Max & Rebecca

Korfu

Busfahrpläne, Buchten und eine Doppelbucht

11. – 18. Juli 2022, 8 Tage

7 Etappen, 1 Insel

Zwei türkise Buchten mit hellen Stränden, getrennt von einer schmalen bewachsenen Landzunge, dahinter ein grüner Berg

Korfu kam durch Recherche zustande, nicht durch einen Flugpreis. Wir haben geschaut, wo wir hinwollen, und sind über Bilder von Porto Timoni gestolpert – zwei Buchten, die sich an der schmalsten Stelle eines Bergrückens gegenüberliegen. Diese eine Doppelbucht hat den Ausschlag gegeben.

Die Insel ist klein, und deshalb brauchten wir nur eine Unterkunft. Sie lag in Korfu-Stadt, und alles andere lief über den zentralen Busbahnhof: sehr früh aufstehen, hinsprinten, in den Linienbus, irgendwo im Norden oder Westen wieder aussteigen. Auf den Hinfahrten ist Max zuverlässig eingeschlafen, und es gibt genügend Fotos, die das belegen.

Herausgekommen ist eine Woche mit sehr unterschiedlichen Tagen. Eine Wanderung im Nordwesten, bei der wir zu wenig zu trinken dabeihatten und ernsthaft ins Grübeln kamen. Ein Badetag in Paleokastritsa mit Höhlen, Tretboot und einem denkwürdigen Sonnenbrand. Der Abstieg nach Porto Timoni, bei dem sich zum ersten Mal herausgestellt hat, dass die Fotos im Netz nicht übertrieben hatten. Eine Bootstour nach Paxos und Antipaxos, die mit Ouzo um sieben Uhr morgens begann und mit einem Quallenstich weiterging. Und zum Schluss ein Nachmittag direkt unter der Landebahn des Flughafens.

Selfie von Max und Rebecca mit nassen Haaren auf einem Boot, hinter ihnen türkises Wasser und eine Motoryacht

Was diese Reise trotzdem am zuverlässigsten in Erinnerung ruft, ist der Rückflug. Wir saßen bereits in der Maschine, Max war eingeschlafen, und als er wieder aufwachte, stand das Flugzeug immer noch – nach zwei Stunden, unverändert auf Korfu. Danach wurden alle wieder ausgeladen, das Gepäck blieb an Bord, und niemand konnte sagen, wann es weitergeht. Wir haben zwölf Stunden am Flughafen verbracht, auf dem Boden geschlafen, schlechten Kaffee getrunken und belegte Baguettes zu absurden Preisen gegessen. Irgendwann ging es dann doch los.

Ein Flugzeug im Anflug am blauen Himmel über einem Steg im Wasser

Zwischen der Doppelbucht und diesem Flughafenboden liegt diese Reise ziemlich genau.

Korfu-Stadt

11. – 18. Juli 2022 · 7 Nächte · Korfu-Stadt

Etappe 1 von 7 · Anreise per Flug

Korfu ist klein genug, dass man von einem Punkt aus die ganze Insel machen kann, und wir haben diesen Punkt in Korfu-Stadt gewählt. Die Unterkunft lag in der Altstadt, der zentrale Busbahnhof ein paar Minuten entfernt, und daraus ergab sich der Ablauf jeder Woche: sehr früh aufstehen, zum Bus sprinten, irgendwo auf der Insel aussteigen.

Selfie von Rebecca und Max mit Sonnenbrillen, hinter ihnen türkises Wasser, Segelboote und das Festland am Horizont
Erster Nachmittag, noch ohne Busfahrplan.

Diese Busfahrten haben ihre eigene Fußnote hinterlassen. Auf den Hinfahrten ist Max regelmäßig eingeschlafen, und Rebecca hat das jedes Mal fotografiert. Es gibt von dieser Reise eine kleine Serie schlafender Menschen im griechischen Linienbus.

Max schläft mit offenem Mund und zurückgelegtem Kopf auf dem Sitz eines Linienbusses, draußen grüne Hänge
Ein Beleg aus der Serie.

Abends ging es zurück in die Altstadt. Die venezianischen Gassen, die Arkaden an der Spianada und die Pizza am Wasser waren so etwas wie der feste Rahmen um jeden Tag.

Einen Tag haben wir ganz hier verbracht, ohne Bus: die Alte Festung, die Spianada und der Rest dessen, was vierhundert Jahre Venedig auf dieser Insel hinterlassen haben.

Bewertung: 4,5 von 5

Unsere Woche hatte einen sehr festen Rhythmus: morgens früh raus zum Busbahnhof, tagsüber irgendwo auf der Insel, und abends zurück in die Altstadt von Korfu-Stadt.

Das hat sich nie abgenutzt. Die Gassen sind eng und hoch, es gibt kaum eine Straße, die geradeaus geht, und weil die Insel nie osmanisch war, sieht das alles eher italienisch aus als griechisch. Zur Spianada hin öffnet sich das Ganze plötzlich zu einem sehr großen Platz mit den Liston-Arkaden an der Seite.

Zwei Abende sind besonders hängen geblieben, und beide bestanden aus derselben Sache: Pizza, ein Glas Wein, direkt am Wasser sitzen und nichts weiter vorhaben.

Gasse mit Arkaden auf der linken Seite, glänzendem Pflaster und bunten Wimpeln über der Straße
Rebecca in einer Gasse zwischen hohen Häusern, rechts gedeckte Restauranttische
Kleiner Platz mit Café-Tischen unter einem Sonnenschirm, dahinter hohe Häuser mit Fensterläden
Beleuchtete Gasse bei Nacht mit Kleiderständern vor den Läden und Wimpeln über der Straße
Max an einem Tisch in einer Gasse, vor ihm zwei Pizzen und ein orangefarbenes Getränk im Weinglas

Gut zu wissen

  • Die Altstadt ist abends deutlich angenehmer als mittags, wenn die Kreuzfahrtgäste weg sind
  • Zum Essen aus den Gassen heraus ans Wasser gehen, südlich der Altstadt
Bewertung: 4 von 5
Wann
15. Juli 2022
Start
13:02 Uhr
Dauer
3 Std.

Nach drei Tagen Busfahren war das der Tag, an dem wir einfach in der Stadt geblieben sind.

Korfu-Stadt hat zwei Festungen, und die ältere sitzt auf einem eigenen Felsen östlich der Altstadt, durch einen Graben vom Rest getrennt. Die Venezianer haben sie über Jahrhunderte ausgebaut, und Korfu ist deshalb der einzige Teil Griechenlands, der nie osmanisch wurde – was sich bis heute an jeder zweiten Hausfassade ablesen lässt.

Von oben sieht man die ganze Bucht, die Altstadt von hinten und bei klarem Wetter das Festland gegenüber. Danach ging es über die Spianada zurück in die Gassen.

Von der Festungsmauer aus tiefblaues Meer, am Horizont die Berge des Festlands
Rebecca geht über einen Platz in der Festung, dahinter ein roter Glockenturm auf alten Mauern
Der Festungsgraben zwischen hohen Mauern, darin liegen kleine Boote
Selfie von Rebecca und Max auf der Festung, hinter ihnen eine Mauer und Segelboote in der Bucht

Gut zu wissen

  • Nachmittags hochgehen, oben gibt es kaum Schatten
  • Von der Spitze sieht man die ganze Bucht und bei klarer Sicht bis nach Albanien

Sidari und Kap Drastis

12. Juli 2022 · Sidari

Etappe 2 von 7 · Anreise per Bus, 1,5 Std.

Der erste richtige Ausflugstag ging in den Nordwesten. Wir waren früh am Canal d’Amour, den ausgewaschenen Sandsteinkanälen bei Sidari, und haben dort bis kurz nach Mittag in der Strandbar gesessen. Erst dann sind wir an der Küste weitergelaufen, also genau zur heißesten Zeit.

Selfie von Max und Rebecca auf den hellen Sandsteinfelsen, hinter ihnen ein schmaler Kanal zum Meer

Der Weg zum Kap Drastis hat sich als die anstrengendste Strecke der ganzen Woche herausgestellt, und daran waren wir selbst schuld: Wir hatten viel zu wenig zu trinken dabei, unterwegs gibt es nichts, und Schatten gibt es kaum. Zwischendurch war die Stimmung entsprechend.

Landschaftlich war es trotzdem der stärkste Abschnitt der Insel. Und der kleine Laden am Ende mit den kalten Getränken hat in diesem Moment mehr Freude ausgelöst als jede Aussicht.

Blick von einem bewachsenen Hang hinunter auf weiße Felsen und Felsinseln in türkisem Wasser

Den Rest des Nachmittags haben wir in einer Bar auf den Klippen bei Peroulades verbracht, direkt über dem Wasser, mit Cocktails und ohne weiteren Plan.

Canal d'Amour

Aktivität

Bewertung: 4 von 5
Wann
12. Juli 2022
Start
09:52 Uhr

Der Canal d’Amour bei Sidari ist der bekannteste Punkt an der Nordküste, und er ist tatsächlich ungewöhnlich: Das Meer hat in den weichen hellen Sandstein schmale, gerade Kanäle geschnitten, so dass zwischen den Klippen Gassen aus Wasser entstehen.

Wir waren früh da, und das war die richtige Entscheidung – der Ort ist klein, und gegen Mittag steht man dort in der Reihe.

Für uns war das der Auftakt zu einem längeren Tag: Von hier aus sind wir an der Küste weiter nach Westen gelaufen, Richtung Kap Drastis.

Ein enger Wasserkanal zwischen zwei ausgewaschenen Sandsteinwänden, oben Bäume
Von oben ein langer schmaler Kanal zwischen Felswänden, am Sandstrand davor und im Wasser viele Badende
Gegen Mittag, als es voll wurde.
Selfie von Max und Rebecca mit Sonnenbrillen, hinter ihnen zwei bewachsene Sandsteinfelsen und eine Bucht

Gut zu wissen

  • Früh da sein, gegen Mittag steht man dort in einer Schlange
  • Der Sandstein ist weich und bröselig, oben auf den Kanten bleibt man besser weg von der Kante
Bewertung: 4,5 von 5

Landschaftlich der stärkste Küstenabschnitt der Insel – aber nur mit doppelt so viel Wasser, wie man denkt.

Wann
12. Juli 2022
Start
12:30 Uhr
Dauer
1,5 Std.
Schwierigkeit
Mittel
Strecke
4 km

Vom Canal d’Amour aus führt ein Weg an der Küste entlang nach Westen, bis das Land am Kap Drastis in einer Reihe heller Felsnadeln ins Meer ausläuft. Landschaftlich ist das der stärkste Abschnitt, den wir auf Korfu gesehen haben: weiße Klippen, tiefblaues Wasser und zwischendurch immer wieder ein Blick zurück auf die ganze Nordküste.

Der Haken war die Ausrüstung. Wir hatten deutlich zu wenig zu trinken dabei, und der Weg hat kaum Schatten und keine Möglichkeit, unterwegs etwas zu bekommen. Losgegangen sind wir erst kurz nach Mittag, zur heißesten Zeit. Anderthalb Stunden bis zum Kap klingen nicht nach viel, aber es ging aufwärts, es war staubtrocken, und irgendwann war die Frage weniger, wie schön es ist, sondern wie wir hier wieder wegkommen.

Umso größer war die Erleichterung über einen sehr kleinen, sehr urigen Laden am Ende der Strecke, in dem es kalte Getränke gab. Das ist einer der Momente, an die wir uns von dieser Reise am deutlichsten erinnern – und das lag nicht an der Aussicht.

Sandiger Pfad durch trockenes Gras und Büsche oberhalb des Meeres
Max steht auf einem Felsvorsprung, hinter ihm eine Felsnadel im Meer
Max mit nacktem Oberkörper und Rucksack auf einem Pfad zwischen Büschen, vor ihm das Meer
Breiter, staubiger Feldweg in praller Sonne zwischen niedrigen Büschen
Blick über türkises Wasser auf eine Küste mit hellen Klippen
Selfie von Rebecca und Max, hinter ihnen die weißen Felsen des Kaps im Meer

Gut zu wissen

  • Am frühen Morgen gehen und nicht wie wir erst mittags, im Juli ist es ab zehn Uhr unangenehm
  • Der letzte Abschnitt zur Spitze ist steil und ausgesetzt, man muss ihn nicht bis zum Ende gehen
  • Im letzten Dorf vorher noch einmal einkaufen

Eingepackt

  • Mehr Wasser, als vernünftig erscheint. Unterwegs gibt es nichts
  • Kopfbedeckung, Schatten gibt es nur selten, unter ein paar Büschen und Olivenbäumen
  • Feste Schuhe, der Weg ist staubig und rutschig
Bewertung: 5 von 5

Nach der Mittagshitze auf dem Küstenweg der bestverdiente Cocktail dieser Reise.

Wann
12. Juli 2022
Start
15:33 Uhr

Unterhalb von Peroulades fällt die Westküste in einer geraden, hellen Wand ins Meer ab, und oben auf dieser Kante sitzt eine Bar. Man sitzt buchstäblich über dem Abgrund, unter sich den schmalen Strand, vor sich nichts als offenes Wasser Richtung Italien.

Nach der Wanderung waren wir dort deutlich länger als geplant. Ein paar Cocktails, ein Sonnenschirm, und die erste Gelegenheit seit dem Canal d’Amour, in Ruhe zu reden statt darüber nachzudenken, wie weit es noch ist.

Von allen Pausen dieser Reise ist das die, die am meisten nach Urlaub aussah.

Helle Steilküste über türkisem Wasser, vorne eine blaue Badeplattform mit Stufen auf dem Fels
Flache Felsplatten am Wasser unter einem bewaldeten Hang, hinten eine kleine Holzhütte und ein paar Menschen

Gut zu wissen

  • Zum Sonnenuntergang wird es voll, davor hat man die Terrasse fast für sich
  • Die Treppe hinunter an den Strand lohnt sich, auch wenn man nicht baden will

Paleokastritsa

13. Juli 2022 · Paleokastritsa

Etappe 3 von 7 · Anreise per Bus, 1 Std.

Nach dem Tag im Nordwesten war klar, dass der nächste ruhiger werden musste. Paleokastritsa an der Westküste war dafür genau richtig: eine Reihe kleiner Buchten unter bewaldeten Hängen, klares Wasser, und außer Baden wenig zu tun.

Selfie von Rebecca und Max am Sandstrand, hinter ihnen ein Bootssteg, Ausflugsboote und ein bewaldeter Berg

Am späten Vormittag sind wir mit einem Motorboot und anderen Ausflüglern die Küste entlang zu den Höhlen gefahren, eine knappe Stunde lang.

Nach dem Mittag haben wir dann ein Tretboot gemietet und sind damit in die Nachbarbuchten gefahren. Dabei kam heraus, dass wir unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was man von so einem Boot aus noch machen kann – am Ende wurde das Springen aus Stabilitätsgründen eingestellt.

Max lacht aus dem Wasser neben der gelben Rutsche eines Tretboots, dahinter eine Felswand

Am Abend hatte Max einen Sonnenbrand, der die Beine sauber in drei Farbzonen geteilt hat. Das Foto davon gehört bis heute zu den Klassikern dieser Reise.

Bewertung: 5 von 5

Der entspannteste Tag der Woche – und der einzige, an dem wir für nichts einen Bus gebraucht haben.

Wann
13. Juli 2022
Start
09:56 Uhr
Dauer
9 Std.

Paleokastritsa ist der Ort, den man auf den Korfu-Bildern sieht: bewaldete Hänge, die steil ins Wasser fallen, dazwischen eine Bucht nach der anderen. Wir haben dort einen ganzen Tag verbracht, und zum ersten Mal in dieser Woche fast nur gebadet.

Das einzige Programm war am späten Vormittag eine knappe Stunde im Motorboot, zusammen mit anderen Ausflüglern an der Küste entlang in die Höhlen.

Nach dem Mittag haben wir uns ein Tretboot gemietet und sind damit in die Nachbarbuchten gefahren. Das war der Punkt, an dem die Frage aufkam, wie hoch man von so einem Boot springen darf, ohne dass es kippt – eine Frage, bei der wir zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen sind. Am Ende wurde das Springen eingestellt, weil das Boot sonst nicht mehr zu halten war.

Der Tag hatte eine Nachwirkung: Max hat sich einen Sonnenbrand geholt, der die Beine in drei sauber abgegrenzte Zonen geteilt hat – braune Waden, knallrote Oberschenkel und darüber wieder kreidebleich. Es gibt ein Foto davon, und es ist immer noch komisch.

Rebecca an einer Theke mit einem Eiskaffee, hinter ihr klares Wasser und ein bewaldeter Berg
Überhängende Felswand, darunter leuchtend blaues Wasser am Eingang einer Höhle
Rebecca sitzt vorn auf einem weißen Tretboot, dahinter tiefblaues Wasser und eine Felsküste
Kleiner Strand zwischen zwei bewaldeten Felsen, im flachen Wasser stehen Badende
Max steht auf einem Felsen am Meer, im Wasser dahinter eine Gruppe spitzer Felsinseln
Beine auf einem Bett mit scharf abgegrenztem Sonnenbrand, die Unterschenkel gebräunt, die Oberschenkel rot
Das Foto.
Selfie von Rebecca und Max mit Sonnenbrillen auf einem Boot, hinter ihnen offenes Meer und eine bewaldete Küste
Felsiges Ufer mit klarem Wasser im Abendlicht, dahinter ein Strand und bewaldete Hänge

Gut zu wissen

  • Das Tretboot lohnt sich, um in die Nachbarbuchten zu kommen
  • Wer vom Boot springen will, sollte vorher klären, wer es festhält

Eingepackt

  • Sonnencreme, und zwar konsequent nachcremen
  • Taucherbrille, das Wasser ist klar genug dafür

Porto Timoni

14. Juli 2022 · Afionas

Etappe 4 von 7 · Anreise per Bus, 1,5 Std.

Korfu stand überhaupt zur Auswahl, weil wir bei der Recherche über Bilder von Porto Timoni gestolpert sind: zwei Buchten, die sich an der schmalsten Stelle eines Bergrückens gegenüberliegen. Dieser Tag war der Termin dafür.

Vom Dorf Afionas führt ein steiler, loser Pfad hinunter. Man kann sich stattdessen etwas mieten, wir sind gelaufen, und während des Abstiegs war zumindest einer von uns überzeugt, dass das ein Fehler war.

Schmaler, steiniger Pfad zwischen Büschen, darauf Wanderer, unten eine Bucht und dahinter Berge

Unten war es dann genau das, was die Bilder versprochen hatten. Das ist selten. Die Fotos, die wir selbst gemacht haben, sehen aus wie die, die man vorher findet.

Blick von einem Felsen hinunter auf zwei Buchten mit türkisem Wasser, getrennt von einer schmalen bewachsenen Landbrücke

Zurück in Korfu-Stadt gab es abends Pizza am Wasser und ein Glas Wein.

Bewertung: 5 von 5

Der einzige Ort dieser Reise, bei dem die Fotos vorher nicht übertrieben hatten.

Wann
14. Juli 2022
Start
11:52 Uhr
Dauer
4 Std.
Schwierigkeit
Mittel
Strecke
3 km

Porto Timoni war der Grund, warum Korfu überhaupt auf der Liste stand. An der schmalsten Stelle eines Bergrückens im Nordwesten liegen zwei Buchten direkt nebeneinander, getrennt nur durch einen Streifen Land von wenigen Metern.

Runter kommt man vom Dorf Afionas aus, über einen steilen, steinigen Pfad. Man kann sich für den Weg auch etwas mieten, wir sind gelaufen – und während des Abstiegs war zumindest einer von uns ziemlich sicher, dass das die falsche Entscheidung war. Es war heiß, der Weg war lose, und das Ganze zog sich.

Unten war es dann genau das, was auf den Bildern zu sehen ist. Kein Farbfilter, keine günstige Perspektive: zwei Buchten, links und rechts, und dazwischen steht man. Die Fotos, die wir selbst gemacht haben, unterscheiden sich nicht von denen, die man vorher im Netz findet.

Den Abend haben wir danach in Korfu-Stadt ausklingen lassen, mit Pizza am Wasser und einem Glas Wein.

Rebecca mit Sonnenhut und Sonnenbrille, hinter ihr unten die zwei Buchten von Porto Timoni
Selfie von Rebecca mit Sonnenhut und Max, hinter ihnen tief unten eine Bucht mit Sandstrand
Steiniger Pfad zwischen Bäumen und einer alten Bruchsteinmauer
Max mit Rucksack auf einem steinigen Pfad zwischen Büschen, vor ihm das Meer
Rebecca mit Sonnenhut sitzt auf einem Handtuch am Kiesstrand, dahinter klares Wasser und grüne Hügel
Türkise Bucht mit dunklen Felsflecken im Wasser unter einem bewachsenen Berghang
Steile helle Felswand, daneben ein Felsbogen über klarem Wasser
Max steht zwischen Büschen auf einem Pfad, hinter ihm ein felsiger Hügel und ein Stück Bucht

Gut zu wissen

  • Der Weg lässt sich mit einem Quad abkürzen, aber der letzte Abschnitt geht nur zu Fuß
  • Vormittags gehen, dann ist der Aufstieg zurück nicht in der Mittagshitze
  • Oben aus Afionas gibt es den Blick von oben auf beide Buchten

Eingepackt

  • Wasser, unten gibt es nichts
  • Schuhe mit Profil, der Pfad ist steil und lose
  • Badezeug, sonst war der ganze Weg umsonst

Paxos und Antipaxos

16. Juli 2022 · Paxos und Antipaxos

Etappe 5 von 7 · Anreise per Boot, 11 Std.

Die zweite Bootstour dieser Reise – und nach der Erfahrung aus Kroatien im Jahr davor mit gebührendem Respekt vor dem, was an Bord ausgeschenkt wird. Es hat nicht geholfen: Der Ouzo kam um sieben Uhr morgens, noch vor der Überfahrt.

Der Tag führte an der Steilküste von Paxos entlang, mit Höhlen und Felsentoren, in die das Boot hineingefahren ist, und weiter nach Antipaxos, wo das Wasser so klar ist, dass man den Grund in zwanzig Metern Tiefe sieht.

Ein Schwimmer in türkisem Wasser über hellem Grund, dahinter eine helle Felsküste mit bewaldetem Hang

Dort ist Max von einer Qualle erwischt worden, die kaum fünf Zentimeter groß war. Die Verletzung war überschaubar, die Geschichte hält sich bis heute.

Zum Abschluss lag das Boot noch im winzigen Hafen von Gaios, bevor es am späten Nachmittag zurückging.

Segelyachten an einem Anleger in Gaios, dahinter Häuser mit Sonnenschirmen am Wasser
Bewertung: 5 von 5

Der Tag mit den meisten Geschichten – und mit dem klarsten Wasser, das wir je gesehen haben.

Wann
16. Juli 2022
Start
07:00 Uhr
Dauer
11 Std.

Von Korfu-Stadt aus fahren Ausflugsboote nach Süden zu den kleinen Inseln Paxos und Antipaxos. Wir sind früh los, und die Besatzung hat die Fahrt mit einem Ouzo eröffnet – um sieben Uhr morgens, bei aufkommendem Seegang. Es hat einige Minuten Konzentration gekostet, das an Bord zu behalten.

Unterwegs ging es an der Westküste von Paxos entlang, einer durchgehenden Steilküste mit Höhlen und Felsentoren, in die das Boot hineingefahren ist. Die Namen dafür hatte der Guide parat, und mindestens eine davon war nach Poseidon benannt.

Der stärkste Halt war eine Bucht auf Antipaxos, die der Guide den Milliardärsstrand nannte: davor eine Reihe Yachten, darunter heller Grund und Wasser, durch das man bis auf zwanzig Meter hinunterschauen konnte. Fische gab es kaum – dafür etwas anderes.

Max

Ich bin beim Schwimmen von einer Qualle erwischt worden, die höchstens fünf Zentimeter groß war. Ich wusste im ersten Moment überhaupt nicht, was passiert ist, habe laut aua gerufen und mich an die nächsten Steine gerettet. Als wir das Tier dann gesehen haben, war ich fast enttäuscht, wie klein es war. Die Stelle ist ein bisschen angeschwollen, Rebecca hat nachgelesen, ob das Konsequenzen hat, und weil ich offenbar keine Quallenallergie habe, durfte ich danach noch einen Cocktail trinken.

Zum Abschluss lag das Boot noch in Gaios, dem winzigen Hafenort von Paxos, dessen Bucht von einer vorgelagerten Insel fast komplett abgeschirmt wird. Am späten Nachmittag ging es zurück nach Korfu.

Ein voll besetztes Ausflugsboot fährt in eine Höhle unter einer hellen Felswand
Blick aus einer dunklen Höhle durch ein Felsentor aufs Meer, davor die Silhouetten von Passagieren
Selfie von Rebecca und Max an der Reling, hinter ihnen eine Felswand und ein kleines Motorboot
Max schwimmt in klarem türkisem Wasser, hinter ihm eine große weiße Motoryacht
Hohe weiße Steilküste mit mehreren Höhleneingängen auf Höhe des Wassers
Eine Segelyacht ankert vor einer Felsküste mit großen Höhlenöffnungen über blauem Wasser
Motorboote und Segelyachten ankern vor einem hellen Strand unter einem bewaldeten Hügel
Bunte Häuserzeile am Hafen von Gaios, davor Boote, dahinter ein bewaldeter Hang

Gut zu wissen

  • Der Ouzo zur Begrüßung kommt vor der Überfahrt. Man muss ihn nicht annehmen
  • In den Buchten von Antipaxos schwimmen gehen, nicht nur an Deck bleiben
  • Auf Quallen achten, sie sind winzig und dadurch schlecht zu sehen

Eingepackt

  • Taucherbrille, hier lohnt sie sich mehr als überall sonst
  • Sonnenschutz, an Deck gibt es kaum Schatten
  • Etwas gegen Seekrankheit, falls die Überfahrt unruhig wird

Kassiopi

17. Juli 2022 · Kassiopi

Etappe 6 von 7 · Anreise per Bus, 1 Std.

Am letzten vollen Tag sind wir noch einmal losgefahren, diesmal in den Nordosten nach Kassiopi. Dort ist Korfu dem albanischen Festland am nächsten, und die Küste gegenüber wirkt greifbar.

Hinter einem Geländer und einer Palme das Meer, am Horizont die Berge des Festlands

Wir waren in den kleinen Kiesbuchten nördlich des Hafens, die unter einer bewaldeten Landzunge liegen. Nach den Stränden im Westen war das eine deutlich ruhigere Ecke der Insel.

Blick von einem Hang auf eine felsige Küste mit klarem Wasser, vorne ein Baum, hinten eine bewachsene Landzunge

Am Nachmittag ging es zurück – und noch einmal weiter, an den Flughafen.

Bewertung: 4 von 5
Wann
17. Juli 2022
Start
11:22 Uhr
Dauer
4 Std.

Am letzten vollen Tag sind wir noch einmal in den Nordosten gefahren, nach Kassiopi. Der Ort liegt an der schmalsten Stelle zwischen Korfu und dem Festland, und die albanische Küste gegenüber sieht aus, als könnte man hinüberschwimmen.

Wir waren in den kleinen Kiesbuchten nördlich des Hafens, die unter einer bewaldeten Landzunge liegen und deutlich ruhiger sind als alles, was wir im Westen der Insel gesehen hatten.

Danach ging es mit dem Bus zurück Richtung Korfu-Stadt – und weiter zum eigentlichen Programm dieses Tages.

Selfie von Max und Rebecca über dem Meer, dahinter Wasser und die Berge des Festlands
Helle Felsen in klarem Wasser, am Horizont Berge
Flache helle Felsplatten am Ufer, im klaren Wasser ein Schwimmer, gegenüber die Küste des Festlands

Gut zu wissen

  • Die Buchten nördlich des Hafens sind kleiner und ruhiger als die Strände im Westen
  • Badeschuhe mitnehmen, es ist durchgehend Kies

Kanoni

17. Juli 2022 · Kanoni

Etappe 7 von 7 · Anreise per Bus, 25 Min.

Zum Abschluss der Woche sind wir noch zur Landzunge südlich der Stadt gefahren. Die Landebahn des Flughafens endet dort an der Lagune, und wer unten steht, hat startende und landende Maschinen ein paar Meter über sich.

Ein Passagierjet fliegt tief über die Lagune, unten ein Steg im Wasser

Das war der letzte Programmpunkt, danach gab es Pizza in der Altstadt.

Pizza mit Mozzarella und Pesto auf einem Holzbrett, dahinter eine zweite Pizza und ein Weinglas

Was am nächsten Tag folgte, war die schlechteste Rückreise, die wir je hatten – aber das gehört zur Reise als Ganzes und nicht mehr zu diesem Nachmittag.

Bewertung: 4,5 von 5

Kostet nichts, dauert eine Stunde und ist lauter, als man vorher glaubt.

Wann
17. Juli 2022
Start
16:58 Uhr
Dauer
1,5 Std.

Der Flughafen von Korfu hat eine Besonderheit: Seine Landebahn endet direkt an der Lagune, und in der Verlängerung liegt eine schmale Landzunge, auf der man stehen kann. Startende und landende Maschinen ziehen dort so tief über einen hinweg, dass man das Fahrwerk im Detail sieht.

Wir haben dafür den letzten Nachmittag genommen. Es ist eine dieser Sachen, die man vorher für nett hält und dann doch beeindruckender findet als erwartet – vor allem, weil man den Lärm nicht nur hört, sondern spürt.

Abends gab es dann noch einmal Pizza in der Altstadt. Damit war die Reise eigentlich zu Ende – was danach kam, war Rückreise.

Eine Propellermaschine direkt über der Kamera, Fahrwerk ausgefahren, vor blauem Himmel
Eine Propellermaschine im Anflug über der Lagune, dahinter die Landebahn und Berge
Ein Passagierjet im Anflug über dem Wasser, darunter ein Steg und ein kleines Boot
Ein Passagierjet von unten, direkt über der Kamera, mit ausgefahrenem Fahrwerk

Gut zu wissen

  • Vorher kurz nachschauen, wann Maschinen erwartet werden, sonst wartet man lange
  • Es ist wirklich sehr laut. Wer empfindliche Ohren hat, sollte etwas dabeihaben
  • Nicht hinter startende Maschinen stellen
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