Max & Rebecca

Barranco

Bewertung: 4,5 von 5

Der Stadtteil, in dem Lima am wenigsten grau ist.

Wandbild eines Mädchens im roten Kleid, das einen überdimensionalen Schlüssel hält, auf einer gelben Hauswand in Barranco
Eines der bekanntesten Murals rund um die Jirón 2 de Mayo.

Barranco ist Limas Bohème-Viertel und gilt als Heimat vieler Künstler:innen, Musiker:innen und Literat:innen. Wenn man durch die Straßen schlendert, wirkt der Stadtteil wie ein Freiluftmuseum: bunt, lebendig und voller Street Art. Wir waren am Vormittag nach dem Rückflug aus dem Dschungel dort, gut anderthalb Stunden lang und unter komplett grauem Himmel – umso mehr haben die Farben geleuchtet.

Graffitis und Wandbilder

Die Straßen sind übersät mit farbenfrohen Murals, die politische Botschaften, soziale Themen oder einfach pure Lebensfreude ausdrücken. Viele Häuserfassaden wurden von bekannten Street-Art-Künstlern aus Peru und der ganzen Welt gestaltet – typisch sind riesige Gesichter in kräftigen Farben.

Besonders lohnenswert ist ein Spaziergang rund um die Jirón 2 de Mayo oder den kleinen Park an der Bajada de Baños. Dort reiht sich ein Kunstwerk ans nächste. Oft wechseln die Bilder, weil Hausbesitzer Flächen bewusst für neue Werke freigeben – so bleibt Barranco immer in Bewegung.

Uns ist vor allem die Unterführung mit dem großen Schriftzug „Mucho que soñar“ im Kopf geblieben, die von oben bis unten bemalt ist. Auf einem anderen Wandbild fliegen Gemüse, Chili und Eier aus einem Kochtopf. Zwischen den Murals stehen am Weg auch Bronzestatuen, eine Frau und ein Reiter.

Die Brücke der Seufzer

Das Wahrzeichen Barrancos ist die Puente de los Suspiros, eine romantische Holzbrücke über die Bajada de Baños. Der Name kommt von den Seufzern verliebter Paare, die sich dort trafen. Ein Brauch besagt: Wer die Brücke überquert und dabei die Luft anhält, darf sich etwas wünschen – und dieser Wunsch soll in Erfüllung gehen.

Die hölzerne Puente de los Suspiros mit weißen Laternen und Palmen, Menschen überqueren die Brücke
Die Brücke der Seufzer. Luft anhalten beim Überqueren, dann geht der Wunsch in Erfüllung.
Schwarz-weißes Wandbild einer lachenden Frau mit Perlenkette über die ganze Seitenwand eines Hauses
Wandbild mit zwei großen Gesichtern, in einem ein bunter Vogel in Herzform, darunter eine Treppe mit grünem Geländer
Großflächiges buntes Wandbild mit einer feiernden Menschenmenge in kräftigen Farben
Gelbe Unterführung mit dem großen Schriftzug Mucho que soñar über dem Bogen, darunter ein Wandbild mit Menschen, davor Kopfsteinpflaster

Gut zu wissen

  • Spaziergang rund um die Jirón 2 de Mayo und die Bajada de Baños
  • Die Murals wechseln regelmäßig, kein Besuch gleicht dem anderen

Mehr in Lima

Übernachtet haben wir in Lima