Max & Rebecca

Ägypten

All inclusive am Roten Meer, einmal Kairo und zurück

24. November – 2. Dezember 2023, 9 Tage

3 Etappen, 1 Hotel

Max und Rebecca stehen im Sand vor der Sphinx, dahinter drei Pyramiden, eine davon groß am rechten Bildrand

Diese Reise ist aus einem Bedürfnis entstanden, nicht aus einem Reiseziel. Max hatte in diesem Jahr seinen Bachelor abgeschlossen und bei einem neuen Arbeitgeber angefangen und konnte im Sommer deshalb keinen Urlaub nehmen. Zum Jahresende wollten wir trotzdem noch weg – einfach mal runterkommen. Ägypten kam schnell dazu: Max war noch nie auf dem afrikanischen Kontinent, es gab ein All-inclusive-Angebot, das preislich passte, und damit war es entschieden.

Es wurde unser erster Pauschalurlaub. Die Anlage lag rund zehn Kilometer südlich von Hurghada und funktionierte wie ein eigener kleiner Ort: mehrere Pools, ein Rutschenpark, ein Strandbereich gegenüber, abends Shows. Der Tagesablauf hat sich nach zwölf Stunden eingespielt und danach nicht mehr verändert. Genau das war der Punkt.

Selfie von Max und Rebecca auf zwei Liegen mit Handtüchern, Max mit Sonnenbrille, Rebecca hält sich eine Hand vor die Augen
Der Normalzustand dieser Reise.

Zwei Dinge sind trotzdem aus dieser Blase herausgeragt. Das erste war eine Delfintour, die wir auf Empfehlung einer Freundin spontan gebucht hatten und bei der wir zwischen mehreren Dutzend Tieren im Wasser waren. Das zweite war Kairo: acht Stunden Bus hin, acht zurück, für einen einzigen Tag mit Museum, Nilfahrt und den Pyramiden von Gizeh.

Dieser Tag hat die Reise verändert. Nicht nur wegen der Pyramiden, sondern weil unser Tourguide auf der Nilfahrt sehr offen über das Land gesprochen hat – über die politische Lage, über früher und heute. Und weil der Weg zu den Pyramiden durch Viertel führt, in denen die Armut unübersehbar ist, bevor keine fünfhundert Meter weiter ein Weltwunder steht.

Gelernt haben wir außerdem zwei praktische Dinge. Erstens: Trinkgeld ist hier eine eigene Ökonomie, und wer als Tourist ankommt, wird von der ersten Minute an entsprechend eingeordnet. Zweitens: Cocktails mit Eiswürfeln waren keine gute Idee. Max hat sie die ganze Woche so getrunken, und der Magen hat das entsprechend zurückgemeldet.

Das Nachspiel kam einen Tag nach der Landung. Wir waren beide positiv und sind aus dem Urlaub direkt in die Quarantäne gefallen.

Hurghada

24. November – 2. Dezember 2023 · 8 Nächte · Hurghada

Etappe 1 von 3 · Anreise per Flug

Der Flug kam am späten Abend an, und schon am Flughafen wurde klar, welche Regeln hier gelten: Kaum standen wir mit dem Gepäck da, wollte jemand die Koffer übernehmen. Wir haben abgelehnt, aber der Ton für die nächsten Tage war gesetzt – Trinkgeld ist hier eine eigene Ökonomie, und als Tourist steht man ziemlich weit oben auf der Liste.

Blick von oben über die Hotelanlage am Morgen, Poolbecken mit Holzbrücken, leere Liegen, Palmen und helle Gebäude
Der erste Morgen in der Anlage.

Die ersten Tage waren dann bewusst ereignislos. Frühstück, Pool, Cocktail, Strand, abends Show, Shisha und UNO. Max hat an einem Tag mehrere Stunden am Stück in der Rutschenanlage verbracht.

Eine Shisha auf einem Mosaiktisch, dahinter ein Platz voller Tische mit Publikum und am Ende eine beleuchtete Bühne unter einem Torbogen
Abends vor der Bühne, mit Shisha.

Der erste echte Ausflug war die Delfintour, spontan online gebucht auf Empfehlung einer Freundin – und der beste Programmpunkt am Roten Meer. Der zweite, deutlich größere, war die Fahrt nach Kairo.

Zurück in der Anlage ging es Rebecca danach noch eine Weile nicht besonders. Der letzte Tag gehörte deshalb wieder nur dem Pool und dem Strand.

Bewertung: 4,5 von 5
Art
Hotel
Wann
24. November – 2. Dezember 2023
Nächte
8
Zimmer
Doppelzimmer

Für Max war das der erste All-inclusive-Urlaub überhaupt, und die Anlage hat den Ton der ganzen Reise gesetzt. Sie funktioniert wie ein eigener kleiner Ort: mehrere Poolanlagen, ein Rutschenpark, ein eigener Strandbereich auf der anderen Straßenseite, den ganzen Tag über irgendein Freizeitprogramm und abends eine Show.

Das Zimmer war sehr schön, und der Rhythmus hat sich vom ersten Tag an von selbst eingestellt: Frühstück, Liege, Cocktail, Power Nap, Meer, wiederholen. Nach einem Jahr mit Bachelorarbeit und Jobwechsel war das genau richtig.

Die Abende hatten ihr eigenes Ritual. Es liefen Shows mit Artisten, wir haben uns dazugesetzt, Max hat sich eine Shisha bestellt, und nebenbei haben wir UNO gespielt. Das klingt banal und war in diesem Urlaub trotzdem einer der besten Teile.

Über das Haus liefen auch die Ausflüge, und die Angebote waren fair. Was der Anlage naturgemäß fehlt, ist Kontakt zum Land: Wer nicht bewusst hinausgeht, verbringt eine Woche in einer sehr gut gemachten Blase.

Sandstrand mit aufgereihten Tretbooten und Kajaks, davor ein Schild für den Nichtschwimmerbereich, auf dem Wasser Motorboote und weiter hinten ein Steg mit Ausflugsschiffen
Der Strandbereich der Anlage.
Blick vom Balkon mit Tisch und Stuhl über Palmen und Pools zu weiteren Gebäuden der Anlage, dahinter ein schmaler Streifen Meer
Selfie von Rebecca und Max mit Sonnenbrillen, hinter ihnen Palmen, Hecken und blühende Beete
Abendrot über den Hotelgebäuden, darunter die Rutschen und ein beleuchtetes Becken, am Horizont eine Bergkette
Die Poolanlage bei Nacht, das Wasser blau beleuchtet, daneben Palmen, leere Liegen und angestrahlte Hotelgebäude

Hat uns gefallen

  • Sehr schönes Zimmer
  • Mehrere Poolanlagen und ein eigener Rutschenpark
  • Eigener Strandbereich auf der anderen Straßenseite
  • Durchgehend Freizeitprogramm, abends Shows
  • Gute und günstige Ausflugsangebote über das Haus

Weniger gut

  • Man kommt kaum mit dem Land in Berührung, wenn man nicht rausgeht
  • Cocktails mit Eiswürfeln haben sich am Magen gerächt

Pool · Bar · Frühstück

Bewertung: 4,5 von 5

Der erste Urlaub, in dem wir tagelang bewusst nichts vorhatten – und das war genau der Punkt.

Der größte Teil dieser Reise bestand aus etwas, das sich schlecht als Programmpunkt beschreiben lässt: Wir haben nichts gemacht. Nach einem Jahr mit Bachelorarbeit und neuem Arbeitgeber war genau das der Plan.

Der Tagesablauf hat sich sofort eingespielt. Morgens beim Frühstück den Magen vollgeschlagen, danach an den Pool, Cocktails, und spätestens nach dem dritten fiel der erste Power Nap an. Auf der anderen Straßenseite gehörte zur Anlage ein eigener Strandbereich – dort lagen wir mit Büchern, sind zwischendurch ins Meer und haben uns nicht weiter angestrengt.

Die eine Ausnahme war die Wasserrutschenanlage. Max hat dort an einem Tag mehrere Stunden am Stück verbracht, während Rebecca sich mit einem Buch hingelegt hat. Der Abend endete folgerichtig damit, dass sich vor dem Essen kurz hinlegen in tiefen Schlaf überging.

Eine Sache, die wir heute anders machen würden: Cocktails mit Eiswürfeln. Max hat sie die ganze Woche so getrunken, und sein Magen hat das im Verlauf der Woche zurückgemeldet.

Max steht im Auffangbecken der Rutschenanlage neben einem großen Schwimmring, hinter ihm mehrere weiße Rutschen und ein Turm
Max im Rutschenpark.
Der Turm der Rutschenanlage mit Röhren- und offenen Rutschen, oben unter einem Bogen steht eine Person am Start
Max liegt mit Sonnenbrille und offenem Mund auf einer Liege unter einem Strohschirm, davor ein Tisch mit Getränken und einem Aschenbecher
Power Nap.
Rebecca liest auf einer Strandliege ein Buch, im Vordergrund grinst Max in die Kamera, zwischen den beiden ein Tisch mit Getränken
Rebecca mit Buch, Max mit Kamera.

Gut zu wissen

  • Getränke ohne Eiswürfel bestellen. Das Eis war rückblickend keine gute Idee
  • Die Liegen am Strand gegenüber sind ruhiger als die am Pool

Eingepackt

  • Ein Buch pro Person. Das ist hier keine Floskel
  • Sonnencreme mit hohem Faktor, im November täuscht die Sonne
Bewertung: 5 von 5

Das eine Erlebnis dieser Reise, das sich nicht durch ein zweites All-inclusive-Hotel ersetzen lässt.

Wann
28. November 2023
Start
07:00 Uhr
Dauer
9 Std.

Nach mehreren Tagen Hotelanlage war das der erste Ausflug. Gebucht haben wir ihn ziemlich spontan online, auf Empfehlung einer Freundin – und diese Empfehlung hat den Unterschied gemacht.

Gastgeberin auf dem Boot war eine ältere Dame, die Deutsch sprach, sichtlich viel von der Welt gesehen hatte und den ganzen Tag über gut gelaunt geredet hat. Die Crew war ausgesprochen freundlich, und als wir tatsächlich auf eine ganze Delfinschule gestoßen sind, war die Begeisterung an Bord mindestens so groß wie bei uns.

Dann ging es ins Wasser. Mit Taucherbrille zwischen mehreren Dutzend Tieren zu schwimmen, ist schwer in Worte zu fassen. Wer nicht gut schwimmt – Max gehört dazu –, wurde von der Crew im Auge behalten und zwischendurch auch mal weitergeschoben.

An Bord gab es außerdem ein Fotoshooting. Der Fotograf war leicht überambitioniert, und herausgekommen sind Pärchenbilder, die so gar nicht unsere Art sind. Sie haben etwas gekostet, sie hängen nirgendwo, und wir finden es trotzdem gut, dass es sie gibt.

Max und Rebecca stehen umarmt am Bug des Boots zwischen den Relingstangen, hinter ihnen offenes Meer
Aus dem Fotoshooting an Bord.
Max und Rebecca sitzen barfuß und lachend in einem schmalen Durchgang an Deck, eng aneinander
Max steht barfuß im Pullover auf den Polstern am Bug und verzieht das Gesicht, hinter ihm das Hafenbecken und ein weiteres Boot
Morgens im Hafen, vor dem Ablegen.
Selfie von Max und Rebecca an Deck, Rebeccas Haare wehen im Wind, dahinter türkises Wasser und die Küste
Rebecca steht mit nassen Haaren und in ein Handtuch gewickelt an Deck, hinter ihr das Heckwasser und eine ägyptische Flagge
Zurück an Bord.
Selfie von Rebecca, hinter ihr liegt Max mit Sonnenbrille und geschlossenen Augen auf den Polstern an Deck
Auf der Rückfahrt.

Gut zu wissen

  • Auf Empfehlung buchen statt am Strand. Die Unterschiede zwischen den Anbietern sind groß
  • Wer kein sicherer Schwimmer ist, sollte das sagen. Die Crew passt dann auf
  • Delfine sind wild. Es gibt keine Garantie, dass welche da sind

Eingepackt

  • Eigene Taucherbrille, die Leihmasken sind Glückssache
  • Sonnenschutz, an Deck gibt es kaum Schatten
  • Handtuch und etwas zum Überziehen für die Rückfahrt

Kairo

30. November 2023 · Kairo

Etappe 2 von 3 · Anreise per Bus, 8 Std.

Für Kairo gab es zwei Möglichkeiten: fliegen oder mit dem Bus fahren. Der Preisunterschied lag bei über dreihundert Euro, und damit war die Entscheidung schnell gefallen – acht Stunden Bus in jede Richtung.

Es ging sehr früh los, in einem Kleinbus für acht Personen, und Rebecca fühlte sich schon beim Aufstehen nicht gut. Mit ausreichend Ibuprofen hat sie den Tag trotzdem gut überstanden.

Verwischter Blick aus dem fahrenden Bus auf eine Schnellstraße mit Betonleitplanke, dahinter kahle, braune Wüstenberge
Unterwegs nach Kairo.

Der erste Halt war eine Raststätte irgendwo in der Wüste, und die war in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Zum einen liefen dort Jugendliche herum, die uns Geld dafür abnehmen wollten, dass wir die Toilette benutzen – unser Guide hatte uns vorher gesagt, dass wir das nicht müssen. Zum anderen gab es dort Gebetsräume mit Waschgelegenheiten für Hände und Füße. Als jemand, der mit so etwas nicht aufgewachsen ist, findet man das erst einmal einfach spannend.

Eine beleuchtete Raststätte bei Nacht mit Leuchtschriften, davor ein Parkplatz mit weißen Kleinbussen und einer Gruppe Reisender
Der erste Halt.

In Kairo selbst ging es ins Ägyptische Museum und danach auf den Nil, wo wir von unserem Guide sehr viel über die Stadt und das Land erfahren haben. Danach ging es weiter Richtung Gizeh.

Bewertung: 4,5 von 5
Wann
30. November 2023
Start
08:45 Uhr
Dauer
2 Std.

Erster Programmpunkt nach der Nachtfahrt: das Ägyptische Museum am Tahrir-Platz. Was dort steht, ist nicht kuratiert im modernen Sinne, sondern zusammengetragen – Sarkophage, Grabbeigaben, Statuen und Alltagsgegenstände aus mehreren Jahrtausenden, in einer Dichte, die erst einmal überfordert.

Getragen hat den Besuch unser Tourguide, dessen Namen wir leider nicht mehr wissen. Er hat nicht nur erklärt, was wir da sehen, sondern schien im Haus auch jeden zu kennen. Ob wir zufällig einen sehr guten erwischt haben oder ob sich diese Branche in Kairo einfach untereinander kennt, lässt sich von außen nicht sagen.

Vom Museum aus ging es direkt weiter ans Wasser.

Selfie von Max und Rebecca auf der Galerie des Museums, hinter ihnen Rundbögen, Vitrinen und Besucher
Ein farbig bemalter Holzsarg in Menschengestalt mit Gesicht, Perücke und Bildfeldern mit Göttern und Hieroglyphen, in einer Glasvitrine
Dunkle Sitzstatue des Königs Chephren mit Kopftuch und Bart auf einem Sockel mit Infotafel, im Hintergrund Säulen und eine Besuchergruppe
Chephren, der Bauherr der zweiten Pyramide von Gizeh.
Zwei bemalte Sitzfiguren hinter Glas, links ein Mann mit rotbrauner Haut, rechts eine Frau in weißem Gewand mit Stirnband und Halskragen

Gut zu wissen

  • Mit Guide gehen. Ohne Erklärung ist es eine sehr große Menge sehr alter Gegenstände
  • Früh am Vormittag ist es deutlich erträglicher als mittags
Bewertung: 5 von 5

Der ehrlichste Teil dieser Reise – und der, an den wir am häufigsten zurückdenken.

Wann
30. November 2023
Start
11:20 Uhr
Dauer
40 Min.

Vom Museum ging es aufs Wasser. Der Nil läuft mitten durch Kairo, und von einem Boot aus sieht man die Stadt einmal von der Seite, von der sie sich nicht selbst präsentiert.

Was diese Fahrt für uns zum stärksten Teil des Tages gemacht hat, war aber nicht die Aussicht, sondern das Gespräch. Unser Guide hat sehr offen über Kairo als Stadt gesprochen, über die politische Lage, darüber, wie es früher war und wie es heute ist. Das war kein Sehenswürdigkeitsvortrag, sondern ein sehr direkter und ungeschönter Einblick.

Dafür sind wir ihm bis heute dankbar. Es hat den Rest des Tages – und vor allem die Fahrt zu den Pyramiden – in einen ganz anderen Zusammenhang gestellt.

Blick unter dem gewölbten Sonnendach des Boots nach vorn über den Bug, links und rechts blaue Sitzpolster, vorne der Nil, eine Brücke und Hochhäuser
Der Nil mit leichten Wellen, am Ufer eine lange Brücke, Hochhäuser und Baukräne, rechts vertäute Boote
Kairo vom Wasser aus.

Gut zu wissen

  • Fragen stellen. Wer bereit ist zu erzählen, erzählt hier viel

Gizeh

30. November 2023 · Gizeh

Etappe 3 von 3 · Anreise per Bus, 45 Min.

Vom Nil ging es quer durch die Stadt nach Westen. Der Weg dorthin ist Teil des Erlebnisses und nicht der angenehme Teil: Man fährt durch Viertel, in denen die Armut sehr deutlich sichtbar ist, und dann hören diese Viertel abrupt auf.

Selfie von Max und Rebecca am Rand des Plateaus, hinter ihnen Besucher, Reisebusse und direkt dahinter die dicht bebaute Stadt
Hinter uns die Stadt, vor uns das Plateau.

Was danach kommt, steht seit viereinhalbtausend Jahren da. Die Pyramiden und die Sphinx in ihrer vollen Größe zu sehen, nachdem man sie sein Leben lang nur auf Bildern kannte, ist schwer zu übertreiben.

An der Sphinx sind wir näher herangekommen als üblich, weil unser Guide unterwegs ein paar Dinge geregelt hat, über die wir bis heute nur spekulieren können. Dazu gab es viel über die Ausgrabungen und darüber, was dabei alles gefunden wurde.

Die Sphinx von der Seite im Nachmittagslicht, dahinter eine große und zwei kleine Pyramiden

Am Abend ging es dieselben acht Stunden wieder zurück ans Rote Meer.

Bewertung: 5 von 5

Atemberaubend und unbequem zugleich – und beides gehört zu diesem Ort dazu.

Wann
30. November 2023
Start
13:35 Uhr
Dauer
1,5 Std.

Was wir nicht erwartet hatten, ist die Lage. Die Pyramiden stehen nicht irgendwo in der Wüste, sondern unmittelbar am Rand der Stadt. Man fährt durch Viertel, in denen die Armut sehr sichtbar ist, und dann, als würde jemand einen Schalter umlegen, hören diese Viertel auf und fünfhundert Meter weiter steht das älteste erhaltene Weltwunder da.

Es ist beides gleichzeitig: atemberaubend, weil diese Bauwerke in ihrer vollen Größe einfach dort stehen, und unangenehm, weil man weiß, woran man gerade vorbeigefahren ist. Beides gehört zu diesem Ort.

An der Sphinx hatten wir Glück. Unser Guide hat den einen oder anderen Wachmann noch etwas zugesteckt – ob Geld oder Zigaretten, wissen wir bis heute nicht –, und so konnten wir deutlich näher heran als üblich. Dazu gab es sehr viel darüber zu hören, wie die Anlage ausgegraben wurde und was dabei alles zutage kam.

Von allen geführten Touren, die wir bisher gemacht haben, ist das die, bei der am meisten hängen geblieben ist.

Blick vom Plateau über Besuchergruppen, einen Holzsteg, Reisebusse und Parkplätze auf die Stadt, die direkt dahinter beginnt
Vom Plateau aus sieht man, wie nah die Stadt ist.
Eine große Pyramide an einer Straße mit Polizeiwagen, davor Besuchergruppen, rechts dahinter eine zweite Pyramide, im Vordergrund Pflastersteine und Randsteine
Blick von oben auf die gemauerte Flanke der Sphinx, darauf die Schatten der Besucher, die am Rand der Grube stehen
Die Ecke einer Pyramide von unten gegen den Himmel, am Fuß sitzen und stehen Männer auf den untersten Steinblöcken
Erst mit Menschen davor stimmen die Verhältnisse.
Eine große Pyramide unter tiefblauem Himmel, rechts daneben kleinere, verfallene Pyramiden, davor eine Sandfläche mit Kamelen, Reitern und Tauben
Rebecca steht lächelnd neben den unteren Steinblöcken einer Pyramide, die ihr bis über die Schulter reichen
Der Kopf der Sphinx im Profil vor blauem Himmel, darunter der verwitterte Körper und restaurierte Mauerteile
Max und Rebecca stehen lächelnd vor einer Absperrkette, direkt hinter ihnen die Sphinx und dahinter eine Pyramide
An der Sphinx.

Gut zu wissen

  • Mit Guide kommen. Allein ist man dort einer Menge Angebote ausgesetzt
  • Für die Sphinx den Weg von Osten nehmen, dort stimmt die Perspektive
  • Nicht nur die große Pyramide anschauen, die kleineren erklären mehr über den Bau

Eingepackt

  • Kopfbedeckung und Wasser, auf dem Plateau gibt es keinen Schatten
  • Kleingeld, es wird an vielen Stellen erwartet
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