Max & Rebecca

Besuch bei einer indigenen Familie

Bewertung: 4,5 von 5

Beeindruckend zu sehen, dass es diesen Lebensstil noch gibt.

Ein Besucher mit Schirmmütze hat gerade einen Pfeil abgeschossen, der Pfeil fliegt über einen Platz auf den Waldrand zu

Am dritten Tag sind wir morgens nach einem tollen Frühstück aufgebrochen. Das Wetter war großartig, und wie immer ging es mit dem Boot los. Unser erster Stopp war der Besuch einer indigenen Familie, Naro Nanty Machiguenka, so steht es auf dem Schild am Eingang. Die Machiguenga (auch Matsigenka) sind eine südamerikanische Ethnie der Arawak im Regenwaldgebiet Perus.

Begrüßt wurden wir damit, dass uns eine Stammesangehörige mit den Fingern zwei rot-orange Striche auf jede Wange zeichnete. Das soll böse Geister vertreiben und reinigen. Bei Rebecca waren sie auf der Rückfahrt im Boot noch deutlich zu sehen.

Das Stammesoberhaupt hat daraufhin von seinem Stamm, der Kultur und der Lebensweise berichtet. Alles spielte sich unter einem offenen Palmblattdach auf geflochtenen Matten ab, rundherum saß auf Bänken eine größere Besuchergruppe. Diese Familie spricht kein Spanisch, es war ein Übersetzer dabei. Während der Erzählungen konnten wir bei weiteren Stammesangehörigen Platz nehmen, die uns zeigten, wie Fäden hergestellt und wie Feuer gemacht wird. Max hat es als Einziger in der Runde geschafft, ein Feuer zu entzünden. Die Fäden zu erstellen war sehr kompliziert – das Handwerk ist bewundernswert. Auch Schmuck stellen sie her, den man kaufen konnte. Zuletzt lernten wir, mit Pfeil und Bogen zu schießen.

Insgesamt war der Besuch sehr gelungen, und es war beeindruckend zu sehen, dass es noch Familien mit diesem Lebensstil gibt.

Max kniet auf geflochtenen Palmblattmatten und dreht einen Holzstab, daneben hilft ein Machiguenga mit Federstirnband
Unter einem Palmblattdach knien Rebecca in Rot und eine Machiguenga-Frau nebeneinander und drehen gemeinsam einen Faden
Selfie von Max und Rebecca im Boot in Schwimmwesten, Rebecca hat rot-orange Striche auf den Wangen
Auf dem Rückweg, die Striche noch im Gesicht.

Gut zu wissen

  • Die Familie spricht kein Spanisch, es ist ein Übersetzer dabei
  • Der hergestellte Schmuck kann vor Ort gekauft werden
  • Laut Schild am Eingang sind Besuche von 10 bis 16 Uhr möglich

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