Der erste Abend in den Gassen
Der beste Weg, Venedig kennenzulernen, ist der, bei dem man sich absichtlich verläuft.
Wir sind am späten Nachmittag angekommen und haben genau das gemacht, was man am ersten Tag in Italien macht: erst mal eine Pizza essen. Danach sind wir einfach losgelaufen.
Kein Plan, keine Liste, keine Reihenfolge – nur durch die Gassen, über die Brücken, hier und da ein Kaffee. Venedig funktioniert genau so am besten: Der Weg vom Bahnhof Richtung Rialto ist voll, aber sobald man zweimal abbiegt, steht man in einer Gasse, in der außer einer Katze niemand ist.
An diesem Abend haben wir auch das Calippo Lime entdeckt, das es in Deutschland damals noch nicht gab. Das hat sich für den Rest der Reise gehalten – es gab danach ungefähr jeden Tag eins.
Ausklingen lassen haben wir den Abend an einem Steg am Wasser, mit heruntergelassenen Beinen und ohne irgendetwas vorzuhaben. Rückblickend war das der Moment, in dem der Urlaub angefangen hat.
Gut zu wissen
- Am Ankunftstag nichts vornehmen – einmal ziellos loslaufen reicht völlig
- Zwei Gassen neben dem Hauptweg ist es sofort ruhig
- Den Abend an einem Steg am Wasser ausklingen lassen, das kostet nichts
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