Max & Rebecca

Peru

Drei Wochen zwischen Pazifik, Anden und Amazonas

17. Mai – 8. Juni 2025, 23 Tage

9 Etappen, 8 Unterkünfte

Max und Rebecca stehen am Aussichtspunkt oberhalb von Machu Picchu, dahinter die Ruinenstadt und der Huayna Picchu

Peru hat uns vom ersten Moment an gepackt. Wir waren vom 17. Mai bis zum 8. Juni 2025 unterwegs und haben eines der intensivsten Abenteuer unseres Lebens erlebt.

Kaum angekommen war spürbar, dass wir in einem Entwicklungsland waren: staubige Straßen, große soziale Gegensätze und manchmal chaotische Infrastruktur – aber genau das hat diesen Trip so echt und unverfälscht gemacht. Die Menschen sind uns mit einer Mischung aus Freundlichkeit und Neugier begegnet, und ihre Kultur hat uns schlicht umgehauen.

Zwischen jahrtausendealten Inka-Ruinen, farbenfrohen Märkten, schneebedeckten Andengipfeln und dampfenden Regenwäldern haben wir uns gefühlt wie in einer anderen Welt. Immer wieder haben wir uns gefragt, wie ein Land so reich an Geschichte und Natur zugleich so rau und fordernd sein kann. Es war keine Reise zum Ausruhen, sondern eine, die uns herausgefordert, bereichert und verändert hat – und genau deshalb war Peru 2025 für uns ein Erlebnis, das wir nie vergessen werden.

Selfie von Max und Rebecca auf dem Grat, dahinter der Rainbow Mountain mit seinen farbigen Gesteinsstreifen und Schnee am Weg
Rainbow Mountain, gut 5.000 Meter.
Max und Rebecca mit ausgebreiteten Armen auf einem Bergweg, hinter ihnen ein tiefes grünes Tal und Wolken über den Gipfeln
Inka Trail, zweiter Tag.

Mit diesem Blog wollen wir euch mitnehmen: durch all die Orte, Eindrücke und Begegnungen, die uns bewegt haben, und euch ein Stück von diesem wilden, faszinierenden Land zeigen, wie wir es erlebt haben.

Ankunft in Lima

18. – 19. Mai 2025 · 1 Nacht · Lima

Etappe 1 von 9 · Anreise per Flug

Wir sind in Lima gelandet und wurden direkt von einem modernen Flughafen empfangen – alles recht effizient, mit vielen internationalen Anbindungen und einer Atmosphäre, die schon spüren lässt, wie groß und bedeutend diese Stadt ist.

Kaum hatten wir das Flughafengelände verlassen, änderte sich das Bild aber sofort: Die Fahrt in die Stadt führte uns über gut 20 Kilometer vorbei an dichten, staubigen Siedlungen und ärmeren Vierteln, die sich wie ein endloses Band aus Blechdächern und unverputzten Mauern an die kargen Hügel klammern. Das hat uns ehrlich gesagt erst mal schlucken lassen und auch ein bisschen geerdet. Dazu kam, dass es morgens an der Küste in Miraflores durchgehend bewölkt war – der typische Hochnebel im Mai, ein grauer Himmel, der die Stimmung noch einmal unterstrich. Den Strand und das Meer haben wir deshalb kaum besucht. Leer waren die Straßen trotzdem nicht: Am Sonntagvormittag war in Miraflores eine große Straße für Autos gesperrt, und mitten auf dem Asphalt lief ein Aerobic-Kurs unter freiem Himmel.

Breite, für Autos gesperrte Straße in Miraflores mit Hütchen und Radfahrern, die Hochhäuser verschwinden im grauen Hochnebel
Sonntagmorgen in Miraflores, der Himmel grau.

Aber je näher wir dem Zentrum kamen, desto mehr verwandelte sich Lima. Plötzlich standen wir vor kolonialen Fassaden, breiten Plätzen und renovierten Herrenhäusern, alles mit diesem typischen südländischen Charme und lebendigen Trubel. Besonders rund um die Plaza Mayor merkt man, wie viel Geschichte hier steckt: die Kathedrale, der Regierungspalast, die wunderschönen Balkone. Und zwischendrin moderne Cafés und Boutiquen, die fast schon europäisch wirken. Mittags zog eine Trachten-Tanzgruppe mit Ballons über die Plaza de Armas, dicht umringt von Zuschauern. Und über dem Zentrum war vom Grau nichts mehr übrig: Ab halb zwölf hatten wir blauen Himmel und Sonne, so viel, dass Max am Nachmittag einen knallroten Sonnenbrand im Nacken hatte.

Tänzerinnen und Tänzer in roten und bunten Trachten ziehen an gelben Kolonialhäusern mit großen geschnitzten Holzbalkonen vorbei
Am Sonntagmittag tanzte eine Trachtengruppe über die Plaza de Armas.

Es ist ein spannender Kontrast, der Lima so schwer zu fassen macht: auf der einen Seite das harte, ungeschönte Gesicht einer Mega-City mit viel sozialer Ungleichheit, auf der anderen Seite eine sehr einladende Innenstadt, in der wir gerne durch die Gassen geschlendert sind, den ersten Pisco Sour probiert und die kulinarische Vielfalt genossen haben. Am Nachmittag ging unser Blick noch über Bahngleise auf den Rímac mit einem kahlen Hügel dahinter, und gegen vier standen wir vor dem Kongressgebäude mit der Peru-Flagge.

Eine Hand hält einen Pappteller mit ringförmigen frittierten Picarones in Sirup, dahinter die Plaza de Armas
Picarones an der Plaza de Armas in Lima.
Teller mit gebratenen Bandnudeln und Gemüse auf einem Tisch im Freien, daneben eine Karaffe mit hellem Saft
Bewertung: 4,5 von 5
Art
Hotel
Wann
18. – 19. Mai 2025
Nächte
1
Preis
65 € pro NachtFrühstück inklusive
Zimmer
Doppelzimmer

In Lima haben wir uns für das Hostel Casa Porta entschieden, ein Hotel im Kolonialstil in Miraflores, und es hat sich für unseren kurzen Aufenthalt absolut gelohnt.

Die Lage ist der eigentliche Gewinn: Das Haus steht in einer ruhigen Straße, sodass wir nachts nichts vom Verkehr mitbekommen haben, und trotzdem waren wir in zwei Minuten am Strand und in wenigen Minuten zu Fuß am Parque Kennedy, dem lebhaften Zentrum von Miraflores mit unzähligen Restaurants, Bars und Straßenständen.

Das Hotel selbst wirkt mit seiner kolonialen Fassade und der liebevollen Einrichtung sofort einladend – besonders gemütlich fanden wir den kleinen Innenhof. Unser Zimmer war sauber und hatte alles, was wir brauchten. Bei einem der Zimmer mussten wir allerdings etwas auf die Privatsphäre achten, weil man durch ein Fenster über der Treppe hineinsehen kann. Das sollte man bei der Buchung vielleicht anmerken.

Sehr entgegenkommend war das Personal am Anreisetag: Wir sind schon um sechs Uhr morgens gelandet und durften gegen einen kleinen Aufpreis direkt am Frühstück teilnehmen – nach dem Nachtflug Gold wert. Auch unser Gepäck konnten wir den ganzen Tag dort lassen, bevor wir abends richtig eingecheckt haben. Das Frühstück war nicht riesig, aber solide: Obst, Brötchen, Wurst, Avocado und auf Nachfrage Rührei.

Hat uns gefallen

  • Ruhige Straße, trotzdem zwei Minuten zum Strand
  • Frühstück und Gepäckaufbewahrung schon vor dem Check-in möglich
  • Liebevoll gestalteter Innenhof

Weniger gut

  • In einem der Zimmer sieht man durch ein Fenster über der Treppe hinein

WLAN · Frühstück

Zur Buchungsseite

Bewertung: 4,5 von 5

Der beste Weg, sich Lima an einem einzigen Tag zu erschließen.

Start
11:30 Uhr
Dauer
3 Std.
Schwierigkeit
Leicht

Unsere Tour durch die historische Altstadt von Lima begann ganz entspannt erst gegen halb zwölf – perfekt, weil wir vorher noch gemütlich frühstücken konnten. Um kurz nach zehn waren wir noch in Miraflores, dann ging es mit dem Bus Richtung Zentrum, und schon die Fahrt war spannend: vom moderneren Miraflores hinein ins koloniale Herz der Stadt. Um halb zwölf standen wir an der Plaza San Martín, kurz vor zwölf lief die Gruppe los.

Unser Guide kannte unzählige Geschichten und hat sie mit viel Humor erzählt. Besonders beeindruckt hat uns der San Martín Square mit seinen eleganten Fassaden und der großen Statue in der Mitte – die Geschichte des Platzes als Treffpunkt für politische Kundgebungen und Feste wirkte plötzlich sehr lebendig. Unterwegs kamen wir an einer barocken Steinfassade voller Heiligenfiguren vorbei und an einer weißen Kirche mit blau-weißem Glockenturm.

Weiter ging es zur Plaza de Armas, dem Hauptplatz mit seinen leuchtend gelben Gebäuden, Palmen und dem Regierungspalast. Dort konnten wir die Wachen sehen und etwas über die Geschichte der Unabhängigkeit erfahren. Auf dem Jirón de la Unión, der Fußgängerzone, bummelten wir an alten Kolonialbalkonen vorbei und hielten für ein schnelles Eis – sehr willkommen bei der Hitze.

Zwischendurch gab es eine Pisco-Probe in einem Laden mit Holzfässern: ein Probierschluck im Plastikbecher, und im Regal standen Flaschen mit Macerado und Crema de Pisco. An der Plaza de Armas haben wir uns danach Picarones mit Sirup auf dem Pappteller geholt, und später gab es Nudeln mit Gemüse an einem Tisch im Freien.

Am Ende sind wir mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Anekdoten und einem richtig guten Überblick über die Geschichte Limas zurückgekehrt. Und mit einem Sonnenbrand: Der Tipp mit der Sonnencreme ist ernst gemeint, Max’ Nacken war am Nachmittag knallrot.

Eine Hand hält eine halbierte Zitrusfrucht mit einer hellen Füllung, im Hintergrund die Gartenanlage und Kathedrale an der Plaza de Armas
Zwischenstopp an der Plaza de Armas.
Reiterstandbild auf einem hohen hellen Steinsockel zwischen gelb blühenden Beeten, dahinter weiße Kolonialfassaden unter blauem Himmel
Tänzerinnen mit blauen und roten Ballons in Trachten vor gelben Häusern mit Holzbalkonen, im Hintergrund der Turm der Kathedrale
Hohe Königspalmen und Laternen in einer Gartenanlage, dahinter die lange graue Fassade des Regierungspalasts
Gepflasterte Altstadtgasse mit Pollern, an den Fassaden reihen sich dunkle geschlossene Holzbalkone

Gut zu wissen

  • Bus ins Zentrum kostet 3,50 Soles – Kleingeld einstecken
  • Bequeme Schuhe, es geht ein gutes Stück zu Fuß
  • Sonnencreme und Kopfbedeckung, im Zentrum ist es oft sonnig
  • Powerbank mitnehmen, die Kulisse verleitet zu vielen Fotos
  • Trinkgeld von rund 10 Soles pro Person war absolut fair

Eingepackt

  • Wasser
  • Snacks
  • Sonnencreme
  • Hut
  • Powerbank

Paracas

19. – 20. Mai 2025 · 1 Nacht · Paracas

Etappe 2 von 9 · Anreise per Bus, 6 Std.

Nachdem wir nur einen Tag in Lima verbracht haben, ging es mit dem Bus-Reiseanbieter Peru Hop durch das Land. Unser erstes Ziel war Paracas, unterwegs hielt der Bus aber schon zweimal: kurz nach neun an einer Raststätte mit Brotstand und Lehmofen und mittags an einer kolonialen Hacienda bei Chincha. Dort gab es eine weiße Barockkapelle mit zwei Türmen am gepflasterten Hof, lange Arkadengänge mit Holzdecken, Salons mit antiken Schränken und einem Grammophon, Innenhöfe mit blauen Wänden, einen Pool und eine große Wiese mit Schafen, Pferden und Schaukeln.

Weiße Barockkapelle mit zwei Glockentürmen an einem gepflasterten Hof mit Blumenkübeln, davor eine Reisegruppe
Unterwegs von Lima nach Paracas hielt der Bus an einer alten Hacienda bei Chincha.
Überdachter Stand an einer Raststätte mit gemauertem Ofen, davor auf der Theke Glasballons mit bunten Getränken und ein Tontopf

Auch hier waren wir nur kurz, aber unsere Guides haben uns gleich erzählt, dass hier eigentlich immer die Sonne scheint – und am Ankunftstag haben wir es genau so auch erlebt. Kaum aus dem Bus gestiegen, hat uns dieses warme, trockene Küstenklima empfangen, das zusammen mit der Meeresbrise sofort Urlaubsstimmung macht. Am nächsten Morgen war der Himmel über der Bucht dann allerdings grau und bedeckt.

Der Ort selbst liegt direkt am Pazifik und wirkt wie ein entspanntes Fischerdorf, in dem alles ein bisschen langsamer läuft: Fischerboote dümpeln vor der Küste, Pelikane kreisen über dem Wasser, und an der Promenade reiht sich ein kleines Restaurant ans nächste. Um halb drei waren wir im Hotel, eine Viertelstunde später schon unten am Wasser: Palmen, Sonnenschirme, gelbe Verkaufswagen und ein Strand, an dem die Boote liegen. Eins der Restaurants, das „Karamba“, hat seine Fisch- und Meeresfrüchtegerichte auf großen Tafeln an der Fassade stehen.

Holzfassade eines Restaurants an der Uferpromenade mit Tafeln für Fisch und Meeresfrüchte, davor Tische und ein Aufsteller

Auch wenn wir nur kurz da waren, konnten wir schon am Nachmittag das Licht genießen, das hier alles in warme Farben taucht, und abends noch mit Leila und Jasper einen Abstecher in ein Restaurant machen. Für uns war das ein perfekter Zwischenstopp, um einmal tief durchzuatmen, das Meer zu sehen und uns auf die nächsten Etappen vorzubereiten.

Bewertung: 4 von 5
Art
Hotel
Wann
19. – 20. Mai 2025
Nächte
1
Preis
46 € pro Nachtzzgl. Handtücher und Bettwäsche
Zimmer
Doppelzimmer

Übernachtet haben wir im Hotel Residencial Los Frayles in Paracas und haben uns dort direkt wohlgefühlt. Die Unterkunft ist einfach, aber charmant und überzeugt vor allem mit ihrer entspannten Atmosphäre.

Unser Zimmer war kompakt, mit bequemem Bett und allem Nötigen ausgestattet – man merkt, dass hier Funktionalität vor Luxus steht. Die Dusche war heiß, in der Temperatur manchmal etwas launisch, nach einem langen Tag am Meer aber trotzdem genau richtig.

Besonders gefallen hat uns der kleine Innenhof mit Pool: eine ruhige Ecke zum Abkühlen oder zum Sitzen und Lesen, während draußen die Sonne brennt. Der Pool liegt im gefliesten Hof vor einem weißen, mehrstöckigen Haus mit roten Außentreppen. Auch die Lage ist top – man fällt praktisch aus der Tür und steht mitten in Paracas, mit Restaurants, Touranbietern und dem Malecón direkt vor der Nase.

Hellblauer Pool in einem gefliesten Innenhof, dahinter ein weißes mehrstöckiges Haus mit roten Außentreppen

Hat uns gefallen

  • Man fällt praktisch aus der Tür ins Zentrum
  • Innenhof mit Pool als ruhige Ecke zum Abkühlen
  • Herzlicher, hilfsbereiter Empfang mit guten Ausflugstipps

Weniger gut

  • Warmwasser ist manchmal launisch

WLAN · Pool

Bewertung: 4,5 von 5

Die Uhrzeit macht diese Tour – nachmittags leuchtet die ganze Wüste.

Wann
19. Mai 2025
Start
15:30 Uhr
Dauer
3 Std.
Preis
27 $ p. P.zzgl. 11 Soles Parkeintritt
Schwierigkeit
Mittel

Am Nachmittag unserer Ankunft in Paracas waren wir auf dem Golden Shadows Trek unterwegs und fanden die Tour richtig lohnenswert. Gestartet sind wir um 15:30 Uhr – genau richtig, weil das warme Licht die Felsen und den Sand spektakulär leuchten lässt. Um vier saßen wir allerdings noch im Bus, der uns durch die Wüste fuhr, gegen halb fünf ging es dann zu Fuß los.

Die Tour dauerte etwa drei Stunden, zu Fuß waren wir davon rund anderthalb Stunden unterwegs. Die Wanderung war leicht bis mittelschwer, also gut machbar mit festen Schuhen. Unser Guide war sehr professionell, hat viele spannende Fakten über die Landschaft und die Region geteilt und uns an den besten Spots fotografiert. Unterwegs kamen wir an einer türkisen Lagune mit weißen Felsen mitten in der Wüste vorbei, und auf einem gelben Dünenhang warf die ganze Gruppe ihre Schatten lang in den Sand – die goldenen Schatten, nach denen die Tour heißt. Später ging es an Steilklippen entlang, vor denen Felsinseln im Meer liegen.

Zum Schluss standen wir auf den Klippen über dem Pazifik und haben der Sonne beim Untergehen zugesehen, die ganze Gruppe ist für Fotos noch gegen die Sonne gesprungen. Kurz nach sechs hat uns der rote Peru-Hop-Bus mitten in der Wüste wieder eingesammelt.

Wegen des starken Winds war Drohnefliegen nicht drin – dafür braucht man unbedingt Windjacke, Sonnencreme, Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung, und am besten eine lange Hose. Max ist trotzdem in kurzer Hose gelaufen, Rebecca hatte sich ein Stirnband gegen den Wind aufgesetzt.

Die Schatten einer Reihe von Wandernden fallen lang auf einen goldgelben Sandhang, dahinter eine Wüste aus Hügeln
Die Schatten, nach denen die Tour heißt.
Wandernde laufen hintereinander einen Sandkamm hinauf, im Vordergrund ein Mann mit Rucksack von hinten
Max und Rebecca stehen mit Sonnenbrillen auf einer Anhöhe, hinter ihnen eine Meeresbucht und helle Wüstenhügel
Rebecca mit Sonnenbrille lacht in die Kamera, der Wind weht ihr die Haare ins Gesicht, dahinter die tief stehende Sonne
Der Wind hat nicht nachgelassen.
Rebecca in Rot vor goldbraunen Steilklippen, dahinter das Meer mit kleinen Felsinseln und eine Halbinsel
Die tief stehende Sonne spiegelt sich im Pazifik, rechts ragt eine dunkle Klippe ins Bild
Max und Rebecca machen ein Selfie auf der Klippe, hinter ihnen geht die Sonne orange über dem Meer unter

Gut zu wissen

  • Windjacke ist Pflicht, der Wind weht kräftig
  • Lange Hose, sonst sandstrahlt es die Beine
  • Drohnen bleiben bei diesem Wind am Boden

Eingepackt

  • Windjacke
  • feste Schuhe
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • Kopfbedeckung
  • lange Hose
Bewertung: 4,5 von 5

Wilde, raue Küste und ein echtes Naturparadies – auch wenn man morgens friert.

Wann
20. Mai 2025
Start
07:30 Uhr
Dauer
2,5 Std.
Preis
19 € p. P.laut Reiseplanung
Schwierigkeit
Leicht
Anbieter
Paracas Explorer

Am 20. Mai haben wir eine Ballestas-Islands-Tour gemacht und sind dafür frühmorgens mit dem Boot gestartet, kurz vor acht waren wir schon draußen auf dem Wasser und fuhren an einem Hafen mit Kränen und Frachtschiffen vorbei. Unterwegs waren wir mit Paracas Explorer, so stand es jedenfalls auf unseren Schwimmwesten. Zu dieser Uhrzeit war es wirklich kühl und windig – und überraschenderweise nicht sonnig –, also waren wir sehr froh über unsere warmen, wind- und wasserfesten Sachen.

Die Tour dauerte etwa zwei Stunden und führte uns raus zu dieser spektakulären Inselgruppe vor der Küste, die wegen ihrer Tierwelt oft als kleines Galápagos bezeichnet wird. Wir konnten Humboldt-Pinguine aus nächster Nähe sehen, Seelöwen, die sich entspannt auf den Felsen räkelten oder direkt am Boot vorbeischwammen, und unzählige Seevögel wie Kormorane und Pelikane, die die Felsen in riesigen Kolonien bevölkerten. Die Inseln selbst sind von natürlichen Felsbögen und Höhlen durchzogen.

Mit unserem Fernglas konnten wir die Tiere noch besser beobachten und Details wie die Muster im Gefieder oder das Verhalten der Seelöwen beim Schwimmen erkennen. Die Tour war gut organisiert, mit klaren Erklärungen zu den Tieren und der berühmten Candelabra-Figur, die man unterwegs an der Küste sieht.

Auf dem Rückweg hielt das Boot noch direkt neben einer roten Leuchtboje, auf der sich mehrere Seelöwen breitgemacht hatten. Gegen Viertel vor zehn waren wir zurück im Hafen.

Der riesige Kandelaber als helle Linien in einem rötlichen Sandhang über einer Steilküste
Der Kandelaber, vom Boot aus.
Flache dunkle Felsinsel mit einem natürlichen Felsbogen, davor Gischt vom fahrenden Boot unter grauem Himmel
Rötliche Felsnadel vor einer Inselwand mit Felsbogen, am Himmel darüber kreisen zahlreiche Seevögel
Drei Seelöwen liegen zusammengerollt auf einem rosafarbenen Felsvorsprung direkt über der Brandung
Rebecca mit pinker Kappe und Schwimmweste lächelt im Boot, hinter ihr zerklüftete rötliche Felsen der Inseln
Mehrere Seelöwen liegen auf einer roten Leuchtboje im Meer, einer sitzt im Gitter des Turms
Auf dem Rückweg hatten die Seelöwen eine Boje besetzt.

Gut zu wissen

  • Um 8 Uhr ist es kühl, windig und meist nicht sonnig
  • Fernglas mitnehmen, dann sieht man Gefiedermuster und Verhalten

Eingepackt

  • warme Jacke
  • winddichte Kleidung
  • Fernglas
  • Sonnencreme
Wann
20. Mai 2025
Start
10:00 Uhr
Dauer
2 Std.
Preis
Inklusiveim Peru-Hop-Buspreis enthalten

Im Reiseplan steht diese Tour direkt hinter den Ballestas-Inseln: 10:00 bis 12:00 Uhr, mit dem Vermerk „included in Peru Hop“ – also im Buspaket enthalten, so wie auch die Nazca-Lines-View-Tour am Tag darauf.

Die Reserva Nacional de Paracas ist Wüste, die unmittelbar ins Meer läuft: rote Klippen über dem Meer, das bei uns unter bedecktem Himmel graugrün statt türkis war, die Playa Roja mit ihrem rostfarbenen Sand, dazwischen nichts als Geröll. Auf den Absperrpfosten an der Küste saßen Truthahngeier mit roten Köpfen.

Der Reisebericht erwähnt sie nicht, die Fotos schon: Gleich nach den Ballestas-Inseln waren wir gegen halb elf an der Playa Roja. Danach ging es noch zu einem zweiten Aussichtspunkt über einer langen Bucht mit dunklem Strand, wo wir die Drohne steigen ließen und uns von oben fotografiert haben. Die letzten Fotos dort sind von Viertel nach elf, danach ging es weiter Richtung Huacachina.

Ein rotbrauner Sandstrand unter einer ockerfarbenen Abbruchkante, die Wellen laufen weiß schäumend auf
Drohnenbild von Max und Rebecca auf einer Anhöhe mit Absperrseil, dahinter eine lange Bucht mit weißer Brandung
Ein Truthahngeier mit rotem Kopf sitzt auf einem Holzpfosten über der felsigen Küste, im Hintergrund Häuser am Wasser

Huacachina

20. – 21. Mai 2025 · 1 Nacht · Huacachina

Etappe 3 von 9 · Anreise per Bus, 3 Std.

Wir waren am 20. und 21. Mai in Huacachina und fanden es einfach beeindruckend, diese winzige Oase mitten in den riesigen Sanddünen zu erleben. Palmen, eine kleine Lagune und drumherum nur goldene Wüste – das fühlt sich schon ein bisschen surreal an.

Max und Rebecca mit Sonnenbrillen und Hüten am Ufer der Lagune, dahinter Palmen und eine hohe Sanddüne

Auf dem Weg von Paracas hatten wir kurz vor Ica rund eine Stunde Mittagspause, in einem Lokal unter Bambusdächern mit bunten Bändern. Ein Schild wies auf eine „Sala de Cata“ hin, einen Verkostungsraum. Gegen drei waren wir dann in Huacachina.

Tagsüber ist es ziemlich heiß und staubig, aber genau das macht den Charme aus. Wir haben die Zeit genutzt, um durch den Ort zu schlendern, einen Smoothie in einem der kleinen Cafés zu trinken und das Treiben zu beobachten: viele Backpacker, ein bisschen Hektik um die Touranbieter, aber gleichzeitig dieser entspannte Wüsten-Vibe.

Abends färbt sich der Himmel unglaublich schön über den Dünen, und man versteht sofort, warum so viele nur dafür herkommen. Nach der Buggy-Tour sind wir um sechs mit allen zusammen die Düne hinunter zur Lagune gelaufen, die da schon beleuchtet war. Auch wenn es touristisch ist, hat Huacachina etwas Eigenes und bleibt definitiv in Erinnerung.

Die Lagune in der Dämmerung, Lichter und Palmen spiegeln sich im Wasser, dahinter der dunkle Umriss einer Düne

Am Morgen des 21. Mai hing über der Lagune erst ein grauer, diesiger Himmel, auf dem Wasser lagen die Tretboote. Gegen halb elf klarte es auf, und wir haben die Drohne über die Oase geschickt.

Wild Rover

Unterkunft

Bewertung: 3,5 von 5
Art
Hostel
Wann
20. – 21. Mai 2025
Nächte
1
Preis
54 € pro Nachtohne Frühstück
Zimmer
Privatzimmer

Wir haben in Huacachina im Wild Rover übernachtet und würden sagen: ein super Hostel, wenn man Lust auf Party hat – aber nichts für alle, die früh schlafen wollen oder einen leichten Schlaf haben.

Jeden Abend gibt es ein anderes Programm, die Bar ist der Mittelpunkt des Geschehens und das Team sorgt dafür, dass niemand so schnell ins Bett findet. Die Musik ist laut, die Drinks fließen reichlich, und es dauert bis spät in die Nacht. Perfekt, wenn man unterwegs Leute kennenlernen und feiern will.

Gleichzeitig ist die Anlage wirklich schön gemacht, mit Pool, Barbereich und gemütlichen Sitzmöglichkeiten. Der Pool liegt im Innenhof, eingefasst von Kunstrasen, und mittags waren die Liegen voll belegt – bei uns stand dazu ein Bier auf dem Tisch. An einer Wand aus grünen Fliesen leuchtet die Neonschrift „One more y nos vamos“, und abends gab es die Drinks an der Bar im Becher mit Wild-Rover-Logo. Die Zimmer sind solide, auch wenn man natürlich mitbekommt, was draußen abgeht. Uns hat die Stimmung gefallen, weil man sofort mitten im Trubel ist – aber wer Ruhe will, sollte sich etwas anderes suchen.

Blauer Pool mit Kunstrasen im Innenhof des Hostels, ringsum zweistöckige Zimmertrakte und Liegen, dahinter eine Düne
Zwei Drinks auf einem Tisch in der abendlichen Bar, auf dem Becher das Logo des Wild Rover
Rosa Neonschrift „One more y nos vamos“ an einer Wand aus grünen Sechseckfliesen

Hat uns gefallen

  • Man findet sofort Anschluss
  • Schön gemachte Anlage mit Pool und Barbereich

Weniger gut

  • Laut bis spät in die Nacht
  • Nichts für Leichtschläfer oder alle, die früh ins Bett wollen

WLAN · Pool · Bar

Bewertung: 5 von 5

Nichts für schwache Mägen – und genau deshalb ein Highlight.

Wann
20. Mai 2025
Start
16:00 Uhr
Dauer
2 Std.
Preis
19 $ p. P.
Schwierigkeit
Mittel

Wir haben unsere Buggy- und Sandboarding-Tour um 16 Uhr gestartet und waren sofort voller Vorfreude. Schon beim Ankommen fiel uns auf, dass überall Gesichtstücher verkauft werden – das lohnt sich wirklich, der Sand ist einfach überall. Max trug ein blaues, Rebecca ein rotes.

Unser Buggy war relativ eng, etwa zehn Leute passen rein, und dann ging es direkt los über die riesigen Sanddünen. Das Ganze ist nichts für schwache Mägen: Unser Fahrer hat ordentlich Gas gegeben, ist über Kuppen gesprungen und hat uns in engen Kurven herumgewirbelt. Am Dach des Buggys klebte passend der Hinweis „Don’t forget tip for driver“. Allein waren wir dort draußen übrigens nicht: Auf einem Dünenkamm trafen sich Dutzende Buggys mit ihren Gruppen.

Nach der wilden Fahrt hielten wir an einer ersten großen Düne, wo wir eine kleine Einweisung ins Sandboarden bekamen. Jeder schnappte sich ein Board, und dann ging es kopfüber oder im Sitzen den steilen Hang hinunter – ein Riesenspaß, auch wenn man danach erstmal den Sand aus allen Taschen schütteln muss. Anschließend folgte eine größere Düne mit ein bis zwei weiteren Abfahrten. Kurz vor fünf stand Rebecca mit dem Board noch am Hang.

Zum Abschluss fuhren wir zu einem Aussichtspunkt und haben den Sonnenuntergang über der Wüste beobachtet, zwischen halb sechs und Viertel vor sechs. Das warme Licht auf den endlosen Dünen war wirklich magisch und der perfekte Kontrast zum wilden Ritt davor. Auf dem Rückweg drehte unser Fahrer noch einmal richtig auf, sodass wir lachend und mit staubigen Gesichtern zurückkamen. Um sechs liefen wir dann alle zusammen die Düne hinunter zur Lagune, in der sich schon die Lichter spiegelten.

Max und Rebecca mit Tüchern um den Hals und Sonnenbrillen, hinter ihnen ein roter Buggy auf den Dünen
Blick vom Beifahrersitz über Lenkrad und rotes Armaturenbrett auf die Dünen, am Dach ein Aufkleber, der ans Trinkgeld für den Fahrer erinnert
Rebecca mit pinker Kappe und rotem Halstuch hält ein Sandboard, hinter ihr ein steiler Dünenhang voller Fußspuren
Max sitzt auf dem Dach eines roten Buggys, der in den Dünen parkt
Viele Buggys und ihre Fahrgäste versammelt auf einem Dünenkamm, die Sonne steht hoch über der Wüste
Max und Rebecca stehen auf einem Dünenkamm, hinter ihnen ein Meer aus Sanddünen und eine große Wolke

Gut zu wissen

  • Gesichtstuch kaufen, der Sand ist wirklich überall
  • Feste Schuhe und lange Kleidung anziehen
  • Trinkgeld für den Fahrer gehört dazu und ist verdient

Eingepackt

  • Gesichtstuch
  • feste Schuhe
  • lange Kleidung
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille

Zwischenstopp Nazca

21. Mai 2025 · Nazca

Etappe 4 von 9 · Anreise per Bus, 3 Std.

Am 21. Mai sind wir von Huacachina nach Arequipa weitergereist. Die Busfahrt war wirklich sehr lang. Unterwegs haben wir einen kurzen Stopp bei Nazca gemacht: am Aussichtsturm direkt an der Panamericana, gut 20 Kilometer vor dem Ort. Kurz davor zogen am Busfenster Felder und kahle Berge vorbei.

Die Panamericana läuft schnurgerade durch die dunkle Wüste, darüber steht die Sonne schon tief

In die Stadt selbst sind wir nicht gekommen, der Bus hielt nur am Aussichtsturm. Die ganze Gegend lebt vom Mythos der Nazca-Linien.

Bewertung: 2,5 von 5

Kann man mitnehmen, wenn man sowieso vorbeikommt. Vom Hocker haut es einen nicht.

Wann
21. Mai 2025
Dauer
30 Min.
Preis
Inklusiveim Peru-Hop-Buspreis enthalten
Schwierigkeit
Leicht

Während unserer Fahrt haben wir bei der Nazca Lines View Tour Halt gemacht, die im Buspreis schon mit dabei war. Man steigt dabei auf einen Aussichtsturm am Straßenrand, von dem aus man ein paar der Linien und Figuren sehen kann. Der Turm steht direkt an der Panamericana, unten parkten ein Reisebus und ein Lkw, und wir hielten dort gegen fünf Uhr nachmittags. Das Willkommensschild „Bienvenidos Torre Mirador de Nasca“ ist komplett mit Aufklebern von Reisenden zugeklebt.

Es ist ganz interessant und nett gemacht – man bekommt einen Eindruck von den berühmten Geoglyphen, ohne den teuren Rundflug zu buchen. Von oben sieht man helle Scharrfiguren mit Verästelungen in der dunklen Ebene, und die Sonne stand schon tief. Aber ehrlich gesagt: Es haut einen nicht unbedingt vom Hocker. Kann man mal mitnehmen, wenn man sowieso vorbeikommt, für uns war es kein Highlight.

Blick von oben auf die Panamericana, einen Reisebus und einen Lkw am Fuß des Aussichtsturms, rechts und links Wüste
Blaues Schild „Bienvenidos Torre Mirador de Nasca“, fast vollständig mit Aufklebern aus aller Welt beklebt

Gut zu wissen

  • Wer die Linien wirklich sehen will, sollte den Rundflug buchen

Arequipa

22. – 24. Mai 2025 · 2 Nächte · Arequipa

Etappe 5 von 9 · Anreise per Bus, 9 Std.

Nach unserem Zwischenstopp in Nazca und einer Busfahrt über Nacht sind wir schließlich in Arequipa angekommen und hatten hier unsere erste längere Basis mit ganzen zwei Nächten – was sich nach den ständigen Ortswechseln schon fast luxuriös angefühlt hat.

Arequipa hat uns direkt mit ihrem besonderen Flair gepackt: die weißen Kolonialgebäude aus hellem Sillar-Gestein, der Blick auf den majestätischen Vulkan Misti und diese Mischung aus entspanntem Stadtleben und beeindruckender Geschichte.

Brunnen auf der Plaza de Armas von Arequipa zwischen Palmen, dahinter die weiße Kathedrale unter blauem Himmel

Am ersten Morgen, gegen Viertel nach neun, war die Plaza de Armas noch fast leer: der Brunnen zwischen den Palmen, dahinter die Kathedrale. Gleich neben der Plaza steht eine Kirche mit einer dicht verzierten Barockfassade aus demselben hellen Stein.

Wir haben es total genossen, einfach durch die hübschen Gassen zu schlendern, auf den Plätzen zu sitzen und das Treiben zu beobachten. Abends gibt es viele gemütliche Bars und Restaurants, in denen man den Tag ausklingen lassen kann. Dann leuchten über der Stadt Scheinwerferstrahlen in den Himmel, und dahinter zeichnet sich die Silhouette des Vulkans ab. Für uns war Arequipa definitiv ein Highlight – eine Stadt, in der man gerne ein bisschen verweilt.

Straßenecke in der Abenddämmerung, ein beleuchtetes Kolonialhaus mit Holzbalkon, dahinter der Kegel des Misti
Bewertung: 5 von 5
Art
Hostel
Wann
22. – 24. Mai 2025
Nächte
2
Zimmer
Privatzimmer

Wir haben im Viajero Arequipa Hostel übernachtet und uns dort richtig wohlgefühlt. Die Lage ist perfekt – nur ein kurzer Spaziergang zum Plaza de Armas – und schon beim Ankommen hat uns die entspannte, moderne Atmosphäre gefallen.

Unser Zimmer war schlicht, aber sehr sauber und gemütlich, mit einem kleinen Balkon und viel Licht. Besonders cool fanden wir die Dachterrasse mit Jacuzzi und Bar: abends dort zu sitzen und den Misti im Sonnenuntergang zu sehen war echt ein Highlight. Der Jacuzzi steht direkt an der Kante, mit Blick über die Dächer und auf einen Kirchturm, und als zwischen halb sechs und sechs die Sonne unterging, zeichnete sich der Misti in der Dämmerung richtig klar ab.

Das Personal war super herzlich und immer hilfsbereit, hat uns Tipps für Touren in den Colca-Canyon und für gute Cafés gegeben. Abends war oft was los – Karaoke, Live-Musik oder einfach zusammensitzen. Insgesamt genau die Mischung aus sozialem Hostel-Flair und einem Ort, an dem man sich zurückziehen kann.

Jacuzzi am Rand der Dachterrasse, dahinter die Dächer der Stadt und ein Kirchturm im Sonnenuntergang

Der Jacuzzi auf dem Dach, kurz vor Sonnenuntergang.

Hat uns gefallen

  • Kurzer Spaziergang zum Plaza de Armas
  • Dachterrasse mit Jacuzzi und Blick auf den Misti
  • Sehr herzliches Personal mit guten Tourtipps
  • 24-Stunden-Rezeption, Gepäckaufbewahrung, Wasser-Nachfüllstation

WLAN · Bar · Dachterrasse · Wäscheservice

Bewertung: 4 von 5

Viele Perspektiven auf die Stadt – nur die Trinkgeldfrage am Ende war unangenehm.

Wann
22. Mai 2025
Dauer
2,5 Std.
Schwierigkeit
Leicht

Am 22. Mai haben wir in Arequipa eine Free Walking Tour gemacht und fanden das eine echt tolle Möglichkeit, die Stadt besser kennenzulernen. Unser Guide war super engagiert und hat uns nicht nur die bekannten Highlights wie den Plaza de Armas und die imposanten Kolonialbauten gezeigt, sondern auch versteckte Innenhöfe, Märkte und moderne Street-Art-Spots.

Ein echtes Highlight war das Alpaka-Café, wo wir bei einem richtig guten Kaffee Alpakas füttern konnten – die Tiere waren total zutraulich und das Café selbst liebevoll eingerichtet, mit einem schönen Innenhof und freundlichem Personal. Gegen halb zwölf standen wir dort am Gehege, und gleich daneben saßen unter einem Dach Frauen in Tracht am Boden und webten.

Danach ging es weiter durch die Altstadt: vorbei an steinernen Skulpturen in Thronform mit der Inschrift „Gracias por su visita“, in einen Hof mit leuchtend blauen Wänden und Bougainvilleen, vor ein Kolonialhaus mit Barockportal, in dem heute eine BBVA-Bank sitzt, und in einen Arkadenhof voller Reliefs mit einem Brunnen in der Mitte. Zum Schluss, kurz nach eins, standen wir auf einer Dachterrasse mit Blick auf die Kathedrale und den Misti.

Ein Wermutstropfen war allerdings, dass wir am Ende ziemlich direkt aufgefordert wurden, 20 bis 30 Euro Trinkgeld zu geben. Das war etwas aufdringlich und hat die Stimmung kurz getrübt. Trotzdem würden wir die Tour empfehlen, weil man super viel über die Stadt erfährt und an Orte kommt, die man alleine vielleicht übersehen hätte.

Tourgruppe in einem Hof mit leuchtend blauen Wänden unter blühenden roten Bougainvilleen
Innenhof mit steinernen Arkaden voller Reliefs, hinten weiße Sonnenschirme
Frau in bunter Tracht und besticktem Hut sitzt auf einem Holzboden und webt an einem Webstuhl
Weite gepflasterte Plaza de Armas mit Bäumen, hinten die Kathedrale mit ihrem Glockenturm

Gut zu wissen

  • Am Ende wird recht direkt um 20 bis 30 Euro Trinkgeld gebeten, darauf einstellen
  • Das Alpaka-Café lohnt den Zwischenstopp

Colca Canyon

Aktivität

Bewertung: 5 von 5

Nicht nur wegen der Kondore unvergesslich – auch die Fahrt über den Patapampa-Pass.

Wann
23. Mai 2025
Start
03:00 Uhr
Dauer
14 Std.
Preis
27 € p. P.laut Reiseplanung
Schwierigkeit
Mittel
Höchster Punkt
4.878 m

Am 23. Mai haben wir uns mitten in der Nacht aus dem Bett gequält und sind um 03:00 Uhr vom Hostel abgeholt worden – völlig verschlafen, aber total gespannt.

Nach ein paar Stunden Fahrt war unser erster richtiger Halt Chivay, wo es ein einfaches, aber leckeres Frühstück gab und wir zum ersten Mal das warme, süße Quinoa-Getränk probiert haben. Danach ging es weiter nach Maca, einem kleinen Dorf mit hübscher Kirche, wo wir uns umgesehen, Souvenirs gekauft und Fotos mit Alpakas und sogar Adlern gemacht haben – sehr touristisch, aber irgendwie charmant. Um halb acht standen wir dort vor dem bunten Schriftzug „MACA – Perla escondida del Colca“ und der weißen Kirche mit ihren zwei Türmen, davor Frauen in Tracht mit einem Alpaka in Pompon-Geschirr und Sonnenbrille. Max hatte sogar einen Adler auf dem Arm.

Kurz nach acht hielten wir am Mirador de Antahuilque, mit Blick auf die Terrassen an den Hängen und den Fluss tief unten im Tal.

Kurz vor neun kamen wir am Mirador Cruz del Cóndor an. Der Moment war magisch: Die Sonne beleuchtete den gewaltigen Canyon, und wir standen einfach da und starrten in die Tiefe. Noch schöner war, dass wir unglaubliches Glück hatten – bis zu sieben Kondore gleichzeitig sind über unsere Köpfe geschwebt, riesig und elegant, was allen ein ehrfürchtiges Schweigen entlockt hat. Sie kreisten direkt über dem Steinkreuz, zwischen Kandelaberkakteen, während sich an der Mauer die Menschen drängten.

Auf dem Rückweg bekamen wir die Wahl zwischen Zipline, Quads, Kanu oder heißen Quellen. Diese kosten extra, wir haben verzichtet. Stattdessen haben wir gegen Viertel nach elf unsere Drohne über einem Flusstal mit Brücke und einem blauen Becken am Ufer steigen lassen, etwas getrunken und einfach die Aussicht genossen. In Chivay gab es dann noch ein gemeinsames Mittagessen.

Der Rückweg nach Arequipa war landschaftlich ein Highlight für sich: Am Patapampa-Pass auf knapp 4.900 Metern hielten wir an einem Aussichtspunkt, von dem wir die Vulkane Ampato, Sabancaya und Hualca Hualca nebeneinander sehen konnten. Steintafeln zeigen außerdem Ubinas, Misti (5.822 m) und Chachani (6.057 m), dazwischen stehen Hunderte Steinmännchen und eine Kondor-Statue. Die Höhe merkten wir deutlich – Kopfschmerzen und die typische Erschöpfung der Höhenkrankheit. Hier sind Coca-Blätter, Bonbons oder Medikamente wirklich Gold wert. Später legten wir noch einen Stopp bei der Pampa de Toccra ein, wo wir viele Vicuñas in freier Wildbahn sehen konnten. An einer Lagune grasten außerdem Alpakas in allen möglichen Fellfarben an einem Zaun.

Weiße Kirche mit zwei Glockentürmen am Dorfplatz von Maca, davor Verkaufsstände und Frauen in Tracht
Max steht auf dem Dorfplatz von Maca und hält einen großen Greifvogel auf dem behandschuhten Arm
Zwei Kondore kreisen im blauen Himmel über dem Steinkreuz am Mirador Cruz del Cóndor
Ein Kondor mit weit gespreizten Schwungfedern als Silhouette direkt neben der Sonne
Max und Rebecca sitzen auf einer Steinmauer, hinter ihnen fallen die Hänge des Canyons steil ab
Steintafel mit der Aufschrift Volcán Chachani 6057 m in einer Hochebene voller aufgeschichteter Steinmännchen
Drohnenblick auf ein enges Flusstal mit einer Brücke, bunten Dächern und grünen Terrassen an den Hängen

Gut zu wissen

  • Sehr langer Tag, Abholung um drei Uhr nachts
  • Etwas gegen Höhenkrankheit mitnehmen, der Patapampa-Pass liegt auf knapp 4.900 m
  • Coca-Blätter oder -Bonbons helfen wirklich
  • Vorsicht beim Essen im Canyon, die Hygiene ist nicht überall verlässlich
  • Die Zusatzaktivitäten (Zipline, Quad, heiße Quellen) kosten extra

Eingepackt

  • Fernglas
  • Snacks
  • Sonnenbrille
  • Sonnencreme
  • warme Jacke
  • Höhenmedikament

Alpaka-Café

Restaurant

Küche
Café

Wir sind hier auf der Free Walking Tour durch Arequipa gelandet, und es war eines der Highlights der Tour. Der Kaffee war richtig gut, und im Innenhof kann man Alpakas füttern. Die Tiere waren total zutraulich. Neben den Alpakas steht auch ein Lama im Gehege, gefüttert wird mit grünen Zweigen durch einen Holzzaun.

Das Café selbst ist liebevoll eingerichtet, mit einem schönen Innenhof und freundlichem Personal. Im Hof stehen Loungesessel unter Sonnenschirmen, dazu gehören ein überdachter Webplatz, an dem Weberinnen in Tracht arbeiten, und ein kleines Museum mit Trachtenfiguren in Vitrinen.

Es hat uns so gut gefallen, dass wir zweimal da waren: vormittags gegen halb zwölf mit der Tour und nachmittags gegen halb fünf noch einmal allein. Davor gab es ein paar Straßen weiter einen Eiskaffee im Becher mit Holzlöffel.

Wir haben uns keine Adresse notiert, weil unser Guide uns hingebracht hat. Wer die Free Walking Tour mitmacht, kommt ohnehin vorbei.

Max füttert über einen Holzzaun ein weißes Alpaka mit einem grünen Zweig
Rebecca mit Schirmmütze lächelt in die Kamera, hinter ihr steht ein braunes junges Alpaka am Zaun
Gepflasterter Innenhof unter Bäumen mit schwarzen Loungesesseln, Holztischen und Sonnenschirmen

Puno

24. Mai 2025 · Puno

Etappe 6 von 9 · Anreise per Bus, 6 Std.

Von Arequipa aus ging es für uns am 24. Mai weiter nach Puno, dieser faszinierenden Stadt am Ufer des Titicacasees, die auf über 3.800 Metern Höhe liegt und mit ihrer klaren, kühlen Luft sofort ein ganz anderes Gefühl vermittelt. Unterwegs hielten wir gegen Viertel vor zehn auf rund 4.450 Metern im Hochland an einem großen See, auf der Straße rollten Lastwagen vorbei, und am Horizont stand ein schneebedeckter Gipfel.

Weite Graslandschaft im Hochland mit einem See, einer Landstraße und einem langen roten Dach, am Horizont ein schneebedeckter Gipfel
Unterwegs von Arequipa nach Puno.

Puno wirkt auf den ersten Blick geschäftig und etwas rau, doch dahinter steckt ein eigener Charme – bunte Märkte, koloniale Kirchen und vor allem die Nähe zum legendären Titicacasee prägen das Stadtbild. Gegen halb eins sahen wir Puno zum ersten Mal von oben: unverputzte Backsteinhäuser, die sich weit die Hügel hinaufziehen, und dahinter der See.

Blick von einer Anhöhe über dicht gedrängte Backsteinhäuser von Puno, die sich die Hügel hinaufziehen

Am Nachmittag gönnten wir uns einen Cappuccino mit Milchschaum-Blume, danach ging es raus zu den Uros. Als wir zurück waren, leuchtete am Seeufer der bunte Schriftzug „¡Bienvenidos a Puno!“ in der Dämmerung. Auf der Plaza de Armas standen bunte PUNO-Buchstaben vor der beleuchteten Kathedrale, daneben die farbige Statue eines Kriegers mit Schwert und Schild, und eine Kirche in der Nähe war orange angestrahlt.

Cappuccino mit einer Blume aus Milchschaum auf einer weißen Untertasse

Für uns war es nur ein kurzer Stopp auf der Durchreise, aber schon dieser Tagesaufenthalt reichte, um einen Eindruck von der besonderen Mischung aus andiner Kultur, alten Traditionen und lebendigem Alltag zu bekommen.

Bewertung: 4 von 5

Faszinierende Lebensweise – mit einer offenen Frage, was der Tourismus daraus macht.

Wann
24. Mai 2025
Start
16:00 Uhr
Dauer
1,5 Std.
Preis
15 $ p. P.
Schwierigkeit
Leicht

In Puno haben wir am Nachmittag eine Uros-Tour gemacht – um 16 Uhr ging es los, knapp zwei Stunden lang hinaus auf den Titicacasee. Allein die Fahrt über das spiegelnde Wasser hatte etwas Beruhigendes, während die kühle Brise durch die offenen Bootsfenster zog und sich in den geschlossenen der Himmel spiegelte. Der war die ganze Tour über grau bedeckt, erst gegen Ende kam etwas Abendlicht durch.

Die schwimmenden Inseln aus Totora-Schilf tauchten nach kurzer Zeit vor uns auf und wirkten wie kleine, lebendige Flecken inmitten des riesigen Sees. Es war faszinierend zu sehen, wie die Uros ihre gesamte Welt aus diesem einen Material erschaffen: Das dichte Schilf bildet nicht nur den schwimmenden Boden, sondern auch die Wände und Dächer ihrer Hütten, die kunstvoll geschnitzten Boote und sogar Teile ihrer Nahrung. Am Ufer lag ein Boot mit zwei gelben Pumaköpfen am Bug, und auf einer winzigen Schilfinsel stand der Schriftzug „UROS“.

Vor Ort wurden wir freundlich empfangen: Unsere Insel hieß laut Schautafel „Inti Jalsuni“, und Frauen in bunten Röcken winkten uns schon vom Ufer aus zu. Ein Mann erklärte an einem Block aus Schilfwurzeln, wie die Inseln gebaut werden, daneben stand die ganze Zeit eine große schwarze Vogelfigur mit ausgebreiteten Flügeln. Danach wurden wir in eines der Häuser eingeladen. Dort zeigte man uns Kissenbezüge, Mobiles und kleine Schiffchen aus Schilf, vor allem aber bunt bestickte Decken und Wandbehänge, alles liebevoll hergestellt und zum Verkauf angeboten. Uns wurde auch erklärt, dass der Tourismus inzwischen die Haupteinnahmequelle der Uros ist – ein Wandel, der neue Möglichkeiten eröffnet, aber auch Fragen nach der Zukunft ihrer Traditionen aufwirft. Trotzdem bleibt es ein besonderes Erlebnis, diese Lebensweise kennenzulernen, die so eng mit dem See verwoben ist.

Frauen in bunten Röcken und Hüten winken vom Rand einer Schilfinsel, dahinter spitze Schilfhütten
Ein Mann mit Strohhut zeigt an einem Block aus Schilfwurzeln, wie die Insel gebaut ist, daneben eine Schautafel
Ein Mann hält eine bunt bestickte Decke hoch, zu seinen Füßen liegen weitere Stickereien auf dem Schilfboden
Bug eines Bootes mit zwei gelben Pumaköpfen, dahinter der Titicacasee

Gut zu wissen

  • Das Wetter wechselt hier oben schnell, warm anziehen
  • Kleingeld für das Kunsthandwerk mitnehmen

Eingepackt

  • warme Jacke
  • Sonnenbrille
  • Kleingeld

Cusco und der Inka Trail

25. Mai – 2. Juni 2025 · 8 Nächte · Cusco

Etappe 7 von 9 · Anreise per Bus, 7 Std.

Danach hat es uns nach Cusco verschlagen – und wir waren direkt hin und weg. Auf rund 3.400 Metern merkt man die Höhe zwar ordentlich (Coca-Tee wurde schnell unser bester Freund), aber genau dieses Anden-Feeling macht die Stadt so besonders. Am ersten Morgen war der Himmel grau, und auf der Plaza de Armas lief gerade eine Veranstaltung mit Bühne, Zelten und Werbeballons, während Tänzer in roten Kostümen über den Platz zogen. Am frühen Nachmittag glänzte der Platz dann nass vom Regen.

Kopfsteinpflaster, bunte Märkte, kleine Cafés und überall diese beeindruckenden Inka-Mauern, auf denen später die spanischen Kolonialbauten entstanden sind – Geschichte ist hier wirklich an jeder Ecke spürbar. An einem Marktstand hat Rebecca sich durch die Ponchos probiert, den rot gemusterten trug sie gleich am nächsten Tag auf dem Rainbow Mountain.

Rebecca probiert an einem Marktstand voller Wolldecken und Pullover einen rot gemusterten Poncho mit Fransen an

In einer Bar warben Tafeln mit Happy Hour für Pisco Sour, Chilcano und Negroni, dazu der Hinweis „Cuy ready in an hour“ – Meerschweinchen gibt es hier also auf Vorbestellung. Nach dem Rainbow Mountain standen wir abends gegen halb sechs wieder auf der Plaza de Armas, in der Dämmerung und mit noch nassem Boden. Erst am übernächsten Tag zeigte sich Cusco unter blauem Himmel: Wir kamen an einer Bronzestatue mit erhobenem Arm auf einem runden Steinturm vorbei und standen danach in einem Kreuzgang mit zwei Stockwerken voller Arkaden, unter dem ein Garten an einer geschwungenen Inka-Mauer liegt. Mittags gab es zwei Burger mit Pommes.

Tisch mit einem bunten Salat mit Getreide und Karotten und einem Burger mit Pommes, dazu Tee und ein grüner Saft
Eingang einer Bar in einer Steinmauer, daneben Kreidetafeln mit Happy-Hour-Cocktails und dem Hinweis „Cuy ready in an hour“ mit gezeichnetem Meerschweinchen
Meerschweinchen, auf Vorbestellung.

Als ehemalige Hauptstadt des Inka-Reichs ist Cusco heute der perfekte Mix aus Tradition, Backpacker-Vibes und Ausgangspunkt für Abenteuer Richtung Machu Picchu. Trotz der vielen Reisenden fühlt sich alles authentisch an: lebendig, ein bisschen chaotisch, aber total charmant. Für uns war Cusco definitiv mehr als nur ein Zwischenstopp.

Selfie von Max und Rebecca in einem Kreuzgang mit Arkaden, dahinter ein Kirchturm mit Kuppel
Die Sonne verschwindet hinter einem Bergkamm, im Schatten davor Machu Picchu und der Huayna Picchu, vorne eine grüne Terrasse
Bewertung: 4,5 von 5
Art
Hostel
Wann
25. – 28. Mai 2025
Nächte
3
Preis
117 € gesamt3 Nächte
Zimmer
Doppelzimmer

Für unseren Aufenthalt in Cusco haben wir uns unter anderem für das Backpacker La Bo’M entschieden – und insgesamt hat es uns wirklich gut gefallen.

Das Hostel ist bunt, alternativ und sehr backpacker-lastig: eine entspannte, offene Atmosphäre mit vielen jungen Reisenden aus aller Welt. Wir hatten ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, Parkettboden und Blick in den kleinen Innenhof, ausgestattet mit Schreibtisch und Kleiderschrank. Alles eher einfach, aber sehr nahbar und freundlich.

Hinter dem Bett zieht sich ein großes Wandbild mit Bergen, einem Kondor, Kakteen und einer Frau mit Lama, dazu eine pinke Wolldecke, eine orange Wand und ein Kleiderschrank aus Holz. Aus dem Fenster schaut man in einen grünen Innenhof mit bunten Holzbalkonen und Wimpelketten. Auf einer Kreidetafel sind die Gäste nach Zimmern aufgelistet, unseres hieß „Tawantinsuyu“.

Das Frühstück war ein Highlight: so viele Crêpes, wie man wollte, dazu Saft und Käse.

Ein kleiner Minuspunkt war ein Ameisenbefall in unserem Zimmer. Die Rezeption hat allerdings sofort reagiert und sich darum gekümmert. Kein Luxus also, aber eine sehr angenehme, herzliche Unterkunft mit toller Lage.

Doppelbett mit pinker Wolldecke vor einem Wandbild mit Bergen, einem Kondor, Kakteen und einer Frau mit Lama
Blick aus dem Zimmerfenster in einen grünen Innenhof mit bunten Holzbalkonen und Wimpelketten

Hat uns gefallen

  • Crêpes-Frühstück, so viel man will
  • Sieben Minuten zu Fuß zum Hauptplatz, trotzdem ruhig
  • Doppelzimmer mit eigenem Bad und Blick in den Innenhof

Weniger gut

  • Ameisen im Zimmer – die Rezeption hat es aber sofort gelöst

WLAN · Frühstück

Bewertung: 4 von 5
Art
Hotel
Wann
31. Mai – 1. Juni 2025
Nächte
1
Zimmer
Doppelzimmer

Direkt nach dem Inka Trail haben wir uns bewusst gegen ein Hostel und für etwas mehr Komfort entschieden – und sind ins El Mariscal Cusco gezogen.

Nach mehreren Tagen Trekking war das genau die richtige Entscheidung: ein richtiges Hotelzimmer mit eigenem Bad, Minibar und Fernseher fühlte sich plötzlich wie purer Luxus an. Alles war sauber, ruhig und deutlich privater als zuvor.

Das Hotel liegt sehr zentral, nur etwa 400 Meter von der Plaza San Blas und rund 800 Meter vom Hauptplatz entfernt, die Avenida El Sol ist fußläufig erreichbar. Trotz der zentralen Lage war es angenehm ruhig.

Im Preis inbegriffen ist ein amerikanisches Frühstück mit Schinken, Eiern, Kaffee, Milch, Brot und Säften. Leider konnten wir es nicht nutzen, weil wir am nächsten Morgen direkt weiter ins Heilige Tal aufgebrochen sind – etwas schade, denn nach dem Inka Trail hätten wir es uns eigentlich verdient gehabt.

Hat uns gefallen

  • Nach dem Inka Trail genau die richtige Entscheidung
  • Sehr zentral und trotzdem ruhig

Weniger gut

  • Das inkludierte Frühstück konnten wir wegen früher Abreise nicht nutzen

WLAN · Frühstück · Heizung

Bewertung: 4,5 von 5

Landschaftlich beeindruckend – und das Red Valley ist die 30 Soles unbedingt wert.

Wann
26. Mai 2025
Start
03:30 Uhr
Dauer
13,5 Std.
Preis
18 € p. P.zzgl. 30 Soles Eintritt, optional 30 Soles Red Valley
Schwierigkeit
Anspruchsvoll
Höchster Punkt
5.010 m
Strecke
3,5 km

Start war bereits um 3:30 Uhr, zurück in Cusco waren wir gegen 17:00 Uhr.

Nach etwa zwei Stunden Fahrt legten wir in Cusipata einen Frühstücksstopp ein, gegen Viertel nach sechs in einem Restaurant mit Strohdach und einem Steinrelief. Das Buffet war wirklich lecker und reichhaltig – eine gute Grundlage für das, was noch kommen sollte.

Anschließend ging es eine weitere Stunde mit dem Bus zum Ausgangspunkt der Wanderung auf etwa 4.850 Metern, wo wir gegen Viertel nach acht ankamen. Es lag frischer Schnee: Parkplatz, Weg und Hänge waren weiß überzuckert. Von dort startet die rund 3,5 Kilometer lange Strecke zum Rainbow Mountain. Die Wanderung führt über teils ebenes, teils ansteigendes Gelände – technisch nicht besonders schwierig, aber die Höhe macht sie definitiv anspruchsvoll. Wanderstöcke wurden vom Anbieter gestellt, was sehr hilfreich war.

Unterwegs erwarten einen beeindruckende Landschaften und Begegnungen mit Alpakas, Lamas und sogar Vicuñas in freier Wildbahn. Auf dem Weg sind außerdem Pferde mit ihren Führern unterwegs. Am Gipfel auf 5.010 Metern hat man Zeit für eine Pause und – bei gutem Wetter – eine fantastische Aussicht auf die farbigen Gesteinsschichten. Wir waren etwa von zwanzig nach neun bis kurz nach zehn oben, zwischen den Steinen lag noch Schnee, am Aussichtspunkt herrschte dichtes Gedränge, und ein Kiosk verkaufte Süßigkeiten und Getränke. Über den Grat lief sogar ein Lama. Rebecca trug oben den rot gemusterten Poncho, den sie am Tag vorher auf dem Markt in Cusco anprobiert hatte.

Optional kann man noch weiter ins Red Valley wandern, was wir auf jeden Fall empfehlen würden. Der zusätzliche Aufstieg lohnt sich, denn der Blick über die intensiv rot gefärbte Landschaft ist spektakulär und deutlich weniger überlaufen. Wir waren dort etwa von halb elf bis kurz nach elf und haben die Drohne steigen lassen, diesmal ganz offiziell. Oben am Rainbow Mountain sind Drohnen nämlich verboten. Das wussten wir, haben sie dort trotzdem kurz fliegen lassen und prompt Ärger bekommen. Von dort führt ein direkter Weg zurück zu den Bussen, an denen wir gegen zwölf wieder waren.

Zurück in Cusipata gab es im gleichen Restaurant ein Mittagsbuffet. Unser Guide nutzte die Gelegenheit, uns anhand eines Modells noch einige Hintergrundinfos zur Entstehung der Farben und zur Region zu geben. Auf dem Modell sind die Schichten mit Namen wie „Mostaza o dorado“ oder „Morado o lavanda“ beschriftet.

Ein langer, anstrengender Tag – aber landschaftlich absolut beeindruckend.

Rebecca mit Wanderstock auf dem Weg nach oben, um sie herum andere Wandernde, dahinter frisch verschneite Berge
Die farbigen Gesteinsschichten des Rainbow Mountain in Rot, Grün, Ocker und Violett, unten eine Menschenmenge auf dem Aussichtsgrat
Max und Rebecca mit Wanderstöcken vor den breiten farbigen Streifen des Berges, am Boden liegt Schnee
Ein zotteliges Lama läuft zwischen Besuchern über den Gipfelgrat, dahinter der gestreifte Berg
Modell des Rainbow Mountain in einer Glasvitrine, beschriftet mit den Namen der Farbschichten
Drohnenblick auf Max und Rebecca, die klein auf einem Geröllhang stehen, hinter ihnen das tiefrot gefärbte Red Valley

Gut zu wissen

  • Höhenkrankheit kann hier stark einsetzen, Medikamente mitnehmen
  • Langsam und gleichmäßig gehen, bergauf wie bergab
  • Wanderstöcke stellt der Anbieter, eigene sind aber angenehmer
  • Am Rainbow Mountain sind Drohnen verboten, im Red Valley erlaubt
  • Das Red Valley ist deutlich weniger überlaufen und lohnt sich

Eingepackt

  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • Kopfbedeckung
  • Zwiebellook
  • Wanderschuhe
  • Wanderstöcke
  • Drohne

Inka Trail

Aktivität

Bewertung: 5 von 5

Teuer, hart, ohne Dusche – und rückblickend jeden einzelnen Euro wert.

Wann
28. – 31. Mai 2025
Start
04:00 Uhr
Dauer
4 Tage
Preis
800 € p. P.mit Schlafsack, Matte und Trinkgeld eher 900 bis 1.000 EUR
Schwierigkeit
Hart
Höchster Punkt
4.215 m
Strecke
42 km
Anbieter
TreXperience

Der Inka Trail nach Machu Picchu war ohne Frage das absolute Highlight unserer Peru-Reise – vier Tage Wandern, 42 Kilometer zu Fuß, kein Netz, dafür Wolken, mystische Ruinen und jede Menge Höhenmeter. Vier Tage, die sich gleichzeitig endlos und viel zu kurz angefühlt haben.

Allein der Preis hatte es in sich: Rund 800 Euro pro Person haben wir für die Tour bezahlt, dazu kamen Schlafsäcke, Luftmatratzen und das Trinkgeld für Köche und Träger – insgesamt sollte man also mit etwa 900 bis 1.000 Euro pro Person rechnen. Günstig ist das nicht, aber rückblickend war es jeden einzelnen Euro wert.

Wir haben uns für den Anbieter TreXperience entschieden und können ihn wirklich wärmstens empfehlen. Schon am Vorabend wurden wir zu einem ausführlichen Briefing eingeladen: wann es losgeht, wie viel Gepäck erlaubt ist, wo unser restliches Gepäck in Cusco gelagert wird und welche Ausrüstung sinnvoll ist. Außerdem konnten wir Wanderstöcke oder Schlafsäcke zubuchen und bekamen unsere Duffle Bags ausgehändigt – maximal 7 kg, dazu jeweils der eigene Rucksack.

Bei dieser Vorabendrunde lernten wir auch unsere Mitreisenden kennen. Wir waren insgesamt 14 Personen, eine erstaunlich bunte und internationale Gruppe: eine amerikanische Familie mit zwei Teenagern, ein Paar aus Spanien, ein Vater mit seiner Tochter, vier alleinreisende Frauen aus Kanada, England, Russland und der Schweiz sowie ein Alleinreisender aus Frankreich. Unsere Hauptguide war eine mittelalte Frau, die das großartig gemacht hat – souverän, herzlich und unglaublich kompetent, unterstützt von einem jüngeren Nebenguide.

Beim Infoabend erfuhren wir außerdem, dass wir Machu Picchu bereits am Ende des dritten Tages erreichen würden. Aufgrund ungewöhnlich starker Regenfälle im Februar war die geplante dritte Campsite nicht nutzbar. Erst fanden wir das schade, weil wir uns die letzte Nacht mitten in den Bergen vorgestellt hatten. Wie sich später herausstellte, hatte die Änderung durchaus ihre Vorteile.

Tag 1 – Der Beginn des Abenteuers

Der erste Tag startete brutal früh: Um 4 Uhr morgens wurden wir am Hotel abgeholt. Noch halb verschlafen ging es im Bus etwa 2,5 Stunden Richtung Kilometer 82, dem Dorf Piscacucho und offiziellen Startpunkt. Unterwegs stoppten wir in Ollantaytambo für ein Frühstück und letzte Besorgungen.

Gegen halb zehn erreichten wir den Trailhead, trafen unser Team aus Köchen und Portern und bekamen eine letzte Einweisung. Am roten Schild „Camino Inka – Inka Trail, Rutas 01 y 02“ gab es das obligatorische Gruppenfoto, mit den beiden Guides waren wir 16 Leute. Dann passierten wir den Checkpoint – Reisepass vorzeigen nicht vergessen – und setzten den ersten Fuß auf den Weg zur verlorenen Stadt der Inka.

Die Wandergruppe mit Wanderstöcken in einer Reihe vor dem roten Schild „Camino Inka – Inka Trail“, dahinter steile Felswände unter blauem Himmel
Die ganze Gruppe am Startpunkt.

Die erste Etappe war mit etwa drei Stunden vergleichsweise sanft. Wir liefen an kleinen Dörfern vorbei und erreichten die archäologische Stätte Llactapata, mit wunderschönen Ausblicken auf Patallacta und Willkaraqay. Nach einer weiteren Stunde erreichten wir Hatunchaca, wo unsere Köche ein frisch zubereitetes Mittagessen servierten – Suppe, Hauptgang, Tee, besser als so manches Restaurant.

Max und Rebecca mit Wanderstöcken an einem Aussichtspunkt, hinter ihnen im Tal ausgedehnte Inka-Terrassen und ein hoher Bergrücken unter Wolken

Gestärkt wanderten wir noch etwa zwei Stunden bis zu unserem ersten Camp in Ayapata. Den Weg teilten wir uns den ganzen Tag mit Maultieren, Eseln und Pferden, die bunt verschnürte Lasten schleppten. An einem Holzschild war das Höhenprofil des gesamten Trails aufgezeichnet, und gegen halb fünf begrüßte uns das Schild von Wayllabamba. Gegen 17 Uhr kamen wir an, die Zelte waren bereits aufgebaut, und wir wurden mit Tee, Popcorn, Kaffee und Keksen empfangen.

In Zahlen: 14 Kilometer, rund 6 Stunden Gehzeit, maximale Höhe 3.300 m. Offiziell gilt der Tag als moderat. Für uns fühlte er sich fast so anstrengend an wie Tag zwei – vor allem wegen der extremen Sonne und Hitze.

Tag 2 – Der Tag, vor dem uns alle gewarnt haben

Heute wird der härteste Tag. Diesen Satz haben wir am Vorabend mehr als einmal gehört. Und spätestens als uns einer aus unserer Gruppe erzählte, der den Trail vor 30 Jahren schon einmal allein gewandert war, dass er damals am zweiten Tag vor Erschöpfung geweint hat, wussten wir: Das wird kein Spaziergang.

Der Morgen begann immerhin komfortabel: Noch vor Sonnenaufgang, um 04:30 Uhr, brachte uns unser Guide heißen Coca-Tee direkt ans Zelt. An diesem Vormittag hatten wir außerdem die letzten normalen Toiletten auf dem Weg. TreXperience hatte ein Toilettenzelt dabei, danach waren es oft nur noch Löcher im Boden. Und Duschen? Fehlanzeige. Umso besser, dass wir Feuchttücher dabeihatten.

Nach dem Frühstück ging es direkt los – vier Stunden bergauf bis zum Dead Womans Pass auf 4.215 Metern, dem höchsten Punkt des gesamten Trails. Die Sonne hatte sich zurückgezogen, es war wolkig und deutlich kühler als am Vortag, aber das machte die Sache nicht leichter.

Die Höhenmeter hatten es in sich. Und vor allem diese Stufen: teilweise extrem hoch, ungleichmäßig, scheinbar endlos. Jeder Schritt brannte in den Oberschenkeln, der Atem wurde kürzer, das Tempo langsamer. Man läuft, schaut nach oben – und sieht noch mehr Treppen. Oben angekommen wurden wir belohnt. Ein Moment irgendwo zwischen Erschöpfung, Ehrfurcht und Stolz. Kurz nach zehn standen wir am Schild „Abra Warmiwañusca“, dem offiziellen Namen des Passes. Der Himmel war grau, und Rebecca hatte sich mit Stirnband und Schal gegen die Kälte eingepackt.

Max und Rebecca stehen links und rechts vom Schild „Abra Warmiwañusca“ auf dem Pass, dahinter ein wolkenverhangener Felsgipfel
Oben. 4.215 Meter.

Doch damit war der Tag noch lange nicht vorbei. Nach zwei Stunden Abstieg ins Pacaymayo Alto Valley wartete das Mittagessen – dringend nötig, die Beine fühlten sich an wie Pudding. Danach folgte der zweite Anstieg zum Runkuraqay-Pass auf 4.000 Metern. Unterwegs erkundeten wir die Inka-Stätten Runkuraqay und Sayacmarca, die spektakulär in den Berghängen liegen.

Die letzten 30 bis 60 Minuten hatten es nochmal anders in sich: Plötzlich zog dichter Nebel auf, die Sicht wurde schlechter, und schließlich begann es zu regnen. Die ohnehin rutschigen Steinstufen wurden glatt, alles wirkte mystisch und ein bisschen surreal. Die Berge verschwanden im Grau, Geräusche wurden gedämpft – nur noch das Prasseln auf den Regenjacken und das konzentrierte Setzen jedes einzelnen Schrittes.

Max und Rebecca in blauen Regenponchos zwischen Inka-Mauern aus grauem Stein, dahinter nur Nebel
Regenponchos statt Aussicht.

Als wir unser zweites Camp in Chaquicocha auf 3.600 Metern erreichten, waren wir durchnässt, müde und ehrlich gesagt ziemlich am Limit. 16 Kilometer, rund 10 Stunden, maximale Höhe 4.215 Meter. Der Regen blieb die ganze Nacht.

Niemand von uns hat geweint. Aber wir konnten plötzlich sehr gut verstehen, warum man es hätte tun können.

Tag 3 – Unser schönster Tag

Auch der dritte Tag startete um 04:30 Uhr. Wir hörten den Regen die ganze Nacht; als wir aufstehen mussten, wurde er glücklicherweise weniger. Trotzdem taten uns die Porter leid – die Zelte waren durch den Regen noch schwerer geworden.

An diesem Morgen gab es eine besondere Vorstellungsrunde mit unserem gesamten Team aus Portern und Köchen. Insgesamt etwa 22 Männer, sehr unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Regionen des Landes. Der Älteste war über 70. Jeder stellte sich kurz vor, und wir konnten uns persönlich bedanken. Wenn man weiß, dass sie rund 20 Kilogramm tragen, manche in einfachen Sandalen, bekommt man eine ganz andere Demut. Sie haben uns auf dem Trail ständig überholt, scheinbar mühelos, und jedes Mal haben wir ihnen zugejubelt. Ohne sie wäre dieses Erlebnis nicht möglich gewesen.

Der Weg führte durch völlig unterschiedliche Landschaften: mystischer Nebelwald, moosbewachsene Bäume, üppige Vegetation, und immer wieder öffneten sich spektakuläre Panoramen. Gegen 7:40 Uhr führte der Pfad durch einen Durchgang im Fels, fast ein kleiner Tunnel, und ab etwa 8 Uhr liefen wir über den Wolken, die unter uns in den Tälern hingen. Besonders beeindruckend war der Blick auf den Salkantay. Unterwegs besichtigten wir zwei Inka-Stätten: Phuyupatamarca, die Stadt in den Wolken, mit Blick ins Urubamba-Tal, sowie Intipata, die Terrassen der Sonne – perfekt angelegte Terrassen in sattgrünen Berghängen, fast surreal.

Max und Rebecca mit Sonnenbrillen auf einem Grat, hinter ihnen quellen Wolken aus den Tälern zwischen dunklen Bergen
Rebecca lächelt im Essenszelt, vor ihr ein Teller Suppe auf blauer Tischdecke, draußen Bäume und Berge
Mittagessen auf dem Inka Trail, gekocht von unserem Team.

Eigentlich hätte hier der klassische dritte Tag geendet. Mittags saßen wir am Camp im Essenszelt, wieder mit einer heißen Suppe vor uns. Doch für uns ging es weiter. Nach ewig langen Treppen abwärts begann der letzte Aufstieg: etwa eine Stunde bis zum Sonnentor Intipunku. Die Stufen waren an einer Stelle so steil, dass wir auf allen vieren klettern mussten. Aber genau im richtigen Moment schienen auf den letzten Stufen Sonnenstrahlen durch das Tor. Und dann war er da, gegen zehn nach drei: der erste Blick auf Machu Picchu, in der Nachmittagssonne, zwischen einzelnen Wolken, in saftigem Grün. Selbst nach drei intensiven Wandertagen war dieser Moment pure Gänsehaut.

Rebecca sitzt von hinten gesehen auf einem Felsen und schaut über das Tal auf die ferne Ruinenstadt Machu Picchu im Nachmittagslicht

Vom Sonnentor stiegen wir langsam weiter hinab und folgten dem oberen Panoramaweg für die ikonischen Postkartenblicke. Ab halb fünf standen wir auf einer Terrasse direkt über der Ruinenstadt, Rebecca in einem bunten Poncho, und sahen zu, wie um zehn vor fünf die Sonne hinter dem Bergkamm verschwand. Es wurde dunkel, wir stiegen ab und fuhren mit dem Bus zur Campsite am Fuße von Machu Picchu.

Die Ruinenstadt Machu Picchu mit grünen Plätzen und Terrassen, dahinter der Huayna Picchu im warmen Licht

In Zahlen: 16 Kilometer, rund 8 Stunden, höchster Punkt etwa 3.600 Meter.

Tag 4 – Ein zweites Mal Machu Picchu

Am vierten Tag durften wir tatsächlich etwas länger schlafen, bis etwa 7 Uhr. Kein Weckerklingeln um 4, kein Zusammenpacken im Halbdunkel, stattdessen ein gemütliches Frühstück. Und an dieser Stelle nochmal: Alle Mahlzeiten während der gesamten Tour waren durchgehend hervorragend.

Anschließend machten wir uns früh auf den Weg zum Haupteingang. Nach dem Check-in erkundeten wir die Anlage mit unserem Guide – Tempel, Paläste, Wasserbecken und astronomische Beobachtungspunkte. Auf den Terrassen grasten Lamas, als gehörte ihnen der Laden. Die optionale Besteigung des Huayna Picchu haben wir nicht gemacht; unsere Beine hatten genug Höhenmeter gesammelt.

Was diesen Tag besonders machte, war das Wetter: strahlend blauer Himmel, Sonne, perfekte Sicht. Und genau hier zeigte sich der Vorteil unserer angepassten Variante – wir hatten zweimal die Chance, Machu Picchu zu sehen. Einmal am Vorabend in der warmen Abendsonne, fast mystisch und mit weniger Trubel, und einmal am nächsten Morgen, klar und sonnendurchflutet. Viele wandern den gesamten Trail und sehen am Ende wegen des Nebelwaldes kaum etwas. Wir hatten schlichtweg zweimal Glück.

Nach der Führung fuhren wir hinunter nach Aguas Calientes, aßen Mittag und schlenderten durch die kleine Stadt – über die Brücke am Fluss und zum Platz mit der Statue und dem großen „Machupicchu Pueblo“-Schriftzug. Am Nachmittag nahmen wir den Panoramazug Vistadome zurück Richtung Cusco. Online wird diese Fahrt oft als Highlight beschrieben – ehrlich gesagt hatten wir uns mehr erwartet. Bei uns war der Zug im Preis inkludiert, separat gebucht ist er recht teuer und aus unserer Sicht den Preis nicht wert. Überraschend unterhaltsam war allerdings die kleine Modenschau mitten während der Fahrt: Die Bahnbegleiter präsentierten Alpaka-Mode wie auf einem Catwalk durch den Zug, einer trug sogar eine auffällige Maske: ein Teufelsgesicht mit Hörnern und blonder Perücke, dazu ein rosa besticktes Kostüm. Draußen versank das Heilige Tal derweil in der Abenddämmerung.

Innenraum eines Zugwagens mit Ledersitzen, Tischen und Panoramafenstern bis ins Dach, draußen grüne Berghänge
Vier kleine Häppchen auf gelber Creme, aufgereiht auf einem länglichen Keramikteller auf einem Holztisch
Mittagessen in Aguas Calientes, nach vier Tagen Campküche.

Gegen halb acht abends kamen wir wieder in Cusco an, bekamen unser gelagertes Gepäck zurück und mussten Abschied von unserer Gruppe nehmen. Vier Tage gemeinsam wandern, schwitzen, lachen und kämpfen schweißen zusammen – der Abschied fiel uns wirklich schwer.

Zurück im Hotel wartete das, was wir plötzlich mehr zu schätzen wussten als alles andere: eine warme Dusche und ein bequemes Bett.

Aufgerollte blaue Schlafsäcke und Rucksäcke auf einer Plane im Camp, dahinter ein rosa Zelt und Männer in grünen Jacken beim Zusammenpacken
Max und Rebecca auf gepflastertem Weg vor einem Durchgang im Fels, rundherum Moos und dichter Bergwald
Inka-Anlage mit moosbewachsenen Steinmauern an einem Hang, oben auf den Mauern stehen Wanderer, dahinter Felsen und Nebel
Steile, grasbewachsene Inka-Terrassen mit Stützmauern aus Stein unter bewölktem Himmel

Gut zu wissen

  • Am Vorabend gibt es ein ausführliches Briefing, Duffle Bag maximal 7 kg
  • Reisepass am Checkpoint bereithalten
  • Ab Tag 2 gibt es keine normalen Toiletten mehr und keine Duschen
  • Feuchttücher sind vier Tage lang das Duschersatzprogramm
  • Trinkgeld für Köche und Porter separat einplanen
  • Huayna Picchu muss vorab gebucht werden

Eingepackt

  • lange Sporthosen (mehrere)
  • kurz- und langärmlige Sportshirts
  • Regenjacke und Regencape
  • Wandersocken
  • eingelaufene Wanderschuhe
  • Stirnlampe
  • Reisehandtuch
  • Feuchttücher
  • Sonnencreme
  • faltbare Trinkflaschen
Wann
1. Juni 2025
Preis
27 € p. P.mit Mittagessen

Im Plan steht diese Tour zweimal: einmal fest am 27. Mai, dem Tag vor dem Inka Trail, mit dem Zusatz „INFO VERANSTALTUNG INCA TRAIL“ – an diesem Tag war also ohnehin der Vorbesprechungstermin. Und einmal noch einmal als Teil von „Option 1“ für die Zeit danach, dort mit 27 Euro beziffert.

Inhaltlich sind es zwei Orte: die Salinas de Maras, mehrere tausend terrassierte Salzbecken an einem Hang, die seit der Inka-Zeit von einer Salzquelle gespeist werden, und Moray, wo konzentrische Terrassenringe in Senken gegraben wurden – vermutlich, um verschiedene Mikroklimata für den Anbau zu testen.

Der Reisebericht erwähnt die Tour nicht, die Fotos schon – allerdings nicht am 27. Mai, sondern am 1. Juni, dem Tag nach Machu Picchu. Kurz vor acht waren wir in Chinchero, gegen halb zehn an den Salzbecken, danach in Moray, mittags in Ollantaytambo und am späten Nachmittag in Pisac.

In Chinchero steht eine weiße Kolonialkirche mit Glockenturm direkt auf alten Inka-Mauern, davor breiteten Frauen ihre Waren auf dem Rasen aus. Danach, zwischen halb neun und neun, gab es eine Vorführung, wie Wolle gefärbt und gewebt wird: Frauen in Tracht mit roten Hüten, Schalen voller Farbpflanzen und fertig gefärbter Wolle, und in den Ställen daneben Lamas, Alpakas und Meerschweinchen.

Die Salzbecken sahen wir zuerst aus dem Busfenster, dann von oben am Geländer. An der Quelle, die alles speist, hängt ein Schild „Manantial – Salt Water Spring, T° = 32 °C“ – das Salzwasser ist also richtig warm. In Moray lagen drei verschieden große Terrassenkreise nebeneinander, an einem davon stand ein Schild „Intihuatana Muyu“. In Ollantaytambo empfing uns am Eingang ein Markt mit Ständen voller Mützen und Textilien, und oben am Hang, vor den riesigen Steinblöcken, stand das Schild „Templo del Sol“. Zwischendurch schlief Rebecca im Bus einfach ein – verständlich, so kurz nach dem Inka Trail.

Max und Rebecca stehen an einem Holzgeländer, hinter ihnen die terrassierten Salzbecken von Maras im Tal
Eine Frau in traditioneller Tracht mit rotem Hut sitzt unter einem Wellblechdach vor Schalen mit gefärbter Wolle, Pflanzen und Rohwolle
Konzentrische Terrassenringe von Moray in einer grünen Senke, dahinter ein trockener Hügel mit Feldern
Blick von den Terrassen hinunter auf Ollantaytambo mit Ruinen, Dächern und Bäumen, dahinter ein steiler Felsberg unter grauem Himmel
Geschwungene grüne Terrassen an einem Berghang bei Pisac, dahinter Felsen und Berge unter Wolken im Abendlicht

Puerto Maldonado

2. – 5. Juni 2025 · 3 Nächte · Puerto Maldonado

Etappe 8 von 9 · Anreise per Flug, 55 Min.

Weiter ging es für uns nach Puerto Maldonado – und plötzlich waren wir mitten im Dschungel statt in den Anden. Geflogen sind wir mit Sky Airline: um 09:28 Start in Cusco, und um 10:12 lag unter der grünen Flügelspitze mit dem „SKY“-Schriftzug schon der Regenwald. Kaum angekommen, hat sich alles anders angefühlt: warme, feuchte Luft, das Zirpen und Kreischen aus allen Richtungen und dieser typische Geruch nach tropischem Regenwald.

Blick aus dem Flugzeugfenster auf einen breiten, lehmbraunen Fluss, der sich durch dichten grünen Regenwald zieht, oben die grüne Flügelspitze
Anflug auf Puerto Maldonado. Eine Stunde vorher waren es noch die Anden.

Von hier aus startet man in den peruanischen Amazonas, und schon die Bootsfahrt über den Río Tambopata war ein kleines Abenteuer für sich. Gegen halb zwölf lagen die schmalen Holzboote dann auf der Sandbank vor unserer Lodge.

Zwei schmale Holzboote liegen am sandigen Ufer eines breiten braunen Flusses, gegenüber eine Wand aus Regenwald unter blauem Himmel mit Wolken

Die Tage im Dschungel waren ein kompletter Kontrast zu Cusco: statt Kopfsteinpflaster schlammige Pfade, statt dünner Höhenluft tropische Schwüle – und statt Kirchenglocken hörten wir Brüllaffen und exotische Vögel. Mit Guide ging es tief in den Regenwald, wir haben Kaimane im Dunkeln aufgespürt und mit etwas Glück sogar bunte Aras gesehen.

Puerto Maldonado selbst ist eher der Ausgangspunkt, aber genau das macht es so besonders: Hier beginnt das echte Amazonas-Abenteuer, und wir haben jede Minute davon aufgesogen. Am letzten Vormittag, zwischen Clay Lick und Rückflug, haben wir uns die Stadt dann doch noch kurz angeschaut: ein Café, ein Aussichtspunkt über die roten und blauen Wellblechdächer und die Plaza Grau am Fluss mit Uhrturm, Anker und dem großen Schriftzug „Madre de Dios – Diverso por naturaleza“.

Bewertung: 5 von 5
Art
Lodge
Wann
2. – 5. Juni 2025
Nächte
3
Zimmer
Privatzimmer

Wir haben vier Tage und drei Nächte in Charlie’s Green House Tambopata verbracht. Es war eine einzigartige Zeit.

Der Hinweg war aufregend, weil der Weg dorthin in einem wirklich schlechten Zustand ist. Wir konnten nur langsam fahren und es hat in einer Tour ordentlich geruckelt – Rebecca hat sich direkt gefragt, ob diese Tour eine gute Idee war. Als wir angekommen waren, verließen gerade andere Gäste das Gelände, die sich total vertraut mit den Angestellten unterhalten und uns zugerufen haben, dass wir die Zeit lieben werden. Sie hatten recht.

Die Unterkunft. Es sind drei Holz-Dschungelhäuser mit je einer Wohnung unten und oben. Privatsphäre gibt es nicht viel, weil die Häuser in großen Teilen nur mit einer Kombination aus Holzbrettern und Draht versehen sind – man kann andere Gäste sehen und in jedem Fall hören. Das hat uns nicht gestört, zumal wir mit einem weiteren Paar die einzigen Gäste waren. Die Atmosphäre, die dadurch entstand, war toll: Man hatte das Gefühl, mitten im Dschungel zu schlafen, und war es auch. Die ganze Zeit Tiergeräusche, daneben absolute Stille. Auch die Gemeinschaftsbereiche, Küche und Bar sind mit viel Liebe hergerichtet, dazu gibt es einen kleinen Pool. Über der Uferböschung hängt ein großes Netz, auf dem man direkt über dem Fluss liegen kann. Auf dem Gelände leben Papageien – frei und in Käfigen, weil sie wieder aufgepäppelt werden – sowie Schildkröten. Im Käfig saßen ein Hellroter und ein Blau-gelber Ara mit einem grünen Papagei, ein anderer grüner Papagei lief frei herum und saß gern auf dem Bartresen oder dem Kühlschrank. Eine Schildkröte hatte es sich in einer alten Schubkarre bequem gemacht, und im Garten hängen Futterstellen für Kolibris. Dazu kam ein großer brauner Hund, der sich am liebsten zu uns an die Hängematte gelegt hat. An einem Tag haben uns Affen besucht und sich an einem hängenden Bananenstrauch bedient, während wir zwei Meter weiter in der Hängematte lagen.

Die Touren waren wirklich gut organisiert und haben uns zu schönen Orten gebracht. Natürlich gab es welche, die uns besser gefallen haben als andere, aber insgesamt war es ein gut gefülltes Programm. Das lag vor allem an unserem Guide Sergio, der sehr erfahren war und viel über Tiere, Natur und Kultur erzählen konnte. Seine Augen haben einfach alles gesehen.

Die Gastgeber und Angestellten waren so herzlich, dass es schwer zu beschreiben ist. Und das Essen war der Wahnsinn: jeden Morgen ein gutes Frühstück, mittags und abends ordentliche Portionen, auf Wunsch vegetarisch, dazu meist frischer Saft.

Falls wir einen Kritikpunkt nennen sollen: Am zweiten Tag gab es morgens etwa drei Stunden lang kein Wasser und keinen Strom. Toilette, Duschen, Händewaschen – nichts ging.

Ein grüner Papagei steht auf dem Holztresen der Bar und schaut auf ein Wasserglas
An der Bar saß meist schon jemand.
Rebecca liegt lachend in einer gestreiften Hängematte und krault einen großen braunen Hund
Eine Landschildkröte sitzt in einer alten Schubkarre auf einem gepflasterten Weg

Hat uns gefallen

  • Man schläft wirklich mitten im Dschungel, mit Tiergeräuschen die ganze Nacht
  • Guide Sergio sieht schlicht alles
  • Herausragendes Essen, auch vegetarisch, dazu frischer Saft
  • Außergewöhnlich herzliche Gastgeber

Weniger gut

  • An einem Morgen drei Stunden ohne Wasser und Strom
  • Die Anfahrt über die Piste ist ordentlich ruppig
  • Kaum Privatsphäre – die Häuser sind nur mit Holzbrettern und Draht verkleidet

Frühstück · Pool

Bewertung: 3 von 5

Lehrreich, aber ernüchternd – hier lernt man vor allem Geduld.

Wann
2. Juni 2025
Start
12:03 Uhr
Dauer
2,5 Std.
Schwierigkeit
Leicht
Anbieter
Charlies Green House Tambopata

Direkt nach unserer Ankunft im Green House Tambopata sind wir mit unserem Guide Sergio und einem Boot über den Fluss in den gegenüberliegenden Regenwald gefahren. Auf dieser Seite leben nur wenige Indigene, sodass die Chance, Tiere anzutreffen, deutlich höher ist.

Wir sind etwa zwei Kilometer in den Dschungel hinein- und wieder zurückgegangen, haben Früchte probiert und viel über die Pflanzen gelernt. Stellenweise führte der schmale Pfad durch einen richtigen Tunnel aus überhängenden, verzweigten Bäumen. Gesehen haben wir vor allem Termitennester, große dunkle Klumpen oben in den Astgabeln, sowie einen Kaiman.

Gleichzeitig war die Tour ernüchternd. Wir haben hier gelernt, dass man mit dem Dschungel geduldig sein muss und Glück braucht, um Tiere zu sehen.

Rebecca läuft auf einem schmalen Erdpfad durch einen Tunnel aus überhängenden, verzweigten Bäumen
Großes dunkles Termitennest in der Astgabel eines Baumes im Dickicht
Termitennester gab es reichlich. Tiere weniger.
Rebecca folgt auf einem zugewachsenen Pfad zwischen Palmen einem Mann mit Rucksack

Gut zu wissen

  • Lange Kleidung wegen der Mücken
  • Gummistiefel gibt es in der Unterkunft

Eingepackt

  • lange Kleidung
  • feste Schuhe
  • Mückenschutz
  • Wasser
Bewertung: 5 von 5

Der Sonnenuntergang auf der Sandbank allein rechtfertigt die ganze Tour.

Wann
2. Juni 2025
Start
15:55 Uhr
Dauer
2,5 Std.
Schwierigkeit
Leicht
Anbieter
Charlies Green House Tambopata

Am Ende des ersten Tages haben wir eine Bootstour gemacht, kurz vor vier ging es los. Wir waren einige Zeit auf dem Fluss unterwegs und haben vom Boot aus Tiere beobachtet – Kaimane, ein Faultier, Capybaras und diverse Vogelarten. Unser Guide Sergio hat uns viel über sie erzählt. Das Faultier saß hoch oben in einem Baum am Ufer, richtig erkennen konnten wir es erst durch sein Fernglas.

Wir haben an einem wunderschönen Ort gehalten, einer sehr breiten Sandbank, und von hier den Sonnenuntergang beobachtet. Ganz allein waren wir dort nicht: Mehrere Boote lagen am Ufer, und weiter hinten standen andere Gruppen. Es war einer der schönsten Sonnenuntergänge, die wir je gesehen haben.

Den Weg zurück haben wir ebenfalls genutzt, um Tiere zu sichten. Der Guide hat wirklich ein sehr gutes Auge dafür – schon auf der Hinfahrt hatte er das Ufer immer wieder mit dem Fernglas abgesucht. Kurz nach sechs, längst im Dunkeln, trieb dann ein kleiner Kaiman im Lichtkegel der Lampe im Wasser.

Selfie von Rebecca und Max in roten Schwimmwesten im Boot, hinter ihnen der Fluss und bewaldetes Ufer im Abendlicht
Selfie von Max und Rebecca auf einer Sandbank, hinter ihnen ein orange leuchtender Streifen über dem Regenwald am Horizont
Auf der Sandbank, kurz bevor die Sonne weg war.
Ein kleiner Kaiman treibt nachts im Lichtkegel einer Taschenlampe auf dem dunklen Wasser
Rückfahrt im Dunkeln.
Durch ein Fernglas fotografiert, ein Faultier hängt in der Krone eines Baumes vor blauem Himmel
Das Faultier, durchs Fernglas des Guides.

Eingepackt

  • Fernglas
  • Kamera
  • leichte Jacke
  • Mückenschutz

Sandoval Lake

Aktivität

Bewertung: 5 von 5

Der beste Tag im Dschungel. Der Riesenotter beim Fressen war unvergesslich.

Wann
3. Juni 2025
Dauer
7 Std.
Preis
280 € p. P.4 Tage, 3 Nächte, laut Reiseplanung
Schwierigkeit
Leicht
Strecke
3 km
Anbieter
Charlies Green House Tambopata

Am zweiten Tag sind wir früh aufgebrochen. Mit dem Boot ging es Richtung Sandoval Lake, ab der Ablegestelle dann rund 1,5 Kilometer durch den Dschungel über einen gut ausgebauten Weg. Los ging es an einer großen Tafel der Reserva Nacional Tambopata mit einer Karte des Gebiets, und unterwegs kam später noch ein Holzschild des Schutzgebiets.

Unterwegs haben wir wieder viel über Pflanzen und Tiere gelernt und zum Beispiel Nester von Taranteln sowie eine Menge Ameisen gesehen. Besonders beeindruckt haben uns die gehenden Bäume mit ihren einzigartigen Wurzeln – sie können sich innerhalb eines Jahres bewegen, um den bestmöglichen Standort zu finden.

Mit einem Kanu ging es auf den See, erst noch durch einen schmalen, überfluteten Palmenwald, dann aufs offene Wasser. Dabei haben wir erneut schwarze Kaimane beobachten können. Außerdem verschiedene Vögel, unter anderem den beeindruckenden Hoatzin aus nächster Nähe, Aras am Himmel, Kormorane, den Palmcreeper, Rusty-margined Flycatcher, Agami Heron, Sunbittern, White-lined Tanager, Boat-billed Flycatcher, Hauxwells Thrush und den Gray-cowled Wood-Rail. Auf einem Baumstamm im Wasser sonnten sich außerdem drei Schildkröten.

Zum Mittag haben wir eine kurze Pause auf dem Land einer indigenen Familie gemacht. Hier konnten wir die Toiletten nutzen, gekühlte Getränke kaufen und unser eingepacktes Mittagessen genießen: gebratener Reis mit Gemüse und, wie immer, einer halbierten angebratenen Banane. Eingepackt war das Ganze in ein großes grünes Blatt, verschnürt mit blauer Schnur, dazu gab es Orangen.

Mit dem Kanu ging es quer über den See auf die andere Seite. Hier haben wir am Nachmittag unser Highlight erlebt und dank unseres aufmerksamen Guides einen Riesenotter gesehen. Noch besser wurde es, als er sich einen Fisch geschnappt und auf einem Baumstamm im Wasser verspeist hat. Aufgrund der Stille konnten wir ihn mit Ferngläsern gut beobachten und dem Fressen lauschen. Nach dem Mahl schwamm er sogar ein Stück auf uns zu.

Auf dem Rückweg zur Anlegestelle ein weiteres Highlight: eine Familie Brüllaffen inklusive Babyaffen, die auf den Bäumen getobt und gegessen haben. Erst gegen halb fünf saßen wir wieder im Boot – aus dem Ausflug war ein richtig langer Tag geworden.

Eine kleine Gruppe mit Rucksäcken geht auf einem breiten Weg durch dichten Palmenwald
Ein mächtiger Urwaldbaum mit hohen, flachen Brettwurzeln steht direkt am Weg
Blick über die Köpfe der Mitfahrenden im Kanu, das durch einen schmalen, zugewachsenen Wasserlauf im Wald gleitet
Auf einem Holztisch liegt ein in ein großes grünes Blatt gewickeltes und mit blauer Schnur verschnürtes Mittagessen, daneben Orangen
Das eingepackte Mittagessen kam im Bananenblatt.
Durch ein Fernglas fotografiert, auf einem Baumstamm im See liegt ein Kaiman, davor zwei kleine dunkle Umrisse im Wasser

Gut zu wissen

  • Der Weg zum See ist gut ausgebaut, aber 1,5 km lang
  • Fernglas ist hier fast Pflicht
  • Mittagessen wird auf dem Land einer indigenen Familie gegessen

Eingepackt

  • Sonnenbrille
  • Sonnenhut
  • Sonnencreme
  • viel Wasser
  • lange luftige Kleidung
  • Snacks
  • Fernglas
Bewertung: 4 von 5

Beeindruckend und respekteinflößend zugleich.

Wann
3. Juni 2025
Start
18:38 Uhr
Dauer
1 Std.
Schwierigkeit
Leicht
Anbieter
Charlies Green House Tambopata

Am zweiten Tag haben wir abends eine Nachtwanderung im Dschungel gemacht. Dafür sind wir wieder auf die andere Seite des Flusses gefahren, etwa fünf Minuten mit dem Boot. Gelaufen sind wir als kleine Gruppe hintereinander, und vom Weg sah man meist nur das Stück, das die Lampe des Vordermanns gerade anleuchtete.

Wir haben diverse Spinnenarten gesehen, unter anderem zwei Taranteln und eine Wolfsspinne. Eine große, behaarte, hellbraune Spinne saß ganz entspannt auf einem Blatt, eine dunkle auf einem anderen. Sehr beeindruckend war außerdem ein Skorpion, der nur mit einer speziellen Lichtquelle (Blau- beziehungsweise UV-Licht) zu sehen war – unser Guide hat ihn entdeckt. Dazu kamen Stabschrecken in unterschiedlichen Größen und verschiedene Frösche.

Wir haben einige Geräusche gehört, allerdings keine Affen oder Jaguare gesehen. Schade.

Die Tour endete mit einer Minute, in der alle Taschenlampen ausgeschaltet werden sollten. Wir haben Glühwürmchen gesehen. Die Geräusche im Dschungel waren beeindruckend – und gleichzeitig hatten wir großen Respekt vor ihm und seinen Bewohnern.

Eine große behaarte Spinne sitzt nachts auf einem grünen Blatt im Licht der Taschenlampe
Eine Person mit Rucksack geht nachts auf einem schmalen Pfad, nur ein Stück Blattwerk vor ihr ist von der Lampe beleuchtet

Gut zu wissen

  • Lange Kleidung, es gibt viele Mücken
  • Taschenlampe mitnehmen, Gummistiefel gibt es in der Unterkunft

Eingepackt

  • lange Kleidung
  • Taschenlampe
  • feste Schuhe
  • Mückenschutz
Bewertung: 4,5 von 5

Beeindruckend zu sehen, dass es diesen Lebensstil noch gibt.

Wann
4. Juni 2025
Start
10:31 Uhr
Dauer
2 Std.
Schwierigkeit
Leicht
Anbieter
Charlies Green House Tambopata

Am dritten Tag sind wir morgens nach einem tollen Frühstück aufgebrochen. Das Wetter war großartig, und wie immer ging es mit dem Boot los. Unser erster Stopp war der Besuch einer indigenen Familie, Naro Nanty Machiguenka, so steht es auf dem Schild am Eingang. Die Machiguenga (auch Matsigenka) sind eine südamerikanische Ethnie der Arawak im Regenwaldgebiet Perus.

Begrüßt wurden wir damit, dass uns eine Stammesangehörige mit den Fingern zwei rot-orange Striche auf jede Wange zeichnete. Das soll böse Geister vertreiben und reinigen. Bei Rebecca waren sie auf der Rückfahrt im Boot noch deutlich zu sehen.

Das Stammesoberhaupt hat daraufhin von seinem Stamm, der Kultur und der Lebensweise berichtet. Alles spielte sich unter einem offenen Palmblattdach auf geflochtenen Matten ab, rundherum saß auf Bänken eine größere Besuchergruppe. Diese Familie spricht kein Spanisch, es war ein Übersetzer dabei. Während der Erzählungen konnten wir bei weiteren Stammesangehörigen Platz nehmen, die uns zeigten, wie Fäden hergestellt und wie Feuer gemacht wird. Max hat es als Einziger in der Runde geschafft, ein Feuer zu entzünden. Die Fäden zu erstellen war sehr kompliziert – das Handwerk ist bewundernswert. Auch Schmuck stellen sie her, den man kaufen konnte. Zuletzt lernten wir, mit Pfeil und Bogen zu schießen.

Insgesamt war der Besuch sehr gelungen, und es war beeindruckend zu sehen, dass es noch Familien mit diesem Lebensstil gibt.

Max kniet auf geflochtenen Palmblattmatten und dreht einen Holzstab, daneben hilft ein Machiguenga mit Federstirnband
Unter einem Palmblattdach knien Rebecca in Rot und eine Machiguenga-Frau nebeneinander und drehen gemeinsam einen Faden
Selfie von Max und Rebecca im Boot in Schwimmwesten, Rebecca hat rot-orange Striche auf den Wangen
Auf dem Rückweg, die Striche noch im Gesicht.

Gut zu wissen

  • Die Familie spricht kein Spanisch, es ist ein Übersetzer dabei
  • Der hergestellte Schmuck kann vor Ort gekauft werden
  • Laut Schild am Eingang sind Besuche von 10 bis 16 Uhr möglich

Monkey Shelter

Aktivität

Bewertung: 2,5 von 5

Die einzige echte Enttäuschung der Dschungeltage.

Wann
4. Juni 2025
Start
12:00 Uhr
Dauer
1 Std.
Schwierigkeit
Leicht
Anbieter
Charlies Green House Tambopata

Leider etwas enttäuschend, weil wir mit der Monkey Island gerechnet hatten. Wir sind lediglich am Flussufer bei einem Shelter angehalten, direkt nach dem Besuch bei der Machiguenga-Familie gegen Mittag, am Stadtrand von Puerto Maldonado. Der Guide begründete das damit, dass die Affen auf der Monkey Island durch die sich aufdrängenden Touristen immer aggressiver werden und wir deshalb den Shelter besuchen.

Hier konnten wir einzelne Affen und Aras beobachten. Die Affen waren Rote Brüllaffen, am Gehege stand ein Schild „Alouatta – Mono aullador“. In einem Baum saßen außerdem zwei grüne Papageien. Die Anlage war nett hergerichtet, allerdings waren es insgesamt nur etwa drei bis vier Gehege.

Highlight war eine Affenmama mit Baby – und dass die Aras Max auf den Fuß geschissen haben.

Ein rotbrauner Brüllaffe sitzt hinter einem Drahtzaun, daneben ein Holzschild mit der Aufschrift Alouatta, Mono aullador
Ein rotbrauner Brüllaffe liegt zusammengerollt auf einem Holzbrett in der Sonne, fotografiert durch ein Gitter
Zwei grüne Papageien sitzen auf den Zweigen eines Baumes
Bewertung: 4 von 5

Als Angelausflug mäßig erfolgreich, als Sonnenuntergangsplatz herausragend.

Wann
4. Juni 2025
Dauer
3 Std.
Schwierigkeit
Leicht
Anbieter
Charlies Green House Tambopata

Zum Ende des Tages sind wir mit dem Auto aus dem Dschungel durch die Stadt zu einem See gefahren, dem Lago Yacumama. Hier hatten wir die Mission, Piranhas zu fischen.

Rebecca hat auf das Fischen verzichtet und den Ausblick genossen. Max hat sich als schlechter Angler herausgestellt. Das Paar, das gemeinsam mit uns da war, war erfolgreicher: Beide haben jeweils kleine Piranhas gefangen, die zum Glück wieder in den See entlassen wurden – die Freude über den kleinen Fisch an der Schnur war trotzdem groß. Insgesamt waren viele Boote auf dem See, einige konnte man aus der Ferne große Piranhas fischen sehen.

Der Anblick des Sees war jedoch einzigartig: überall hohe, schlanke Palmen, Seerosenblätter und kleine Grasinseln, am Ufer eine Hütte auf Stelzen. Vor allem bei Sonnenuntergang hat sich ein einmaliges Bild ergeben. Dazu konnten wir wieder Kaimane – einer schaute kurz nach halb sechs aus dem Wasser – sowie sehr viele Blue-and-yellow Macaws und Scarlet Macaws beobachten.

Auf dem Rückweg im Dunkeln noch ein Highlight – wiedermal dank Sergio: Er hat auf einem Baum eine kleine Boa entdeckt. Eine Schlange zu sehen hatten wir uns sehr gewünscht.

Sonnenuntergang über dem Lago Yacumama, Palmensilhouetten spiegeln sich im ruhigen Wasser
Der Lago Yacumama am Abend.
Eine Mitreisende hält lachend einen kleinen Piranha an der Angelschnur hoch
Ruhiges Wasser mit Seerosenblättern und kleinen grasbewachsenen Inseln, dahinter hohe schlanke Palmen unter blauem Himmel
Rebecca mit Schirmmütze und Sonnenbrille sitzt im Holzboot und blickt über den See, im Hintergrund Palmen und die tiefstehende Sonne
Rebecca hat den Ausblick dem Angeln vorgezogen.
Der Kopf eines Kaimans ragt aus dem ruhigen Wasser, in dem sich die Palmen am Ufer spiegeln

Eingepackt

  • Sonnenbrille
  • Mückenschutz
  • Fernglas
  • Taschenlampe

Clay Lick

Aktivität

Bewertung: 4 von 5

Kurz, aber eindrucksvoll – vorausgesetzt, man kann leise warten.

Wann
5. Juni 2025
Start
05:30 Uhr
Dauer
2,5 Std.
Schwierigkeit
Leicht
Anbieter
Charlies Green House Tambopata

Der Ausflug begann sehr früh am Morgen, um halb sechs. Noch vor Sonnenaufgang fuhren wir mit dem Boot den Fluss hinunter, um die Aras an der Lehmwand zu beobachten. Weit war es nicht: Nach gut einer halben Stunde auf dem Wasser lagen wir gegen Viertel nach sechs vor der Wand. Am Ziel angekommen, mussten wir leise und geduldig warten, da die Tiere sehr empfindlich auf Störungen reagieren.

Nach längerer Zeit, bei uns knapp einer Stunde, erschienen schließlich etwa 15 bis 20 Aras an der Wand – allein durchs Spektiv des Guides hatten wir rund ein Dutzend grüne Vögel im Bild. Sie sammelten Mineralien aus dem Lehm, die sie zur Neutralisierung von Giftstoffen aus ihrer Nahrung benötigen. Der Anblick war eindrucksvoll, wenn auch nur von kurzer Dauer – nach wenigen Minuten flogen die Tiere wieder davon.

Trotz der frühen Stunde und des langen Wartens war es ein besonderes Erlebnis, diese Vögel in ihrem natürlichen Verhalten zu beobachten. Um halb acht saßen wir schon wieder im Boot zurück zur Lodge.

Blick durch ein Spektiv auf eine helle Lehmwand, an der mehrere grüne Aras sitzen
Durch das Spektiv des Guides. Ohne Vergrößerung sieht man von der Lehmwand kaum etwas.
Fluss in der Morgendämmerung, vorne eine dunkle Sandbank, am Horizont ein heller Streifen über dem Wald
Kurz nach halb sechs am Anleger.
Eine steile hellbraune Lehmwand am Flussufer, darüber dichter Wald
Die Lehmwand mit bloßem Auge.
Blick über den Bug eines Holzboots mit Rucksack auf den glatten Fluss im Morgenlicht, am Ufer Wald

Gut zu wissen

  • Sehr früher Start, noch vor Sonnenaufgang
  • Leise sein, die Tiere reagieren empfindlich auf Störungen

Eingepackt

  • Fernglas
  • Kamera mit Teleobjektiv
  • leichte Jacke

Zurück in Lima

5. – 7. Juni 2025 · 2 Nächte · Lima

Etappe 9 von 9 · Anreise per Flug, 2 Std.

Nach den Tagen im Dschungel ging es für uns nochmal zurück nach Lima – letzter Stopp, bevor es heimging. Nach Hitze und Matsch im Amazonas fühlte sich die Meeresbrise richtig gut an.

Blick aus dem Flugzeugfenster über die Tragfläche auf eine Wolkendecke, am Horizont ein gelber Streifen Abendlicht
Straßenecke in Barranco, eine gelbe Mauer mit buntem Wandbild und der Aufschrift Arg Peru, davor ein Obststand und ein rotes Auto

Der Rückflug aus Puerto Maldonado ging direkt in den Sonnenuntergang: um halb sechs noch ein gelber Streifen Abendlicht über den Wolken, gelandet sind wir in der Dämmerung. Am nächsten Tag hing über Lima dann durchgehend eine graue Wolkendecke.

Den Vormittag haben wir in Barranco verbracht, mittags ging es noch einmal ins Zentrum: vorbei am Palacio de Justicia zur Plaza de Armas, mit einer Granadilla in der Hand. Danach gab es Mittagessen: Chaufa mit frittierten Wan-Tan-Dreiecken und einen Teller mit Hähnchen, Spiegelei und Kochbanane, dazu Limonade.

Gebratener Reis mit Gemüse und Brokkoli auf einem weißen Teller, darauf frittierte Teigdreiecke, dahinter Saucen und ein Glas Limonade
Teller mit gebratenem Hähnchenfilet, Spiegelei auf Reis, gebratener Kochbanane, Pommes und Salat, daneben ein Krug Limonade
Eine Hand hält eine orangefarbene Granadilla vor die Plaza de Armas in Lima mit Hecken, Palmen und Kolonialfassaden
Letztes Obst auf der Plaza de Armas.
Bewertung: 3,5 von 5. Max 4,5, Rebecca 2,5
Art
Hostel
Wann
5. – 7. Juni 2025
Nächte
2
Zimmer
Privatzimmer

Für unseren letzten Aufenthalt in Lima haben wir im Alpes Lima Kennedy Hostel übernachtet, einem sehr lebendigen, jungen Hostel in Miraflores.

Das Hostel bietet Bar, Gemeinschaftsküche, Lounge, einen kleinen Pool, einen Kicker und viele Gemeinschaftsflächen – alles sehr auf Austausch und Geselligkeit ausgelegt. WLAN ist kostenlos, die Rezeption rund um die Uhr besetzt. Regelmäßig gibt es Partys und Events.

Max

Ich fand die Unterkunft richtig gut, weil sie so lebendig war. Viele Studierende und Backpacker, man kommt sofort ins Gespräch, und abends ist immer etwas los.

Rebecca

Ich fand es etwas klein und recht hellhörig. Am Ende unserer Reise waren wir einfach ziemlich durch, und ich hätte mir etwas Ruhigeres gewünscht. Die Stimmung war komplett auf Feiern und Socializing ausgelegt – für viele sicher perfekt, für uns in dem Moment etwas anstrengend.

Das Frühstück war gut, allerdings nicht im Preis inkludiert. Insgesamt ein gutes Hostel für alle, die Lust auf Action und neue Leute haben – weniger geeignet, wenn man vor allem Ruhe sucht.

Hat uns gefallen

  • Man kommt sofort ins Gespräch, abends ist immer etwas los
  • Pool, Kicker und viele Gemeinschaftsflächen
  • 24-Stunden-Rezeption

Weniger gut

  • Klein und hellhörig
  • Frühstück nicht im Preis enthalten
  • Ganz auf Feiern ausgelegt – zum Ausruhen ungeeignet

WLAN · Pool · Gemeinschaftsküche · Bar

Barranco

Aktivität

Bewertung: 4,5 von 5

Der Stadtteil, in dem Lima am wenigsten grau ist.

Wann
6. Juni 2025
Start
09:31 Uhr
Schwierigkeit
Leicht

Barranco ist Limas Bohème-Viertel und gilt als Heimat vieler Künstler:innen, Musiker:innen und Literat:innen. Wenn man durch die Straßen schlendert, wirkt der Stadtteil wie ein Freiluftmuseum: bunt, lebendig und voller Street Art. Wir waren am Vormittag nach dem Rückflug aus dem Dschungel dort, gut anderthalb Stunden lang und unter komplett grauem Himmel – umso mehr haben die Farben geleuchtet.

Graffitis und Wandbilder

Die Straßen sind übersät mit farbenfrohen Murals, die politische Botschaften, soziale Themen oder einfach pure Lebensfreude ausdrücken. Viele Häuserfassaden wurden von bekannten Street-Art-Künstlern aus Peru und der ganzen Welt gestaltet – typisch sind riesige Gesichter in kräftigen Farben.

Besonders lohnenswert ist ein Spaziergang rund um die Jirón 2 de Mayo oder den kleinen Park an der Bajada de Baños. Dort reiht sich ein Kunstwerk ans nächste. Oft wechseln die Bilder, weil Hausbesitzer Flächen bewusst für neue Werke freigeben – so bleibt Barranco immer in Bewegung.

Uns ist vor allem die Unterführung mit dem großen Schriftzug „Mucho que soñar“ im Kopf geblieben, die von oben bis unten bemalt ist. Auf einem anderen Wandbild fliegen Gemüse, Chili und Eier aus einem Kochtopf. Zwischen den Murals stehen am Weg auch Bronzestatuen, eine Frau und ein Reiter.

Die Brücke der Seufzer

Das Wahrzeichen Barrancos ist die Puente de los Suspiros, eine romantische Holzbrücke über die Bajada de Baños. Der Name kommt von den Seufzern verliebter Paare, die sich dort trafen. Ein Brauch besagt: Wer die Brücke überquert und dabei die Luft anhält, darf sich etwas wünschen – und dieser Wunsch soll in Erfüllung gehen.

Wandbild eines Mädchens im roten Kleid, das einen überdimensionalen Schlüssel hält, auf einer gelben Hauswand in Barranco
Eines der bekanntesten Murals rund um die Jirón 2 de Mayo.
Die hölzerne Puente de los Suspiros mit weißen Laternen und Palmen, Menschen überqueren die Brücke
Die Brücke der Seufzer. Luft anhalten beim Überqueren, dann geht der Wunsch in Erfüllung.
Schwarz-weißes Wandbild einer lachenden Frau mit Perlenkette über die ganze Seitenwand eines Hauses
Wandbild mit zwei großen Gesichtern, in einem ein bunter Vogel in Herzform, darunter eine Treppe mit grünem Geländer
Großflächiges buntes Wandbild mit einer feiernden Menschenmenge in kräftigen Farben
Gelbe Unterführung mit dem großen Schriftzug Mucho que soñar über dem Bogen, darunter ein Wandbild mit Menschen, davor Kopfsteinpflaster

Gut zu wissen

  • Spaziergang rund um die Jirón 2 de Mayo und die Bajada de Baños
  • Die Murals wechseln regelmäßig, kein Besuch gleicht dem anderen
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