Max & Rebecca

Südafrika

Vom Tafelberg die Küste entlang bis zu den Löwen

18. März – 3. April 2026, 17 Tage

8 Etappen, 8 Unterkünfte

Max und Rebecca stehen bei Sonnenuntergang auf einem Felsen auf dem Lion's Head, dahinter Meer und Küste in warmem Licht

Südafrika war Rebeccas Idee, und überzeugt war Max ziemlich schnell. Er hat dann auch angeboten, die Planung zu übernehmen – und sie sehr lange vor sich hergeschoben, bis Rebecca irgendwann meinte, so langsam dürfe er anfangen. Die ersten Flugpreise haben uns dann gleich wieder geerdet, also wurde noch einmal geschoben. Bis zu dem Tag, an dem wir gesagt haben: egal, heute buchen wir. Zum Glück war der Preis genau an diesem Tag gut. Geflogen sind wir über Nacht ab Frankfurt, was die Anreise deutlich angenehmer gemacht hat.

Der Flughafen in Kapstadt war kleiner, als wir ihn uns vorgestellt hatten, und der erste Programmpunkt war ein Geldautomat. Max hat dort dreimal hintereinander die falsche PIN eingegeben. Dass Rebecca schon etwas Bargeld in Rand dabeihatte, hat den Nachmittag gerettet. Den Mietwagen haben wir direkt am Flughafen übernommen, und damit fing die erste echte Herausforderung an: Linksverkehr. Gefahren ist die meiste Zeit Max, und auf der ersten Fahrt hat er vor lauter Konzentration kaum ein Wort gesagt.

Fünf Nächte sind wir in Kapstadt geblieben, in einem kleinen Hostel in Green Point, und haben jeden Tag etwas anderes gemacht: den Lion’s Head zum Sonnenuntergang, den Tafelberg zu Fuß, eine Township-Tour in Langa, eine Weintour durchs Hinterland und einen Tag auf der Kaphalbinsel mit den Pinguinen von Boulders Beach. Danach kam die Garden Route, fünf Etappen und fast jeden Tag ein neues Bett: Hermanus, das Naturreservat De Hoop, Knysna, Storms River und Port Elizabeth. Unterwegs eine Straußenfarm, ein Bungeesprung von der Bloukrans Bridge und ein Tag mit dem eigenen Auto zwischen den Elefanten von Addo.

Blick vom Tafelberg auf die zerklüftete Küste und den Atlantik unter blauem Himmel
Blick von den Felsen auf den Sandstrand von Boulders Beach mit einzelnen Pinguinen am Wasser
Die grau-weiße Bogenbrücke der Bloukrans Bridge über eine bewaldete Schlucht, von der Seite gesehen unter bewölktem Himmel

Für den letzten Teil sind wir in den Nordosten geflogen, nach Hoedspruit am Rand des Krüger-Nationalparks. Dort hatten wir eine kleine Lodge in einem privaten Reservat, in dem man zwischen Warzenschweinen spazieren gehen durfte, eine Tour über die Panorama-Route und eine Ganztagessafari, auf der wir zum ersten Mal Löwen gesehen haben. Die letzte Nacht haben wir wieder in Kapstadt verbracht – das Einzige, was wir im Nachhinein anders planen würden, denn für die paar Stunden Schlaf hätte es das schicke Hotel nicht gebraucht.

Max und Rebecca winken an einem Aussichtspunkt, dahinter die drei runden Felskuppen der Three Rondavels

Was bleibt, ist vor allem das Land selbst. Südafrika ist wunderschön, und die Menschen, die wir getroffen haben, waren durchweg offen und herzlich. So herzlich, dass wir uns als Deutsche daneben manchmal ziemlich steif vorkamen. Dazu kommt, wie viel wir gelernt haben: über die Geschichte, über die Apartheid und ihre Folgen, über eine Kultur, die wir vorher nur von außen kannten.

Beim Geld war es zweigeteilt. Teuer waren die Anreise, die beiden Inlandsflüge und die Lodge am Krüger, die allein mehr als ein Drittel der gut 1.400 Euro ausgemacht hat, die wir für alle Unterkünfte zusammen bezahlt haben. Alles vor Ort war dagegen erstaunlich günstig, und das ist genauso hängen geblieben wie die Landschaft.

Anders machen würden wir, abgesehen von der letzten Nacht, nichts. Für uns war diese Reise nahezu perfekt. Und wenn wir drei Momente nennen müssten, dann den Sonnenuntergang auf dem Lion’s Head, den Tag im Krüger und die Fahrt die Garden Route entlang, einfach aus dem Fenster schauend.

Kapstadt

19. – 24. März 2026 · 5 Nächte · Kapstadt

Etappe 1 von 8 · Anreise per Flug, 11,5 Std.

Angekommen sind wir mittags, nach einem Nachtflug und einem Geldautomaten, an dem Max dreimal die falsche PIN eingetippt hat. Um kurz nach eins standen wir vor dem B.I.G. Backpackers in Green Point, und das blieb für fünf Nächte unser Zuhause. Den ersten Nachmittag haben wir nur noch zum Ankommen genutzt: die Unterkunft angeschaut, durch Bo-Kaap und den Company’s Garden gelaufen und irgendwo günstig gegessen.

Rebecca steht lächelnd neben einer pinkfarbenen Giraffenskulptur vor einer türkisfarbenen Hausfassade mit der Aufschrift „Art Gallery“

Am Freitag waren wir vormittags in der Old Biscuit Mill in Woodstock, nachmittags auf der Township-Tour in Langa und abends mit einer sehr knappen Zeitrechnung auf dem Lion’s Head. Das war zusammen vielleicht der intensivste Tag der ganzen Reise. Am Samstag ging es noch einmal spontan zur Old Biscuit Mill, weil samstags dort Markt ist, dann zu Fuß auf den Tafelberg und mit der Seilbahn wieder hinunter, und zum Ausklang durch den botanischen Garten von Kirstenbosch.

Den Sonntag haben wir im Weinland verbracht, in einem Bus von Weingut zu Weingut, und den Abend an der V&A Waterfront. Am Montag kam dann die erste längere Fahrt mit dem Mietwagen: über Hout Bay einmal die Kaphalbinsel hinunter, zu den Pinguinen von Boulders Beach und bis ans Kap der Guten Hoffnung. Zurück waren wir gerade rechtzeitig, um im Laufschritt zum Sonnenuntergang auf den Kloof Corner zu kommen.

Sonnenuntergang über dem Wasser an der V&A Waterfront, der Himmel orange und rosa gefärbt

Am Dienstag haben wir ausgecheckt und sind Richtung Osten aufgebrochen, mit einem Umweg über das Weinland, der schon zur nächsten Etappe gehört.

Bewertung: 5 von 5
Art
Hostel
Wann
19. – 24. März 2026
Nächte
5
Preis
424 € gesamt
Zimmer
Privatzimmer

Das B.I.G. Backpackers in Green Point war für fünf Nächte unser Zuhause in Kapstadt, und wir haben es sehr gut in Erinnerung. Es ist ein kleines Hostel, das sich über mehrere kleine Gebäude verteilt, und die Stimmung ist entsprechend familiär. Gewohnt haben wir in einem eigenen Zimmer, für 424 Euro für alle fünf Nächte.

Was es ausgemacht hat, war das Frühstück. Morgens saßen alle, die wollten, zusammen an einem großen Tisch – man konnte auch für sich frühstücken, aber wir haben uns meistens dazugesetzt und sind so mit den anderen ins Gespräch gekommen. Das waren auffällig viele Deutsche. Das Hostel organisiert außerdem gemeinsame Touren, was gerade für die ersten Tage in einer fremden Stadt praktisch ist.

Wir können es nur weiterempfehlen.

Hausfassade des Hostels in der Dämmerung mit beleuchtetem Fenster und Pflanzen am Eingang

Hat uns gefallen

  • Klein und familiär, verteilt auf mehrere kleine Gebäude
  • Gemeinsames Frühstück am großen Tisch, wer mag, frühstückt aber auch für sich
  • Das Hostel organisiert gemeinsame Touren, man kommt schnell mit anderen ins Gespräch
  • Gute Lage in Green Point, nah an Lion's Head, Waterfront und Innenstadt

WLAN · Gemeinschaftsküche · Frühstück · Bar

Zur Buchungsseite

Bewertung: 4 von 5

Ein guter erster Nachmittag – bunt, kleiner als gedacht und mit mehr Eichhörnchen als erwartet.

Wann
19. März 2026
Start
16:22 Uhr
Dauer
45 Min.
Schwierigkeit
Leicht

Am Ankunftsnachmittag sind wir zu Fuß durch Bo-Kaap gelaufen, das Viertel mit den bunt gestrichenen Häusern am Hang des Signal Hill. Es ist das historische Viertel der Kapmalaien, der Nachfahren von Menschen, die die Niederländische Ostindien-Kompanie als Sklaven und Verbannte ans Kap brachte. Schön war es, aber deutlich kleiner, als wir es uns vorgestellt hatten. Und ein paar Straßen weiter sieht die Stadt schon wieder ganz anders aus, deutlich schlichter. Man läuft da in wenigen Minuten von einer Welt in die andere.

Ein Stück weiter unten liegt der Company’s Garden, der Garten, mit dem Kapstadt 1652 angefangen hat – damals als Gemüsegarten, um die Schiffe zu versorgen. Heute ist er ein Park, und vor allem einer voller Eichhörnchen. Sie sind so zutraulich, dass man sie fast füttern kann, und eines davon war ein Albino, weiß mit roten Augen. Süß, aber auch ein bisschen unheimlich.

Die eigentliche Szene des Nachmittags war allerdings eine Ratte, vor der Max sich ziemlich erschrocken hat. Ein Einheimischer, der daneben stand, fand das sehr lustig.

Ein von großen alten Bäumen gesäumter Weg im Company's Garden, im Hintergrund Marktstände
Ein weißes Eichhörnchen klettert einen von einem grünen Metallgitter umgebenen Baumstamm hoch
Rebecca kauert auf einem Kiesweg im Company's Garden und streckt die Hand nach einem grauen Eichhörnchen aus

Gut zu wissen

  • Bo-Kaap und Company's Garden liegen nur ein paar Straßen auseinander und passen gut zusammen
  • Im Garden nach dem weißen Eichhörnchen Ausschau halten
Bewertung: 4 von 5

Unter der Woche ein netter Bummel, am Samstag ein echtes Erlebnis – wenn schon, dann am Wochenende.

Wann
20. – 21. März 2026

Die Old Biscuit Mill ist eine ehemalige Keksfabrik im Viertel Woodstock, in der heute viele kleine Läden sitzen, durch die man ganz gut stöbern kann. Am Freitagvormittag waren wir zum ersten Mal da, und da war wenig los.

Am Samstag sind wir spontan noch einmal hingefahren, und das war ein ganz anderer Ort. Samstags ist dort Markt: viel mehr Menschen, viel mehr Stände und vor allem sehr viele Essensstände. Das war wirklich beeindruckend. Direkt danach sind wir weiter zum Tafelberg.

Max und Rebecca lächeln in die Kamera auf einer Empore der Old Biscuit Mill, im Hintergrund der Tafelberg
Freitagvormittag, noch war wenig los.
Eine Hand hält ein kleines Laborglas mit schwarzem Kaffee zwischen zwei Fingern

Kaffee im Messbecher.

Gut zu wissen

  • Der Markt mit den Essensständen ist samstags, unter der Woche sind nur die Läden offen
  • Hungrig hingehen, die Auswahl an Essen ist am Samstag riesig
Bewertung: 5 von 5

Erschreckend und lehrreich zugleich – und nur mit einem Guide wie unserem wirklich sinnvoll.

Wann
20. März 2026

Über diese Tour haben wir lange mit uns gehadert. Durch ein Viertel zu laufen, in dem Menschen in ärmlichen Verhältnissen leben, fühlt sich schnell falsch an. Am Ende haben wir uns bewusst dafür entschieden, weil wir von Südafrika nicht nur die schönen Seiten sehen wollten.

Die Tour ging durch Langa, das älteste Township Kapstadts. Ein Halt war das Guga S’thebe, ein Kulturzentrum mitten im Viertel. Unser Guide war hervorragend. Er hat erklärt, wie der Rassismus in Südafrika seit der Kolonialzeit gewachsen ist und wie er unter der Apartheid systematisch betrieben wurde – bis hin dazu, wer in welchem Teil der Stadt wohnen durfte. Das war erschreckend, es hat unser Bild vom Land noch einmal sehr verändert, und es hat uns selbst ziemlich geerdet.

Wir waren auch in Häusern, und anfangs war Max unsicher, ob das nicht unangenehm ist. So kam es aber nicht rüber. Die Menschen, die wir getroffen haben, waren offen und schienen mit dem, was sie haben, zufrieden, ohne jedes Anzeichen von Scham. Der Guide beschrieb das Township wie ein Dorf: Wenn man jemanden ein paar Tage nicht sieht, geht man vorbei und schaut nach. In der Gegend gibt es inzwischen auch feste Häuser, und manche, die dort einziehen, kommen nach einer Weile in die Blechhütten zurück.

Der Moment, der geblieben ist, gehört den Kindern. Irgendwann war Rebecca von einer Gruppe umringt, die sie alle umarmt haben, und dann fragten sie den Guide, ob sie für uns tanzen dürften. Eines der Kinder stellte ein Gefäß für Trinkgeld hin – und ein anderes lief sofort kopfschüttelnd hin und räumte es wieder weg. Sie wollten einfach spielen. Gestellt wirkte daran nichts.

Der Guide steht zusammen mit Max und Rebecca vor der Mosaikwand des Kulturzentrums Guga S'thebe
Ein Mann fotografiert eine Frau vor der bunten Mosaikwand des Kulturzentrums

Gut zu wissen

  • Nur mit einem Guide, der sich dort wirklich auskennt – unserer hat den Unterschied gemacht
  • Zeit für Fragen einplanen, die Geschichte dahinter ist das Wichtigste an der Tour

Lion's Head

Aktivität

Bewertung: 5 von 5

Einer der drei Momente der Reise – die Aussicht ist wahnsinnig, der Sonnenuntergang noch mehr.

Wann
20. März 2026
Start
17:39 Uhr
Dauer
1,5 Std.
Schwierigkeit
Mittel
Höchster Punkt
669 m
Strecke
5,5 km

Den Lion’s Head sind wir am zweiten Abend hochgegangen, direkt nach der Township-Tour und mit einer Zeitrechnung, die man freundlich als sportlich bezeichnen kann. Der Weg wickelt sich einmal spiralförmig um den Berg herum, sodass man nacheinander die Stadt, den Atlantik und den Tafelberg sieht. Nach gut einer Stunde waren wir oben, ein paar Minuten, bevor die Sonne unterging.

Die Aussicht von dort und der Sonnenuntergang über dem Atlantik waren wahnsinnig schön. Von allem, was wir in Südafrika gesehen haben, ist das einer der Momente, die am stärksten geblieben sind.

Beim Abstieg hat Max dann eine Abkürzung genommen und ist ausgerutscht. Einen Moment lang war es bei allen, die drumherum standen, sehr still. Passiert ist zum Glück nichts.

Eine Person geht einen schmalen Pfad hinauf, der sich um den Lion's Head windet, unten breitet sich Kapstadt aus
Rebecca steht auf einem Felsen oben auf dem Lion's Head, im Abendlicht auf Meer und Küste blickend
Die Sonne geht orange über dem Atlantik unter, vom Gipfel des Lion's Head aus gesehen
Max und Rebecca stehen zusammen auf einem Felsen oben auf dem Lion's Head, dahinter das Meer im Sonnenuntergang
Wanderer steigen bei Dämmerung über steile Felsstufen den Lion's Head hinab

Gut zu wissen

  • Mehr Zeit einplanen als wir, für den Aufstieg braucht man gut eine Stunde
  • Beim Abstieg auf dem Weg bleiben, Abkürzungen über den Fels sind rutschig

Eingepackt

  • Stirnlampe, der Abstieg nach Sonnenuntergang wird schnell dunkel
  • Feste Schuhe, oben wird es felsig
  • Wasser
  • Eine Windjacke

Tafelberg

Aktivität

Bewertung: 4,5 von 5

Anspruchsvoller als erwartet, und die Aussicht ist jeden Schritt wert.

Wann
21. März 2026
Schwierigkeit
Anspruchsvoll
Höchster Punkt
1.085 m

Den Tafelberg sind wir komplett zu Fuß hinaufgegangen, durch die Platteklip Gorge, am späten Vormittag, direkt nach dem Markt in der Old Biscuit Mill. Das war keine gute Uhrzeit: Es war sehr warm, und die Wanderung war deutlich anspruchsvoller, als wir erwartet hatten. Nach gut zwei Stunden standen wir oben auf dem Plateau, auf gut 1.000 Metern über der Stadt.

Die Aussicht von dort ist phänomenal – auf die Stadt, die Tafelbucht und den Lion’s Head, auf dem wir am Abend davor gestanden hatten. Lange geblieben sind wir trotzdem nicht, vielleicht eine gute Stunde. Hinunter ging es dann mit der Seilbahn, und den zweiten Weg zu Fuß haben wir uns gern gespart.

Ein Wegweiser auf dem Tafelberg zeigt Richtungen zu Kloof Corner, India Venster und zur Upper Cable Station über Platteklip Gorge
Rebecca steht zwischen mächtigen geschichteten Sandsteinfelsen am Wegrand auf dem Tafelberg
Eine Person steht an einem Aussichtsgeländer auf dem Tafelberg und blickt auf die Bucht von Kapstadt
Rebecca sitzt mit pinkfarbener Kappe auf einer Steinmauer oben auf dem Tafelberg, dahinter die Küste

Gut zu wissen

  • Früher losgehen als wir, in der Mittagszeit wird es am Hang sehr heiß
  • Hinunter mit der Seilbahn spart die Knie – die Kabine dreht sich während der Fahrt einmal um sich selbst

Eingepackt

  • Viel Wasser, auf dem Weg gibt es keins und kaum Schatten
  • Sonnenschutz
  • Feste Schuhe

Kirstenbosch

Aktivität

Wann
21. März 2026
Start
16:12 Uhr
Dauer
1,5 Std.
Schwierigkeit
Leicht

Nach dem Tafelberg sind wir am späten Nachmittag noch nach Kirstenbosch gefahren, an die Rückseite desselben Bergs. Der Garten wurde 1913 angelegt und zeigt ausschließlich Pflanzen aus dem südlichen Afrika, vor allem aus der Kapflora, die auf kleinster Fläche mehr Arten hat als fast jede andere Region der Erde.

Wir waren gut eine Stunde dort, sind durch die Anlagen geschlendert, auch über den Boomslang, einen Steg durch die Baumkronen, und haben den Tag ausklingen lassen, bevor es zurück nach Green Point ging.

Rebecca steht auf dem Baumwipfelpfad von Kirstenbosch, umgeben von den Kronen hoher Bäume
Rebecca steht unter einem riesigen alten Baum auf einer Wiese im Kirstenbosch-Garten
Bewertung: 3,5 von 5

Interessant, vor allem wegen der Erklärungen – wer viel Wein erwartet, wird eher enttäuscht.

Wann
22. März 2026

Eigentlich wollten wir mit der Franschhoek Wine Tram durchs Weinland fahren, aber als wir buchen wollten, war es zu spät. Also haben wir eine andere Weintour genommen, bei der ein Bus von Weingut zu Weingut fährt.

Den Vormittag waren wir in und um Stellenbosch unterwegs, unter anderem auf Blaauwklippen, einem Gut von 1682. Mittags ging es nach Franschhoek in den Blame Lilly Gin Parlour, am Nachmittag auf Rhebokskloof bei Paarl. Dazwischen hielt der Bus kurz am Gefängnis Drakenstein, aus dem Nelson Mandela 1990 freikam. Auf jedem Gut gab es ein paar Weine zum Probieren und eine Erklärung dazu, teilweise mit kleinen Snacks. Die waren der interessanteste Teil: Man probiert den Wein erst allein, dann mit dem Snack, und merkt, wie sehr sich der Geschmack dadurch verändert.

Viel Wein war es insgesamt nicht. Andere aus der Gruppe haben sich unterwegs noch Flaschen gekauft, wir nicht. Am frühen Abend waren wir zurück in Kapstadt und sind noch an die Waterfront gefahren.

Weinfässer stapeln sich in einem Regal im Fasskeller von Blaauwklippen
Vier Weingläser stehen neben kleinen Häppchen auf einer Verkostungskarte
Max und Rebecca stehen auf einer Holzterrasse an einem See auf dem Weingut Rhebokskloof

Gut zu wissen

  • Wer die Franschhoek Wine Tram will, sollte rechtzeitig buchen – wir waren zu spät dran
  • Nicht mit viel Wein rechnen – es geht eher ums Probieren und Erklären

V&A Waterfront

Aktivität

Wann
22. März 2026
Start
17:49 Uhr
Dauer
1 Std.
Schwierigkeit
Leicht

Die V&A Waterfront ist der alte Victoria-&-Alfred-Hafen, umgebaut zu einem großen Viertel mit Läden, Restaurants und vielen kleinen Ständen, mit dem Tafelberg im Hintergrund. Für uns war es vor allem eine Einkaufspassage, durch die man gut schlendern kann.

Genau das haben wir am Sonntagabend nach der Weintour gemacht, gut eine Stunde lang. Am letzten Tag der Reise waren wir mittags noch einmal kurz hier.

Eine Frau geht die Promenade der V&A Waterfront entlang, im Hintergrund der Tafelberg unter einer Wolkendecke
Das große weiße Riesenrad an der V&A Waterfront vor bewölktem Himmel
Wann
23. März 2026

Der Montag war unsere erste längere Fahrt mit dem Mietwagen, raus aus Kapstadt und einmal die Kaphalbinsel hinunter. Am Vormittag ging es über Hout Bay an die False Bay und nach Boulders Beach zu den Pinguinen, einem von Max’ Lieblingstieren.

Auf dem Weg weiter nach Süden standen dann plötzlich Strauße am Straßenrand. Das kam für uns völlig aus dem Nichts und war ziemlich cool – im Nationalpark am Kap leben tatsächlich wilde Strauße. Am Kap der Guten Hoffnung haben wir die üblichen Fotos am Schild gemacht und sind dann den Weg hinüber Richtung Cape Point angefangen. Nach einem Stück haben wir umgedreht, weil der Wind so stark war.

Auf dem Rückweg haben wir noch an der Buffels Bay gehalten und am späten Nachmittag in Muizenberg, bevor es zurück in die Stadt ging – gerade rechtzeitig für den Sonnenuntergang am Kloof Corner.

Sandstrand der Hout Bay mit Bergen im Hintergrund, am Ufer zwei Spaziergänger mit Hund
Rebecca mit vom Wind zerzausten Haaren an einer Aussichtsmauer mit Blick aufs Meer bei Cape Point
Felsige Küste der Buffels Bay mit brechenden Wellen, im Vordergrund ein Schotterparkplatz
Max und Rebecca vor den bunten Strandhäuschen von Muizenberg in der Abenddämmerung
Der Tag endete an den bunten Häuschen von Muizenberg.

Gut zu wissen

  • Früh losfahren, auf der Halbinsel gibt es mehr Halte, als man denkt
  • Am Kap eine Jacke dabeihaben, der Wind kann sehr stark sein
  • Auf der Strecke durch den Nationalpark auf Strauße am Straßenrand achten

Boulders Beach

Aktivität

Bewertung: 5 von 5

Erst von oben, dann ganz aus der Nähe – für jemanden, der Pinguine liebt, ein perfekter Vormittag.

Wann
23. März 2026
Start
10:34 Uhr
Dauer
1,5 Std.
Schwierigkeit
Leicht

Pinguine gehören zu Max’ Lieblingstieren, und bei Boulders Beach gibt es davon wirklich sehr viele. Die Brillenpinguine leben hier zwischen großen Granitblöcken an der False Bay, und das seit den 1980er-Jahren, als die ersten Paare von selbst kamen. Heute ist es eine der wenigen Kolonien dieser Art auf dem Festland.

Zuerst standen wir auf der Plattform, von der man von oben auf die Kolonie schaut. Danach sind wir einen weiteren Weg gegangen, bei dem wir uns nicht ganz sicher waren, ob wir dort sein durften, und waren plötzlich sehr dicht an den Pinguinen. Ein Stück sind wir noch über die Felsen geklettert. Das war großartig, und mit anderthalb Stunden und über hundert Fotos der längste Halt des ganzen Tages.

Blick von der Aussichtsplattform hinunter auf den Sandstrand mit verstreuten Pinguinen, oben Häuser am Hang
Weiter Blick von der Holzplattform auf den Strand mit vielen Brillenpinguinen im Sand
Ein einzelner Pinguin steht im Schatten zwischen Felsen und Büschen
Rebecca sitzt im hellen Kleid auf Felsen, direkt neben ihr ein Pinguin
Max hockt lächelnd auf dem Sand, im Hintergrund ein Pinguin zwischen Felsen
Max und Rebecca sitzen zusammen auf einem Felsen, ein Pinguin schaut aus einer Felsspalte
Rebecca von hinten zu sehen, wie sie zwischen den namensgebenden großen Granitfelsen von Boulders Beach geht

Gut zu wissen

  • Die Kolonie gehört zum Table Mountain Nationalpark, der Eintritt wird am Eingang bezahlt
  • Genug Zeit mitbringen, es gibt mehr als nur die Aussichtsplattform
  • Abstand halten und auf ausgeschilderten Wegen bleiben, die Tiere brüten hier
Wann
23. März 2026
Start
18:48 Uhr
Dauer
25 Min.
Schwierigkeit
Leicht

Am Abend nach der Kaphalbinsel wollten wir den Sonnenuntergang noch einmal von oben sehen, waren aber zu spät dran. Also sind wir den Hang hinaufgelaufen, wirklich gelaufen: Max hat selten erlebt, dass Rebecca so schnell unterwegs war.

Oben standen wir am Kloof Corner, einem Felsvorsprung am westlichen Ende des Tafelbergs, oberhalb des Sattels von Kloof Nek zwischen Tafelberg und Lion’s Head. Von dort sieht man auf den Lion’s Head, die Stadt und den Atlantik. Geschafft haben wir es gerade noch.

Silhouette des Lion's Head vor einem orange-rosa Sonnenuntergangshimmel über dem Meer
Rebecca steht auf dem Felsvorsprung und blickt auf den Sonnenuntergang über dem Atlantik

Gut zu wissen

  • Früher da sein als wir, der kurze Weg von Kloof Nek aus ist steil
  • Eine Stirnlampe für den Rückweg mitnehmen

Hermanus

24. – 25. März 2026 · 1 Nacht · Hermanus

Etappe 2 von 8 · Anreise per Auto

Der Tag, an dem wir Kapstadt verlassen haben, gehörte eigentlich Jana und Lars. Jana ist eine Bekannte von Rebecca, und die beiden haben sich ein Haus in Südafrika gekauft, in dem sie öfter sind. Wir haben uns am Nachmittag auf dem Weingut von Ernie Els bei Stellenbosch getroffen, ein Glas Wein getrunken, geredet und ein paar Golfbälle in den Garten geschlagen. Danach sind wir mit zu ihnen nach Hause gefahren und haben dort den Abend ausklingen lassen.

Rebecca beugt sich zum Abschlag auf der Terrasse, im Hintergrund die Weinberge

Auf der Weiterfahrt nach Hermanus gab es dann eine kleine Meinungsverschiedenheit. Max wäre gern deutlich früher losgefahren, Rebecca hätte gern noch mehr Zeit mit Jana verbracht, und im Auto wurde das ausdiskutiert. Die Kurve haben wir trotzdem gekriegt – und so ein Abend gehört zu einem Urlaub auch einfach dazu.

Hermanus war für uns vor allem eine Zwischenstation: angekommen, geschlafen, am nächsten Morgen den Cliff Path über der Walker Bay gegangen und noch über einen kleinen Flohmarkt geschlendert. Gegen Mittag ging es weiter nach Osten.

Max und Rebecca stehen vor der Bucht von Hermanus mit Blick auf die Walker Bay

Casa del Mar

Unterkunft

Bewertung: 3 von 5
Art
Gästehaus
Wann
24. – 25. März 2026
Nächte
1
Preis
65,87 € pro Nacht
Zimmer
Doppelzimmer

In Hermanus haben wir nur eine Nacht geschlafen, und dafür war die Casa del Mar genau richtig: eine einfache kleine Nebenwohnung bei einer Familie, für knapp 66 Euro und ohne irgendetwas Besonderes.

Angekommen sind wir am Abend nach dem Besuch bei Jana und Lars, am nächsten Morgen ging es auf den Klippenweg und danach weiter nach De Hoop. Für eine Zwischenstation braucht es nicht mehr.

Hat uns gefallen

  • Günstig, knapp 66 Euro für die Nacht
  • Für eine Durchgangsnacht völlig ausreichend

Weniger gut

  • Einfach und ohne Besonderheiten

WLAN · Parken

Zur Buchungsseite

Bewertung: 4 von 5

Kein großes Programm, aber ein sehr schöner Nachmittag – und Golfbälle in den Garten zu schlagen, macht mehr Spaß als gedacht.

Wann
24. März 2026

Am Tag, an dem wir Kapstadt verlassen haben, haben wir uns mit Jana und Lars getroffen. Jana ist eine Bekannte von Rebecca, und die beiden haben ein Haus in Südafrika, in dem sie öfter sind. Treffpunkt war das Weingut von Ernie Els am Helderberg südlich von Stellenbosch – Ernie Els ist einer der bekanntesten Golfer, die Südafrika hervorgebracht hat.

Wir haben auf der Terrasse gesessen, jeder ein Glas Wein getrunken und vor allem geredet. Passend zum Besitzer gibt es dort eine Art kleine Driving Range: keine Bahnen, sondern eine Stelle, von der aus man Golfbälle einfach hinaus in den Garten schlägt. Das haben wir natürlich ausprobiert, und es war sehr lustig.

Danach sind wir mit den beiden zu ihnen nach Hause gefahren und haben dort den Abend ausklingen lassen, bevor es weiter nach Hermanus ging.

Rebecca mitten im Golfschwung auf der Terrasse, im Hintergrund das weite Tal
Jana und Lars an der Abschlagstelle, einer von beiden schlägt gerade einen Ball, im Hintergrund das Tal

Mit Jana und Lars auf der Terrasse.

Bewertung: 3,5 von 5

Ein ganz schöner Weg für einen Morgen – ohne Wale, weil Ende März keine Saison ist.

Wann
25. März 2026
Start
10:23 Uhr
Dauer
1,5 Std.
Schwierigkeit
Leicht

Am Morgen nach unserer Nacht in Hermanus sind wir ein Stück auf dem Cliff Path gegangen, dem Klippenweg, der sich über rund zwölf Kilometer an der Küste entlangzieht. Wir waren gut anderthalb Stunden unterwegs, auf dem Abschnitt direkt am Ort, mit Blick auf die Walker Bay.

Der Weg war ganz schön. Wale gab es keine, dafür sind wir Ende März zu früh dran: Die Südkaper kommen erst ab Juni in die Bucht. Dafür saß am Wegrand ein Dassie, ein Klippschliefer, auf einem Pfosten. Zum Abschluss sind wir noch über einen kleinen Flohmarkt gelaufen, dann ging es weiter nach Osten.

Rebecca im bunten Kleid auf einem Holzsteg über der felsigen Küste
Ein Dassie sitzt in einem steinernen Pfosten am Wegesrand

Gut zu wissen

  • Wer Wale sehen will, kommt zwischen Juni und November
  • Der Weg ist lang, man kann aber an vielen Stellen ein- und aussteigen

De Hoop

25. – 26. März 2026 · 1 Nacht · De Hoop Nature Reserve

Etappe 3 von 8 · Anreise per Auto

Die Strecke von Hermanus nach De Hoop ist Rebecca gefahren, zum ersten Mal auf dieser Reise und zum ersten Mal links. Einfach war das nicht: Die letzten etwa 60 Kilometer führen über eine Schotterstraße, auf der uns in der ganzen Zeit vielleicht fünf Autos entgegengekommen sind. Dafür saßen dort die ersten Paviane am Straßenrand.

Rebecca sitzt konzentriert am Steuer des Mietwagens auf der Fahrt nach De Hoop
Eine Gruppe Paviane sitzt in einem eingezäunten Gehege am Straßenrand

Im De Hoop Nature Reserve haben wir gegen vier eingecheckt und eine runde Hütte mit Reetdach bezogen, die uns sofort klargemacht hat, dass wir jetzt in der Wildnis sind. Am späten Nachmittag sind wir noch durchs Reservat gefahren. Max ist dabei zu Fuß auf eine kleine Herde Zebras zugegangen, und gegen sechs standen wir oben in den Dünen am Meer.

Zebras grasen verstreut auf einer weiten, salzweißen Fläche im Abendlicht

Essen gegangen sind wir abends nicht. Wir haben gesnackt, ein paar Drinks genommen und sehr viele Runden Uno gespielt – bei Licht und nah am Wasser, was die Mücken dankbar angenommen haben. Max war am nächsten Morgen komplett zerstochen, Rebecca kaum.

Bewertung: 3 von 5
Art
Camp
Wann
25. – 26. März 2026
Nächte
1
Preis
103,88 € pro Nacht
Zimmer
Doppelzimmer

Rondawels sind runde Hütten mit kegelförmigem Reetdach, eine traditionelle Bauform im südlichen Afrika. Unsere stand im De Hoop Nature Reserve, und sie war das, was man eine erste wilde Erfahrung nennen kann. Die Hütte hat ziemlich gerochen, ein paar Tiere waren schon vor uns eingezogen, und beim Einchecken bekamen wir den Hinweis, die Türen immer zu schließen und abzuschließen, damit keine weiteren „Bewohner“ dazukommen.

Essen gegangen sind wir an diesem Abend nicht. Wir haben gesnackt, etwas getrunken und sehr viele Runden Uno gespielt. Weil die Hütte nah am Wasser lag und wir Licht anhatten, kamen die Mücken in Scharen – Max war am nächsten Morgen komplett zerstochen, Rebecca erstaunlicherweise kaum.

Trotz allem: Gerade diese Nacht ist eine der Geschichten, die von der Reise geblieben sind.

Ein Zebra grast auf salzweißem Boden nahe der Lodge

Hat uns gefallen

  • Mitten im Reservat, Zebras und Dünen sind ganz nah
  • Eine Nacht, die man nicht so schnell vergisst

Weniger gut

  • Die Hütte hat ziemlich gerochen
  • Ein paar Tiere waren schon vor uns drin
  • Abends am Wasser, bei Licht, sehr viele Mücken

Parken

Zur Buchungsseite

Bewertung: 4,5 von 5

Kurz, aber wirklich schön – weiße Dünen und dahinter nur noch das Meer.

Wann
25. März 2026
Start
18:01 Uhr
Dauer
15 Min.
Schwierigkeit
Leicht

Nach dem Einchecken sind wir am späten Nachmittag noch mit dem Auto durchs Reservat gefahren. Max ist unterwegs zu Fuß auf eine kleine Herde Zebras zugegangen, und am Ende sind wir an der Küste bei Koppie Alleen angekommen, wo die weißen Dünen direkt ans Meer reichen.

Wir sind hinaufgestiegen und einfach ein bisschen durch die Dünen gelaufen. Lange waren wir nicht dort, vielleicht eine Viertelstunde, aber es war wirklich schön.

Weite weiße Dünenlandschaft im Abendlicht mit Blick aufs Meer
Schmaler Sandpfad zwischen niedrigen Büschen führt hinunter zu den Dünen
Ein Zebra grast allein auf einer von weißem Salz bedeckten Fläche im Abendlicht

Gut zu wissen

  • Nach dem Einchecken noch durchs Reservat fahren, unterwegs stehen oft Zebras und Antilopen

Knysna

26. – 27. März 2026 · 1 Nacht · Knysna

Etappe 4 von 8 · Anreise per Auto

Von De Hoop nach Knysna ist es der längste Fahrtag der Reise, und gefahren ist wieder Max. Einen ersten kurzen Halt gab es am Vormittag in Swellendam. Danach sind wir nicht direkt an die Küste gefahren, sondern ins Landesinnere nach Oudtshoorn, weil dort die Straußenfarmen liegen. Auf einer davon haben wir gut eine Stunde verbracht, mit einem kleinen Bus über das Gelände, mit Füttern und mit einem Straußenei, das mehr aushält, als man denkt.

Max sitzt an einem Tisch im Freien vor einem Teller mit Sandwich und Kartoffelspalten

Am späten Nachmittag waren wir in Mossel Bay unten an der Landspitze und am Abend in Knysna, wo wir eine Nacht in einer kleinen Lodge geschlafen haben, die an sich gut war.

Rebecca steht auf einem Holzsteg vor einer großen Felshöhle an der Küste von Mossel Bay

Am Morgen darauf sind wir noch über Thesen Island in der Lagune gelaufen und hinauf zum Aussichtspunkt an den Knysna Heads, den beiden Felsen, zwischen denen die Lagune ins Meer übergeht. Dann ging es weiter Richtung Osten.

Bewertung: 3,5 von 5
Art
Lodge
Wann
26. – 27. März 2026
Nächte
1
Preis
61,9 € pro Nacht
Zimmer
Doppelzimmer

Nach dem längsten Fahrtag der Reise sind wir am Abend in Knysna angekommen, in der Guinea Fowl Lodge. Viel mehr als eine Nacht Schlaf haben wir von ihr nicht gebraucht, und dafür war sie gut. Mit knapp 62 Euro gehörte sie zu den günstigsten Unterkünften der Reise.

Am nächsten Morgen sind wir von hier aus noch nach Thesen Island und zu den Knysna Heads, bevor es weiter Richtung Plettenberg Bay ging.

Holzterrasse mit Sitzgruppe und Blick über Knysna bis zur Lagune

WLAN · Parken · Frühstück

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Bewertung: 5 von 5

Einfach fahren und schauen – genau das ist von der Garden Route am meisten geblieben.

Wann
26. März 2026

Von allem, was wir in Südafrika gemacht haben, gehört die Fahrt die Garden Route entlang zu dem, woran wir am liebsten zurückdenken: fahren, aus dem Fenster schauen und die Landschaft genießen. Dieser Tag war der längste davon.

Morgens ging es aus De Hoop hinaus, mit einem ersten Halt in Swellendam, einer der ältesten Städte des Landes. Danach haben wir nicht den direkten Weg an der Küste genommen, sondern sind über die Berge ins Landesinnere nach Oudtshoorn gefahren, in die Kleine Karoo, wo die Straußenfarmen liegen. Am späten Nachmittag waren wir wieder unten am Meer in Mossel Bay, an der Landspitze beim Leuchtturm von Cape St. Blaize, und am Abend in Knysna.

Frühstücksteller mit Avocado, Rührei und Tomaten auf einem Holztisch im Freien
Holzsteg führt zu einer Aussichtsplattform vor einer Felshöhle über dem Meer, eine Person steht am Geländer

Gut zu wissen

  • Für den Umweg über Oudtshoorn einen ganzen Tag einplanen
  • Nicht nur die N2 an der Küste nehmen – der Umweg über die Berge lohnt sich
Bewertung: 4 von 5

Sehr cool – und man sieht Strauße danach mit anderen Augen.

Wann
26. März 2026
Start
13:31 Uhr
Dauer
1 Std.
Schwierigkeit
Leicht

Oudtshoorn ist seit dem 19. Jahrhundert die Gegend der Straußenfarmen, und einige davon kann man besuchen. Auf unserer, der Safari Ostrich Farm, ging es mit einem kleinen Bus über das Gelände, und zwischendurch durften wir die Strauße auch selbst füttern. Ein Gehege mit Emus gab es auch.

Hängen geblieben ist vor allem, wie stabil Straußeneier sind: Rebecca durfte sich auf eines stellen, und es hat gehalten. Das war sehr cool, und nach einer guten Stunde ging es weiter in Richtung Küste.

Max hält einem Strauß über einen Zaun Futter aus der Hand
Aus einem offenen Bus heraus füttert eine Person einen Strauß, der den Kopf durch das Geländer streckt
Rebecca steht im offenen Bus und füttert zwei Strauße, die die Köpfe zu ihr strecken
Wann
27. März 2026
Start
10:20 Uhr
Schwierigkeit
Leicht

Thesen Island liegt mitten in der Knysna-Lagune und war jahrzehntelang ein Holzwerk. Heute ist die Insel ein kleines Viertel aus Häusern, Läden und Restaurants, durchzogen von Kanälen. Wir sind am Vormittag vor der Abfahrt eine Runde darüber gelaufen.

Danach sind wir noch hinauf zum Aussichtspunkt an den Knysna Heads gefahren, den beiden Sandsteinfelsen, zwischen denen die Lagune ins Meer übergeht. Die Durchfahrt dazwischen gilt als eine der gefährlichsten Hafeneinfahrten überhaupt, und vom Aussichtspunkt schaut man genau auf diese Stelle hinunter.

Rebecca steht auf einem Holzsteg am Kanal von Thesen Island, im Hintergrund Boote und Häuser
Rebecca steht an einem Holzgeländer mit Blick auf die grüne Landzunge und das Meer bei den Knysna Heads

Tsitsikamma

27. – 28. März 2026 · 1 Nacht · Tsitsikamma

Etappe 5 von 8 · Anreise per Auto

Von Knysna aus war es nicht weit, und das hat dem Tag gutgetan. Mittags sind wir bei Plettenberg Bay ein Stück auf die Robberg-Halbinsel gelaufen. Gegessen haben wir danach an einer kleinen Raststätte, deren Namen wir nicht mehr wissen, die aber sehr gut war. Dort standen Tiere mit auffallend lockigem Fell, die wir für Schafe gehalten haben. Auf den Fotos sieht man die gebogenen Hörner: Es waren Angoraziegen, deren Wolle als Mohair verkauft wird. Die Wolle soll jedenfalls sehr teuer sein, und für Rebecca war das ein kleines Paradies.

Weiße Ziege mit langem lockigem Fell und gebogenen Hörnern auf einer Wiese an der Raststätte

Auf der Weiterfahrt hat Max ein Schild am Straßenrand gesehen: Bungee von der Brücke. Am Abend in der Unterkunft bei Storms River hat er gebucht.

Der nächste Tag war entsprechend voll. Morgens zuerst zum Big Tree, dann an die Bloukrans Bridge zum Sprung, und am Nachmittag noch in den Nationalpark an der Mündung des Storms River: über die Hängebrücke und danach auf dem Waterfall Trail die Felsenküste entlang. Erst am frühen Abend sind wir aufgebrochen, und die Fahrt nach Port Elizabeth hat sich dann sehr lang gezogen.

Rebecca steht auf dem Holzsteg vor dem riesigen Stamm des Big Tree im Wald
Art
Lodge
Wann
27. – 28. März 2026
Nächte
1
Preis
62,36 € pro Nacht
Zimmer
Doppelzimmer

Die Tsitsikamma Lodge bei Storms River war eine Nacht auf dem Weg nach Osten, für gut 62 Euro. Storms River liegt dafür günstig: Der Big Tree, der Eingang des Nationalparks an der Mündung des Flusses und die Bloukrans Bridge sind alle nicht weit.

Im Gedächtnis geblieben ist die Nacht vor allem wegen des Abends. Auf der Fahrt hierher hatte Max ein Schild gesehen, dass man von der Brücke Bungee springen kann, und hier hat er den Sprung für den nächsten Tag gebucht.

WLAN · Parken · Frühstück

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Robberg

Aktivität

Wann
27. März 2026
Start
12:29 Uhr
Dauer
1,5 Std.
Schwierigkeit
Mittel

Mittags, auf dem Weg von Knysna nach Storms River, haben wir bei Plettenberg Bay angehalten und sind ein Stück auf die Halbinsel Robberg gelaufen. Robberg ist ein schmaler, steiler Felsrücken, der sich rund vier Kilometer weit ins Meer schiebt, und steht als Naturreservat unter Schutz.

Wir sind vom Parkplatz aus über den Rücken nach oben und dann auf der Südseite unten am Wasser zurückgegangen, zusammen gut eine Stunde. Wer weiter hinaus will, etwa bis zur weißen Witsand-Düne oder ans Ende der Halbinsel, nimmt einen der längeren Rundwege und braucht deutlich mehr Zeit.

Rebecca geht auf einem Holzsteg über den Felsrücken von Robberg, das Meer auf beiden Seiten
Sandige Düne führt hinunter zu einer Bucht mit Felsinsel an der Südseite von Robberg
Max und Rebecca stehen zusammen im Sand am Wasser, im Hintergrund eine Felsinsel

Gut zu wissen

  • Es gibt Rundwege in mehreren Längen, der längste führt bis ans Ende der Halbinsel

Eingepackt

  • Feste Schuhe, der Weg ist steinig und stellenweise steil
  • Wasser und Sonnenschutz

The Big Tree

Aktivität

Wann
28. März 2026
Schwierigkeit
Leicht

Nahe Storms River, gleich an der N2, steht The Big Tree, ein Outeniqua-Gelbholzbaum von rund 36 Metern Höhe, dessen Alter auf etwa 800 Jahre geschätzt wird. Ein kurzer Weg führt vom Parkplatz durch den Wald zu ihm hin.

Das war der erste Halt an einem sehr vollen Tag. Danach ging es zurück nach Westen zur Bloukrans Bridge und am Nachmittag in den Nationalpark an der Mündung des Storms River.

Blick den Stamm des Big Tree entlang hinauf in die Baumkrone
Bewertung: 5 von 5

Atemberaubend – und genau die Sorte Entscheidung, die man am Abend vorher nicht zu lange überdenken sollte.

Wann
28. März 2026

Geplant war der Sprung nicht. Auf der Fahrt nach Storms River hat Max ein Schild am Straßenrand gesehen, dass man hier von der Brücke springen kann, und am Abend hat er einfach gebucht.

Die Bloukrans Bridge ist eine Bogenbrücke über die Schlucht des Bloukrans River, und von ihrer Mitte geht es 216 Meter in die Tiefe – einer der höchsten Brücken-Bungeesprünge der Welt. Vor Ort wurde Max eingekleidet und in die Gurte montiert. Einer der Guides hat Rebecca, die Höhenangst hat, dazu überredet, wenigstens mit auf die Brücke zu kommen. Für sie ist so etwas jedes Mal eine Überwindung, aber sie hat sich getraut.

Auf der Brücke war außerdem eine Gruppe von etwa fünf Südafrikanerinnen, die die ganze Zeit gesungen, getanzt und gelacht haben. Das hat eine Menge Anspannung genommen. Der Sprung selbst war atemberaubend und hat einen Riesenspaß gemacht.

Max sitzt eingekleidet auf der Sprungplattform, ein Guide kniet neben ihm
Max sitzt mit Gurten auf der Bank, zwei Guides bereiten den Sprung vor
Max und Rebecca lächeln nebeneinander auf dem Steg mitten auf der Bloukrans Bridge

Gut zu wissen

  • Auch Begleiter können mit auf die Brücke, das lohnt sich selbst mit Höhenangst
  • Bei uns hat es gereicht, am Abend vorher zu buchen
Bewertung: 4 von 5
Wann
28. März 2026
Start
14:14 Uhr
Dauer
25 Min.
Preis
492 R p. P.Tagesticket Nationalpark für internationale Gäste
Schwierigkeit
Leicht

Am Nachmittag nach dem Bungeesprung sind wir noch in den Nationalpark an der Mündung des Storms River gefahren. Vom Parkplatz aus führt der kurze Mouth Trail über Holzstege und Felsen zu einer Hängebrücke, die direkt über die Stelle gespannt ist, an der der Fluss aus einer engen Schlucht ins Meer läuft.

Das war der kürzere der beiden Wege an diesem Nachmittag. Danach ging es gleich weiter auf den Waterfall Trail in die andere Richtung.

Geschichtete Felswand am Weg zur Mündung des Storms River, eine Person steht am Fuß des Felsens
Rebecca geht mit pinker Kappe über die Hängebrücke, unten fließt der Storms River ins Meer

Gut zu wissen

  • Das Tagesticket gilt für Mouth Trail und Waterfall Trail zusammen, beides passt an einen Nachmittag
  • Für die Registrierung am Tor Pass, Kennzeichen und Telefonnummer bereithalten
Bewertung: 4 von 5
Wann
28. März 2026
Schwierigkeit
Anspruchsvoll
Strecke
6 km

Der Waterfall Trail ist das erste Stück des Otter Trails, eines mehrtägigen Küstenwegs, und führt vom Storms River Mouth aus nach Westen, rund drei Kilometer bis zu einem Wasserfall und wieder zurück. Einen richtigen Pfad gibt es dabei kaum: Man läuft über Felsblöcke direkt an der Küste, mit dem Meer immer daneben.

Wir sind ihn am späten Nachmittag gegangen, nach dem Mouth Trail und nach einem Tag, der morgens schon mit Big Tree und Bungeesprung angefangen hatte. Zurück am Auto waren wir erst am frühen Abend, und danach lag noch die lange Fahrt nach Port Elizabeth vor uns.

Ein Wasserfall stürzt über gestufte Felsen in ein dunkles Becken
Rebecca klettert über große, flechtenbewachsene Felsblöcke direkt am Meer

Gut zu wissen

  • Nicht zu spät losgehen, für Hin- und Rückweg braucht man mehrere Stunden

Eingepackt

  • Schuhe mit gutem Grip, die Felsen können nass und rutschig sein
  • Wasser

Port Elizabeth

28. – 30. März 2026 · 2 Nächte · Port Elizabeth

Etappe 6 von 8 · Anreise per Auto

Nach Bungee und zwei Wanderungen sind wir erst am frühen Abend in Storms River losgefahren und kamen in Port Elizabeth, das offiziell inzwischen Gqeberha heißt, gegen zehn Uhr nachts an. Die Villa Tuscana war dafür ein guter Ort: relativ schick, mit gutem Frühstück, und nach vier Nächten mit jeweils neuem Bett endlich zwei Nächte am Stück.

Den Tag dazwischen haben wir im Addo Elephant Nationalpark verbracht, mit unserem eigenen Mietwagen, ohne Guide. Hinein ging es im Süden, dann den Nachmittag über nach Norden bis zum Hauptcamp. Die erste Elefantenherde kam uns schon nach kurzer Zeit entgegen, und dabei blieb es nicht. Abends sind wir in Port Elizabeth noch essen gegangen.

Informationstafel am Eingang des Addo Elephant Nationalpark mit Karte und aktuellen Tiersichtungen

Am nächsten Morgen ging es sehr früh zum Flughafen. Den Mietwagen haben wir dort abgegeben, nach gut elf Tagen Linksverkehr.

Villa Tuscana

Unterkunft

Bewertung: 4,5 von 5
Art
Gästehaus
Wann
28. – 30. März 2026
Nächte
2
Preis
98,41 € gesamt
Zimmer
Doppelzimmer

Nach dem langen Tag von Storms River kamen wir erst gegen zehn Uhr abends in Port Elizabeth an, und die Villa Tuscana war danach genau das Richtige. Das Haus ist relativ schick, das Frühstück war gut, und für zwei Nächte haben wir zusammen gut 98 Euro bezahlt – pro Nacht die günstigste Unterkunft der ganzen Reise.

Der Gastgeber wirkte am Anfang etwas eingebildet. Das hat sich aber schnell gelegt, und am Ende war es eine richtig gute Unterkunft, von der aus wir einen ganzen Tag in den Addo Elephant Nationalpark gefahren sind.

Max mit Stirnlampe und Rebecca stehen abends im Zimmer der Villa Tuscana

Hat uns gefallen

  • Relativ schick, für knapp 50 Euro pro Nacht
  • Gutes Frühstück
  • Nach vier Einzelnächten endlich zwei Nächte am selben Ort

Weniger gut

  • Der Gastgeber wirkte zu Beginn etwas eingebildet, das hat sich aber gelegt

WLAN · Parken · Frühstück · Pool

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Bewertung: 4,5 von 5

Die erste Safari der Reise, ganz ohne Guide – und sie war richtig spannend.

Wann
29. März 2026
Start
11:03 Uhr
Dauer
5,5 Std.

Den Tag in Port Elizabeth haben wir im Addo Elephant Nationalpark verbracht, mit unserem eigenen Mietwagen und ohne Guide. Das funktioniert dort ohne Weiteres: Am Tor zahlt man den Eintritt und fährt einfach los.

Hineingefahren sind wir kurz nach elf im Süden des Parks, und schon nach kurzer Zeit kam uns eine ganze Elefantenherde entgegen. Dabei blieb es nicht. Über den Tag haben wir sehr viele Tiere gesehen, Elefanten immer wieder, Zebras eigentlich überall und verschiedene Antilopen, darunter Kudus mit ihren gedrehten Hörnern. Die Namen der übrigen haben wir uns nicht alle gemerkt. Am späten Nachmittag kamen wir im Norden beim Hauptcamp an.

Es war die erste Safari der Reise und ein sehr spannender Tag. Am Abend sind wir zurück nach Port Elizabeth gefahren und dort noch essen gegangen.

Ein Zebra steht direkt vor dem Auto auf der Straße und schaut in die Kamera
Eine Kuduantilope mit langen gedrehten Hörnern steht im Gebüsch am Straßenrand
Rebecca lächelt im Auto, durch das Fenster sind mehrere Zebras auf der Wiese zu sehen
Zwei Elefanten laufen auf einer Schotterstraße direkt auf das Auto zu

Gut zu wissen

  • Ein normaler Mietwagen reicht, die Straßen im Park sind gut befahrbar
  • Im Süden hineinfahren und den Park bis zum Hauptcamp im Norden durchqueren, das ergibt einen ganzen Tag
  • Genug Wasser und etwas zu essen mitnehmen, zwischen den Camps gibt es nichts

Am Krüger-Nationalpark

30. März – 2. April 2026 · 3 Nächte · Hoedspruit

Etappe 7 von 8 · Anreise per Flug

Für den letzten Teil der Reise sind wir quer durchs Land geflogen, von der Südküste in den subtropischen Nordosten. In Hoedspruit hat uns der Gastgeber der Lodge am Flughafen abgeholt, und am Nachmittag saßen wir schon in einer sehr kleinen, sehr gemütlichen Lodge in einem privaten Wildreservat.

Blick von einer Holzterrasse über einen ruhigen Fluss, Bäume am Ufer, Abendlicht

Das Reservat liegt nicht im Nationalpark selbst, sondern davor, und genau das hat die drei Tage so besonders gemacht. Man durfte dort einfach spazieren gehen, zwischen den Tieren. Die einzige Regel: Abstand halten, wenn ein Leopard in der Nähe ist. Das kam uns am ersten Tag völlig verrückt vor und war nach kurzer Zeit normal, auch wenn plötzlich eine ganze Gruppe Warzenschweine um uns herumstand.

Am zweiten Tag waren wir mit einem sehr lustigen Guide auf der Panorama-Route unterwegs, oben an der Abbruchkante über dem Tiefland. Am dritten ging es endlich in den Krüger selbst, einen ganzen Tag lang, mit Elefanten, Zebras, Antilopen und zum ersten Mal Löwen. Die Abende haben wir in der Lodge verbracht, einmal mit einem Stachelschwein als Besuch beim Essen.

Ein Stachelschwein mit aufgestellten Stacheln läuft nachts über die beleuchtete Terrasse neben dem Esstisch

Am letzten Vormittag sind wir noch einmal durchs Reservat gelaufen, dann ging es zurück zum Flughafen.

Bewertung: 5 von 5
Art
Lodge
Wann
30. März – 2. April 2026
Nächte
3
Preis
517 € gesamt
Zimmer
Doppelzimmer

Die Lindiwe Safari Lodge liegt nicht im Krüger-Nationalpark selbst, sondern in einem privaten Wildreservat bei Hoedspruit, und der Gastgeber hat uns am Flughafen abgeholt. Die Lodge ist klein und sehr liebevoll gebaut, und man merkt sofort, dass hier Menschen arbeiten, die gern mit ihren Gästen reden. Das Personal war durchweg ausgesprochen nett.

Zur Lodge gehörten auch Buschbabys, die dort gehalten wurden, und andere Tiere liefen einfach durchs Gelände. Es gibt einen kleinen Pool, in dem wir zweimal waren, und abends beim Essen kam einmal ein Stachelschwein vorbei.

Das Besondere aber war das Reservat drumherum. Man durfte dort einfach spazieren gehen. Wir haben anfangs noch nachgefragt, ob das wirklich so gemeint ist, und die Antwort war: ja, nur wenn ein Leopard in der Nähe ist, bitte nicht zu dicht heran. Das war am ersten Tag befremdlich und nach kurzer Zeit ganz normal, auch wenn plötzlich eine ganze Gruppe Warzenschweine um uns herumstand.

Mit 517 Euro für drei Nächte war die Lodge die mit Abstand teuerste Unterkunft der Reise. Von hier aus haben wir die Panorama-Route und die Ganztagessafari im Krüger gemacht.

Holzterrasse mit Geländer über einem ruhigen Fluss, Bäume am gegenüberliegenden Ufer
Eine Antilope steht zwischen Büschen und Bäumen auf dem Lodge-Gelände
Rebecca geht einen sandigen Weg durchs Buschland im Dämmerlicht
Ein Stachelschwein läuft nachts über den beleuchteten Weg neben der Terrasse
Überdachter Lounge-Bereich der Lodge mit Tischen, Sitzkissen und Blick ins Grüne

Hat uns gefallen

  • Klein, liebevoll gebaut und sehr gemütlich
  • Das Personal war ausgesprochen herzlich, man kam immer ins Gespräch
  • Im Reservat darf man zu Fuß spazieren gehen, mitten zwischen den Tieren
  • Abholung am Flughafen in Hoedspruit

Weniger gut

  • Mit 517 Euro für drei Nächte die mit Abstand teuerste Unterkunft der Reise

WLAN · Pool · Parken · Bar

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Panorama-Route

Aktivität

Bewertung: 4,5 von 5

Beeindruckende Aussichtspunkte, und mit diesem Guide war auch die Fahrt dazwischen ein Vergnügen.

Wann
31. März 2026
Start
10:05 Uhr
Preis
234,98 € pro Gruppe
Anbieter
Mo-Afrika Tours

Am zweiten Tag an der Lodge waren wir mit einem Guide von Mo-Afrika Tours auf der Panorama-Route unterwegs, oben an der Abbruchkante der Drakensberge. Der Guide war sehr lustig, und wir haben den ganzen Tag über mit ihm viel Blödsinn geredet.

Die erste Station waren die Three Rondavels über dem Blyde River Canyon, drei runde Felskuppen, die tatsächlich wie die Hütten aussehen, nach denen sie benannt sind. Danach ging es zu den Bourke’s Luck Potholes, wo das Wasser tiefe, runde Löcher in den Fels gewaschen hat, und zu den Lisbon Falls und den Berlin Falls, zwei der Wasserfälle in der Gegend.

Mittags haben wir in Graskop in einem kleinen Restaurant gegessen, dessen Wände weiß gestrichen sind, damit die Gäste mit Edding etwas daraufschreiben können. Wir haben uns dort auch verewigt. Zum Schluss kam God’s Window, ein Aussichtspunkt, von dem aus man zwischen hohen Aloen weit hinunter ins Tiefland schaut.

Schlucht mit rundgewaschenen Felslöchern, durch die sich lehmbraunes Flusswasser windet
Weiß gestrichene Restaurantwand, komplett mit handgeschriebenen Nachrichten in bunten Stiften bedeckt
Rebecca sitzt auf einem Felsen neben hohen Aloe-Pflanzen und blickt über ein weites grünes Tal
Zwei Wasserfälle stürzen nebeneinander eine bewaldete Felswand hinab
Max und Rebecca stehen vor einem kleinen Wasserfall in felsigem Gelände

Gut zu wissen

  • Gebucht haben wir die Tour über GetYourGuide
  • Beim Mittagessen in Graskop auf die Wände achten – und selbst etwas dazuschreiben
Bewertung: 5 von 5

Einer der drei Momente dieser Reise – und die Löwen haben wir uns so lange angeschaut, wie wir wollten.

Wann
1. April 2026
Start
07:03 Uhr

Der Tag im Krüger war der, auf den die ganze Reise zugelaufen ist. Wir wurden früh an der Lodge abgeholt und kurz nach sieben ging es durch das Phalaborwa Gate in den Park. Von dort sind wir nach Osten gefahren, bis in die Gegend von Letaba, und dann langsam nach Süden, bis wir am Nachmittag durch das Orpen Gate wieder hinauskamen.

Der Park ist riesig, und wir hatten wieder einen sehr guten Guide. Gesehen haben wir sehr viele Elefanten, sehr viele Zebras, verschiedene Antilopen und ein Nashorn. Und dann, zum ersten Mal für uns in freier Wildbahn: Löwen. Wir sind sehr nah herangefahren und haben uns sehr viel Zeit genommen, sie einfach anzuschauen. Das war richtig, richtig gut.

Am Abend hat uns der Guide wieder an der Lodge abgesetzt.

Mehrere Zebras überqueren eine unbefestigte Straße im Busch
Eine kleine Gruppe Impalas grast zwischen Büschen
Eine Elefantenherde steht im Schatten von Bäumen
Ein Löwe liegt gut getarnt im hohen Gras unter einem Busch
Ein Elefant liegt im Schatten eines Baumes auf einer Wiese
Ein Nashorn grast unter einem Baum im hohen Gras
Ein Zebra grast am Rand der Safaripiste

Gut zu wissen

  • Eine geführte Tour lohnt sich, der Guide weiß, wo die Tiere gerade sind
  • Sonnenschutz und Wasser mitnehmen, der Tag ist lang

Zurück in Kapstadt

2. – 3. April 2026 · 1 Nacht · Kapstadt

Etappe 8 von 8 · Anreise per Flug, 2,5 Std.

Vom Krüger ging es am Nachmittag zurück nach Kapstadt, und am Flughafen haben wir uns noch einmal einen Mietwagen genommen. Die letzte Nacht hatten wir im Premier Hotel Cape Manor in Sea Point gebucht, einem relativ schicken Hotel, von dem wir allerdings kaum etwas hatten: spät angekommen, geschlafen und am Morgen früh wieder ausgecheckt. Das war im Nachhinein schlecht durchdacht, und die Planung stammte, das gibt Max zu, wahrscheinlich von ihm.

Den letzten Tag sind wir dann mit dem Auto durch die Stadt gefahren: morgens Sea Point, mittags noch einmal die Waterfront, am Nachmittag die Innenstadt. Am Abend ging der Flug zurück nach Hause.

Blick durch die Windschutzscheibe auf eine Stadtautobahn Richtung Kapstadt, im Hintergrund der Lion's Head
Art
Hotel
Wann
2. – 3. April 2026
Nächte
1
Preis
94,76 € pro Nacht
Zimmer
Doppelzimmer

Die letzte Nacht haben wir im Premier Hotel Cape Manor in Sea Point verbracht, für knapp 95 Euro. Das Hotel selbst war relativ schick, aber wir hatten kaum etwas davon: Wir kamen spät vom Flughafen, wo wir uns noch einen Mietwagen geholt hatten, haben geschlafen und am nächsten Morgen früh ausgecheckt.

Im Nachhinein hat sich das überhaupt nicht gelohnt, und das liegt nicht am Hotel, sondern an der Planung – die, wie Max zugibt, wahrscheinlich von ihm stammt. Für ein paar Stunden Schlaf vor dem Rückflug hätte es etwas deutlich Einfacheres auch getan.

Ausblick von einem hohen Fenster über die Dächer von Sea Point Richtung Lion's Head im morgendlichen Dunst

Hat uns gefallen

  • Relativ schick, in Sea Point nah am Meer

Weniger gut

  • Für eine Nacht mit später Ankunft und frühem Auschecken zu viel Hotel

WLAN · Frühstück · Bar

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