Küstenweg nach Larano
Die entspannteste Wanderung der Reise und trotzdem die mit der besten Aussicht.
Diese Strecke stand in keinem Plan. Luca hatte sie im Internet gefunden und vorgeschlagen, und sie ist am Ende die Wanderung geworden, von der wir am meisten erzählen.
Von dem Weiler Larano oberhalb von Porto da Cruz führt ein alter Verbindungsweg an der Steilküste entlang nach Osten. Das Prinzip ist dasselbe wie bei den Levadas: Der Weg hält seine Höhe. Man geht also stundenlang, ohne nennenswert zu steigen, und hat dabei die ganze Zeit zweihundert Meter unter sich den Atlantik.
Anstrengend ist daran fast nichts – es ist Spazierengehen auf sehr lange Distanz. Anspruchsvoll ist höchstens, dass der Pfad an einigen Stellen schmal wird und direkt an der Kante läuft. Ein Wegweiser unterwegs zeigt Richtung „Boca do Risco“, und an einer Stelle führt eine Seilkonstruktion an Holzmasten die Klippe hinab.
Was den Tag getragen hat, war die Landschaft: raue Nordküste, kaum Menschen, und mit jeder Biegung eine neue Bucht. Von allen Wegen, die wir auf Madeira gegangen sind, ist das der, den man sonst nirgends empfohlen bekommt.
Gut zu wissen
- Der Weg hält seine Höhe – man läuft weit, ohne viel zu steigen
- Kein Massenziel. Wir waren auf weiten Strecken allein unterwegs
- Oberhalb von Porto da Cruz starten und einfach so weit gehen, wie man Lust hat
Eingepackt
- Wasser, unterwegs gibt es nichts
- Feste Schuhe, an ein paar Stellen ist der Pfad schmal und ausgesetzt