Max & Rebecca

Wanderung zum Kap Drastis

Bewertung: 4,5 von 5

Landschaftlich der stärkste Küstenabschnitt der Insel – aber nur mit doppelt so viel Wasser, wie man denkt.

Weiße Felsnadeln und kleine Felsinseln am Ende einer Landzunge, ringsum türkises Meer

Vom Canal d’Amour aus führt ein Weg an der Küste entlang nach Westen, bis das Land am Kap Drastis in einer Reihe heller Felsnadeln ins Meer ausläuft. Landschaftlich ist das der stärkste Abschnitt, den wir auf Korfu gesehen haben: weiße Klippen, tiefblaues Wasser und zwischendurch immer wieder ein Blick zurück auf die ganze Nordküste.

Der Haken war die Ausrüstung. Wir hatten deutlich zu wenig zu trinken dabei, und der Weg hat kaum Schatten und keine Möglichkeit, unterwegs etwas zu bekommen. Losgegangen sind wir erst kurz nach Mittag, zur heißesten Zeit. Anderthalb Stunden bis zum Kap klingen nicht nach viel, aber es ging aufwärts, es war staubtrocken, und irgendwann war die Frage weniger, wie schön es ist, sondern wie wir hier wieder wegkommen.

Umso größer war die Erleichterung über einen sehr kleinen, sehr urigen Laden am Ende der Strecke, in dem es kalte Getränke gab. Das ist einer der Momente, an die wir uns von dieser Reise am deutlichsten erinnern – und das lag nicht an der Aussicht.

Sandiger Pfad durch trockenes Gras und Büsche oberhalb des Meeres
Max steht auf einem Felsvorsprung, hinter ihm eine Felsnadel im Meer
Max mit nacktem Oberkörper und Rucksack auf einem Pfad zwischen Büschen, vor ihm das Meer
Breiter, staubiger Feldweg in praller Sonne zwischen niedrigen Büschen
Blick über türkises Wasser auf eine Küste mit hellen Klippen
Selfie von Rebecca und Max, hinter ihnen die weißen Felsen des Kaps im Meer

Gut zu wissen

  • Am frühen Morgen gehen und nicht wie wir erst mittags, im Juli ist es ab zehn Uhr unangenehm
  • Der letzte Abschnitt zur Spitze ist steil und ausgesetzt, man muss ihn nicht bis zum Ende gehen
  • Im letzten Dorf vorher noch einmal einkaufen

Eingepackt

  • Mehr Wasser, als vernünftig erscheint. Unterwegs gibt es nichts
  • Kopfbedeckung, Schatten gibt es nur selten, unter ein paar Büschen und Olivenbäumen
  • Feste Schuhe, der Weg ist staubig und rutschig

Mehr in Sidari