Max & Rebecca

Sandoval Lake

Bewertung: 5 von 5

Der beste Tag im Dschungel. Der Riesenotter beim Fressen war unvergesslich.

Spiegelglatter, dunkelblauer See, am Ufer eine lange Reihe Palmen, darüber blauer Himmel mit kleinen Wolken

Am zweiten Tag sind wir früh aufgebrochen. Mit dem Boot ging es Richtung Sandoval Lake, ab der Ablegestelle dann rund 1,5 Kilometer durch den Dschungel über einen gut ausgebauten Weg. Los ging es an einer großen Tafel der Reserva Nacional Tambopata mit einer Karte des Gebiets, und unterwegs kam später noch ein Holzschild des Schutzgebiets.

Unterwegs haben wir wieder viel über Pflanzen und Tiere gelernt und zum Beispiel Nester von Taranteln sowie eine Menge Ameisen gesehen. Besonders beeindruckt haben uns die gehenden Bäume mit ihren einzigartigen Wurzeln – sie können sich innerhalb eines Jahres bewegen, um den bestmöglichen Standort zu finden.

Mit einem Kanu ging es auf den See, erst noch durch einen schmalen, überfluteten Palmenwald, dann aufs offene Wasser. Dabei haben wir erneut schwarze Kaimane beobachten können. Außerdem verschiedene Vögel, unter anderem den beeindruckenden Hoatzin aus nächster Nähe, Aras am Himmel, Kormorane, den Palmcreeper, Rusty-margined Flycatcher, Agami Heron, Sunbittern, White-lined Tanager, Boat-billed Flycatcher, Hauxwells Thrush und den Gray-cowled Wood-Rail. Auf einem Baumstamm im Wasser sonnten sich außerdem drei Schildkröten.

Zum Mittag haben wir eine kurze Pause auf dem Land einer indigenen Familie gemacht. Hier konnten wir die Toiletten nutzen, gekühlte Getränke kaufen und unser eingepacktes Mittagessen genießen: gebratener Reis mit Gemüse und, wie immer, einer halbierten angebratenen Banane. Eingepackt war das Ganze in ein großes grünes Blatt, verschnürt mit blauer Schnur, dazu gab es Orangen.

Mit dem Kanu ging es quer über den See auf die andere Seite. Hier haben wir am Nachmittag unser Highlight erlebt und dank unseres aufmerksamen Guides einen Riesenotter gesehen. Noch besser wurde es, als er sich einen Fisch geschnappt und auf einem Baumstamm im Wasser verspeist hat. Aufgrund der Stille konnten wir ihn mit Ferngläsern gut beobachten und dem Fressen lauschen. Nach dem Mahl schwamm er sogar ein Stück auf uns zu.

Auf dem Rückweg zur Anlegestelle ein weiteres Highlight: eine Familie Brüllaffen inklusive Babyaffen, die auf den Bäumen getobt und gegessen haben. Erst gegen halb fünf saßen wir wieder im Boot – aus dem Ausflug war ein richtig langer Tag geworden.

Eine kleine Gruppe mit Rucksäcken geht auf einem breiten Weg durch dichten Palmenwald
Ein mächtiger Urwaldbaum mit hohen, flachen Brettwurzeln steht direkt am Weg
Blick über die Köpfe der Mitfahrenden im Kanu, das durch einen schmalen, zugewachsenen Wasserlauf im Wald gleitet
Auf einem Holztisch liegt ein in ein großes grünes Blatt gewickeltes und mit blauer Schnur verschnürtes Mittagessen, daneben Orangen
Das eingepackte Mittagessen kam im Bananenblatt.
Durch ein Fernglas fotografiert, auf einem Baumstamm im See liegt ein Kaiman, davor zwei kleine dunkle Umrisse im Wasser

Gut zu wissen

  • Der Weg zum See ist gut ausgebaut, aber 1,5 km lang
  • Fernglas ist hier fast Pflicht
  • Mittagessen wird auf dem Land einer indigenen Familie gegessen

Eingepackt

  • Sonnenbrille
  • Sonnenhut
  • Sonnencreme
  • viel Wasser
  • lange luftige Kleidung
  • Snacks
  • Fernglas

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