Sandoval Lake
Der beste Tag im Dschungel. Der Riesenotter beim Fressen war unvergesslich.
Am zweiten Tag sind wir früh aufgebrochen. Mit dem Boot ging es Richtung Sandoval Lake, ab der Ablegestelle dann rund 1,5 Kilometer durch den Dschungel über einen gut ausgebauten Weg. Los ging es an einer großen Tafel der Reserva Nacional Tambopata mit einer Karte des Gebiets, und unterwegs kam später noch ein Holzschild des Schutzgebiets.
Unterwegs haben wir wieder viel über Pflanzen und Tiere gelernt und zum Beispiel Nester von Taranteln sowie eine Menge Ameisen gesehen. Besonders beeindruckt haben uns die gehenden Bäume mit ihren einzigartigen Wurzeln – sie können sich innerhalb eines Jahres bewegen, um den bestmöglichen Standort zu finden.
Mit einem Kanu ging es auf den See, erst noch durch einen schmalen, überfluteten Palmenwald, dann aufs offene Wasser. Dabei haben wir erneut schwarze Kaimane beobachten können. Außerdem verschiedene Vögel, unter anderem den beeindruckenden Hoatzin aus nächster Nähe, Aras am Himmel, Kormorane, den Palmcreeper, Rusty-margined Flycatcher, Agami Heron, Sunbittern, White-lined Tanager, Boat-billed Flycatcher, Hauxwells Thrush und den Gray-cowled Wood-Rail. Auf einem Baumstamm im Wasser sonnten sich außerdem drei Schildkröten.
Zum Mittag haben wir eine kurze Pause auf dem Land einer indigenen Familie gemacht. Hier konnten wir die Toiletten nutzen, gekühlte Getränke kaufen und unser eingepacktes Mittagessen genießen: gebratener Reis mit Gemüse und, wie immer, einer halbierten angebratenen Banane. Eingepackt war das Ganze in ein großes grünes Blatt, verschnürt mit blauer Schnur, dazu gab es Orangen.
Mit dem Kanu ging es quer über den See auf die andere Seite. Hier haben wir am Nachmittag unser Highlight erlebt und dank unseres aufmerksamen Guides einen Riesenotter gesehen. Noch besser wurde es, als er sich einen Fisch geschnappt und auf einem Baumstamm im Wasser verspeist hat. Aufgrund der Stille konnten wir ihn mit Ferngläsern gut beobachten und dem Fressen lauschen. Nach dem Mahl schwamm er sogar ein Stück auf uns zu.
Auf dem Rückweg zur Anlegestelle ein weiteres Highlight: eine Familie Brüllaffen inklusive Babyaffen, die auf den Bäumen getobt und gegessen haben. Erst gegen halb fünf saßen wir wieder im Boot – aus dem Ausflug war ein richtig langer Tag geworden.
Gut zu wissen
- Der Weg zum See ist gut ausgebaut, aber 1,5 km lang
- Fernglas ist hier fast Pflicht
- Mittagessen wird auf dem Land einer indigenen Familie gegessen
Eingepackt
- Sonnenbrille
- Sonnenhut
- Sonnencreme
- viel Wasser
- lange luftige Kleidung
- Snacks
- Fernglas
Mehr in Puerto Maldonado
Bootstour zum Sonnenuntergang
Zwei bis drei Stunden auf dem Fluss mit Tierbeobachtung vom Boot aus – und einem der schönsten Sonnenuntergänge, die wir je gesehen haben.
Tierbeobachtung
Clay Lick
Aufbruch um halb sechs, noch vor Sonnenaufgang, um 15 bis 20 Aras dabei zu beobachten, wie sie Mineralien aus dem Lehm sammeln.
Tierbeobachtung
Dschungel Night Walk
Eine Stunde nachts im Regenwald mit Taschenlampe – Spinnen, ein nur unter UV-Licht sichtbarer Skorpion und am Ende eine Minute komplette Dunkelheit.
Natur
Dschungel Walking Tour
Zwei Kilometer in den Regenwald auf der menschenleeren Flussseite – und die Lektion, dass der Dschungel nichts auf Kommando zeigt.
Natur
Besuch bei einer indigenen Familie
Begrüßung mit Farbe auf den Wangen, Feuermachen, Fäden herstellen und Bogenschießen bei einer Familie der Machiguenga.
Kultur
Monkey Shelter
Kleines Auffanggelände am Flussufer mit drei bis vier Gehegen – statt der erwarteten Monkey Island, weil die Affen dort zunehmend aggressiv werden.
Tierbeobachtung
Piranhas fischen am Lago Yacumama
Nachmittag am Lago Yacumama, wo Max sich als schlechter Angler herausstellte – dafür entschädigten Sonnenuntergang, Aras und eine Boa auf dem Rückweg.
Tierbeobachtung