Max & Rebecca

Charlie’s Green House Tambopata

Bewertung: 5 von 5

Da würden wir wieder hin.

Drohnenblick auf die Lodge, Holzhäuser und ein kleiner Pool zwischen hohen Bäumen, vorne die Uferböschung mit einer Leiter

Wir haben vier Tage und drei Nächte in Charlie’s Green House Tambopata verbracht. Es war eine einzigartige Zeit.

Der Hinweg war aufregend, weil der Weg dorthin in einem wirklich schlechten Zustand ist. Wir konnten nur langsam fahren und es hat in einer Tour ordentlich geruckelt – Rebecca hat sich direkt gefragt, ob diese Tour eine gute Idee war. Als wir angekommen waren, verließen gerade andere Gäste das Gelände, die sich total vertraut mit den Angestellten unterhalten und uns zugerufen haben, dass wir die Zeit lieben werden. Sie hatten recht.

Die Unterkunft. Es sind drei Holz-Dschungelhäuser mit je einer Wohnung unten und oben. Privatsphäre gibt es nicht viel, weil die Häuser in großen Teilen nur mit einer Kombination aus Holzbrettern und Draht versehen sind – man kann andere Gäste sehen und in jedem Fall hören. Das hat uns nicht gestört, zumal wir mit einem weiteren Paar die einzigen Gäste waren. Die Atmosphäre, die dadurch entstand, war toll: Man hatte das Gefühl, mitten im Dschungel zu schlafen, und war es auch. Die ganze Zeit Tiergeräusche, daneben absolute Stille. Auch die Gemeinschaftsbereiche, Küche und Bar sind mit viel Liebe hergerichtet, dazu gibt es einen kleinen Pool. Über der Uferböschung hängt ein großes Netz, auf dem man direkt über dem Fluss liegen kann. Auf dem Gelände leben Papageien – frei und in Käfigen, weil sie wieder aufgepäppelt werden – sowie Schildkröten. Im Käfig saßen ein Hellroter und ein Blau-gelber Ara mit einem grünen Papagei, ein anderer grüner Papagei lief frei herum und saß gern auf dem Bartresen oder dem Kühlschrank. Eine Schildkröte hatte es sich in einer alten Schubkarre bequem gemacht, und im Garten hängen Futterstellen für Kolibris. Dazu kam ein großer brauner Hund, der sich am liebsten zu uns an die Hängematte gelegt hat. An einem Tag haben uns Affen besucht und sich an einem hängenden Bananenstrauch bedient, während wir zwei Meter weiter in der Hängematte lagen.

Die Touren waren wirklich gut organisiert und haben uns zu schönen Orten gebracht. Natürlich gab es welche, die uns besser gefallen haben als andere, aber insgesamt war es ein gut gefülltes Programm. Das lag vor allem an unserem Guide Sergio, der sehr erfahren war und viel über Tiere, Natur und Kultur erzählen konnte. Seine Augen haben einfach alles gesehen.

Die Gastgeber und Angestellten waren so herzlich, dass es schwer zu beschreiben ist. Und das Essen war der Wahnsinn: jeden Morgen ein gutes Frühstück, mittags und abends ordentliche Portionen, auf Wunsch vegetarisch, dazu meist frischer Saft.

Falls wir einen Kritikpunkt nennen sollen: Am zweiten Tag gab es morgens etwa drei Stunden lang kein Wasser und keinen Strom. Toilette, Duschen, Händewaschen – nichts ging.

Ein grüner Papagei steht auf dem Holztresen der Bar und schaut auf ein Wasserglas
An der Bar saß meist schon jemand.
Rebecca liegt lachend in einer gestreiften Hängematte und krault einen großen braunen Hund
Eine Landschildkröte sitzt in einer alten Schubkarre auf einem gepflasterten Weg

Hat uns gefallen

  • Man schläft wirklich mitten im Dschungel, mit Tiergeräuschen die ganze Nacht
  • Guide Sergio sieht schlicht alles
  • Herausragendes Essen, auch vegetarisch, dazu frischer Saft
  • Außergewöhnlich herzliche Gastgeber

Weniger gut

  • An einem Morgen drei Stunden ohne Wasser und Strom
  • Die Anfahrt über die Piste ist ordentlich ruppig
  • Kaum Privatsphäre – die Häuser sind nur mit Holzbrettern und Draht verkleidet

Frühstück · Pool

Das haben wir in Puerto Maldonado gemacht

Selfie von Rebecca und Max in roten Schwimmwesten im Boot, hinter ihnen der Fluss und bewaldetes Ufer im Abendlicht

Bootstour zum Sonnenuntergang

Bewertung: 5 von 5

Zwei bis drei Stunden auf dem Fluss mit Tierbeobachtung vom Boot aus – und einem der schönsten Sonnenuntergänge, die wir je gesehen haben.

Tierbeobachtung

Blick durch ein Spektiv auf eine helle Lehmwand, an der mehrere grüne Aras sitzen

Clay Lick

Bewertung: 4 von 5

Aufbruch um halb sechs, noch vor Sonnenaufgang, um 15 bis 20 Aras dabei zu beobachten, wie sie Mineralien aus dem Lehm sammeln.

Tierbeobachtung

Eine große behaarte Spinne sitzt nachts auf einem grünen Blatt im Licht der Taschenlampe

Dschungel Night Walk

Bewertung: 4 von 5

Eine Stunde nachts im Regenwald mit Taschenlampe – Spinnen, ein nur unter UV-Licht sichtbarer Skorpion und am Ende eine Minute komplette Dunkelheit.

Natur

Rebecca läuft auf einem schmalen Erdpfad durch einen Tunnel aus überhängenden, verzweigten Bäumen

Dschungel Walking Tour

Bewertung: 3 von 5

Zwei Kilometer in den Regenwald auf der menschenleeren Flussseite – und die Lektion, dass der Dschungel nichts auf Kommando zeigt.

Natur

Ein Besucher mit Schirmmütze hat gerade einen Pfeil abgeschossen, der Pfeil fliegt über einen Platz auf den Waldrand zu

Besuch bei einer indigenen Familie

Bewertung: 4,5 von 5

Begrüßung mit Farbe auf den Wangen, Feuermachen, Fäden herstellen und Bogenschießen bei einer Familie der Machiguenga.

Kultur

Ein rotbrauner Brüllaffe sitzt hinter einem Drahtzaun, daneben ein Holzschild mit der Aufschrift Alouatta, Mono aullador

Monkey Shelter

Bewertung: 2,5 von 5

Kleines Auffanggelände am Flussufer mit drei bis vier Gehegen – statt der erwarteten Monkey Island, weil die Affen dort zunehmend aggressiv werden.

Tierbeobachtung

Sonnenuntergang über dem Lago Yacumama, Palmensilhouetten spiegeln sich im ruhigen Wasser

Piranhas fischen am Lago Yacumama

Bewertung: 4 von 5

Nachmittag am Lago Yacumama, wo Max sich als schlechter Angler herausstellte – dafür entschädigten Sonnenuntergang, Aras und eine Boa auf dem Rückweg.

Tierbeobachtung

Spiegelglatter, dunkelblauer See, am Ufer eine lange Reihe Palmen, darüber blauer Himmel mit kleinen Wolken

Sandoval Lake

Bewertung: 5 von 5

Ein ganzer Tag mit Boot, Fußmarsch und Kanu zum schönsten See der Region – mit einem Riesenotter, einer Brüllaffen-Familie und gehenden Bäumen.

Tierbeobachtung