Pyramiden und Sphinx von Gizeh
Atemberaubend und unbequem zugleich – und beides gehört zu diesem Ort dazu.
Was wir nicht erwartet hatten, ist die Lage. Die Pyramiden stehen nicht irgendwo in der Wüste, sondern unmittelbar am Rand der Stadt. Man fährt durch Viertel, in denen die Armut sehr sichtbar ist, und dann, als würde jemand einen Schalter umlegen, hören diese Viertel auf und fünfhundert Meter weiter steht das älteste erhaltene Weltwunder da.
Es ist beides gleichzeitig: atemberaubend, weil diese Bauwerke in ihrer vollen Größe einfach dort stehen, und unangenehm, weil man weiß, woran man gerade vorbeigefahren ist. Beides gehört zu diesem Ort.
An der Sphinx hatten wir Glück. Unser Guide hat den einen oder anderen Wachmann noch etwas zugesteckt – ob Geld oder Zigaretten, wissen wir bis heute nicht –, und so konnten wir deutlich näher heran als üblich. Dazu gab es sehr viel darüber zu hören, wie die Anlage ausgegraben wurde und was dabei alles zutage kam.
Von allen geführten Touren, die wir bisher gemacht haben, ist das die, bei der am meisten hängen geblieben ist.
Gut zu wissen
- Mit Guide kommen. Allein ist man dort einer Menge Angebote ausgesetzt
- Für die Sphinx den Weg von Osten nehmen, dort stimmt die Perspektive
- Nicht nur die große Pyramide anschauen, die kleineren erklären mehr über den Bau
Eingepackt
- Kopfbedeckung und Wasser, auf dem Plateau gibt es keinen Schatten
- Kleingeld, es wird an vielen Stellen erwartet