Die große Runde durch die Plitvicer Seen
Fünf Stunden, die sich nicht wie fünf Stunden anfühlen, weil sich alle zwanzig Minuten die Landschaft ändert.
Der Park lässt sich auf mehreren vorgegebenen Routen durchqueren, und wir haben die lange genommen: rund neun Kilometer, dazu Zug und Boot.
Angefangen hat es mit dem Panoramazug, der die Besucher aus dem Talkessel nach oben bringt. Von dort ging es zu Fuß an den oberen Seen entlang – breit, still, sehr grün, mit Sinterbarrieren dazwischen, über die das Wasser flächig abläuft. Danach folgte die Überfahrt über den Kozjak, den größten See des Parks.
Am Kozjak haben wir uns außerdem ein kleines Ruderboot geliehen und sind eine Weile selbst über den See gefahren. Das war der ruhigste Teil des Tages und der einzige, an dem man den Park für sich hatte.
Danach wurde es enger: Der Weg führt in den Canyon der unteren Seen, und ganz am Ende steht der Veliki slap, mit über achtzig Metern der größte Wasserfall Kroatiens. Zurück ging es über die östliche Seite des Canyons und noch einmal mit dem Panoramazug.
Was uns zwischendurch am meisten beschäftigt hat, waren die Tiere. Die Fische stehen in Schwärmen direkt unter den Stegen, die Enten laufen einem fast über die Füße – man kommt bis auf Armlänge heran, ohne dass irgendetwas flüchtet.
Gut zu wissen
- Die Runde in dieser Richtung laufen, dann kommt der große Wasserfall am Schluss statt am Anfang
- Am Kozjak kann man Ruderboote leihen. Lohnt sich, auch nur für eine halbe Stunde
- Die Stege haben kein Geländer und sind oft einspurig, Gegenverkehr braucht Geduld
Eingepackt
- Wasser, unterwegs gibt es kaum etwas
- Schuhe mit Profil, die Holzstege sind durchgehend nass
- Etwas zu essen, die Kioske liegen nur an den Endpunkten