Charlie’s Green House Tambopata
Da würden wir wieder hin.
Wir haben vier Tage und drei Nächte in Charlie’s Green House Tambopata verbracht. Es war eine einzigartige Zeit.
Der Hinweg war aufregend, weil der Weg dorthin in einem wirklich schlechten Zustand ist. Wir konnten nur langsam fahren und es hat in einer Tour ordentlich geruckelt – Rebecca hat sich direkt gefragt, ob diese Tour eine gute Idee war. Als wir angekommen waren, verließen gerade andere Gäste das Gelände, die sich total vertraut mit den Angestellten unterhalten und uns zugerufen haben, dass wir die Zeit lieben werden. Sie hatten recht.
Die Unterkunft. Es sind drei Holz-Dschungelhäuser mit je einer Wohnung unten und oben. Privatsphäre gibt es nicht viel, weil die Häuser in großen Teilen nur mit einer Kombination aus Holzbrettern und Draht versehen sind – man kann andere Gäste sehen und in jedem Fall hören. Das hat uns nicht gestört, zumal wir mit einem weiteren Paar die einzigen Gäste waren. Die Atmosphäre, die dadurch entstand, war toll: Man hatte das Gefühl, mitten im Dschungel zu schlafen, und war es auch. Die ganze Zeit Tiergeräusche, daneben absolute Stille. Auch die Gemeinschaftsbereiche, Küche und Bar sind mit viel Liebe hergerichtet, dazu gibt es einen kleinen Pool. Über der Uferböschung hängt ein großes Netz, auf dem man direkt über dem Fluss liegen kann. Auf dem Gelände leben Papageien – frei und in Käfigen, weil sie wieder aufgepäppelt werden – sowie Schildkröten. Im Käfig saßen ein Hellroter und ein Blau-gelber Ara mit einem grünen Papagei, ein anderer grüner Papagei lief frei herum und saß gern auf dem Bartresen oder dem Kühlschrank. Eine Schildkröte hatte es sich in einer alten Schubkarre bequem gemacht, und im Garten hängen Futterstellen für Kolibris. Dazu kam ein großer brauner Hund, der sich am liebsten zu uns an die Hängematte gelegt hat. An einem Tag haben uns Affen besucht und sich an einem hängenden Bananenstrauch bedient, während wir zwei Meter weiter in der Hängematte lagen.
Die Touren waren wirklich gut organisiert und haben uns zu schönen Orten gebracht. Natürlich gab es welche, die uns besser gefallen haben als andere, aber insgesamt war es ein gut gefülltes Programm. Das lag vor allem an unserem Guide Sergio, der sehr erfahren war und viel über Tiere, Natur und Kultur erzählen konnte. Seine Augen haben einfach alles gesehen.
Die Gastgeber und Angestellten waren so herzlich, dass es schwer zu beschreiben ist. Und das Essen war der Wahnsinn: jeden Morgen ein gutes Frühstück, mittags und abends ordentliche Portionen, auf Wunsch vegetarisch, dazu meist frischer Saft.
Falls wir einen Kritikpunkt nennen sollen: Am zweiten Tag gab es morgens etwa drei Stunden lang kein Wasser und keinen Strom. Toilette, Duschen, Händewaschen – nichts ging.
Hat uns gefallen
- Man schläft wirklich mitten im Dschungel, mit Tiergeräuschen die ganze Nacht
- Guide Sergio sieht schlicht alles
- Herausragendes Essen, auch vegetarisch, dazu frischer Saft
- Außergewöhnlich herzliche Gastgeber
Weniger gut
- An einem Morgen drei Stunden ohne Wasser und Strom
- Die Anfahrt über die Piste ist ordentlich ruppig
- Kaum Privatsphäre – die Häuser sind nur mit Holzbrettern und Draht verkleidet
Frühstück · Pool
Das haben wir in Puerto Maldonado gemacht
Bootstour zum Sonnenuntergang
Zwei bis drei Stunden auf dem Fluss mit Tierbeobachtung vom Boot aus – und einem der schönsten Sonnenuntergänge, die wir je gesehen haben.
Tierbeobachtung
Clay Lick
Aufbruch um halb sechs, noch vor Sonnenaufgang, um 15 bis 20 Aras dabei zu beobachten, wie sie Mineralien aus dem Lehm sammeln.
Tierbeobachtung
Dschungel Night Walk
Eine Stunde nachts im Regenwald mit Taschenlampe – Spinnen, ein nur unter UV-Licht sichtbarer Skorpion und am Ende eine Minute komplette Dunkelheit.
Natur
Dschungel Walking Tour
Zwei Kilometer in den Regenwald auf der menschenleeren Flussseite – und die Lektion, dass der Dschungel nichts auf Kommando zeigt.
Natur
Besuch bei einer indigenen Familie
Begrüßung mit Farbe auf den Wangen, Feuermachen, Fäden herstellen und Bogenschießen bei einer Familie der Machiguenga.
Kultur
Monkey Shelter
Kleines Auffanggelände am Flussufer mit drei bis vier Gehegen – statt der erwarteten Monkey Island, weil die Affen dort zunehmend aggressiv werden.
Tierbeobachtung
Piranhas fischen am Lago Yacumama
Nachmittag am Lago Yacumama, wo Max sich als schlechter Angler herausstellte – dafür entschädigten Sonnenuntergang, Aras und eine Boa auf dem Rückweg.
Tierbeobachtung
Sandoval Lake
Ein ganzer Tag mit Boot, Fußmarsch und Kanu zum schönsten See der Region – mit einem Riesenotter, einer Brüllaffen-Familie und gehenden Bäumen.
Tierbeobachtung