Max & Rebecca

Meeresorgel und Gruß an die Sonne

Bewertung: 5 von 5

Die eine Sache, die wir mit Zadar bis heute als Erstes verbinden.

Breite weiße Steinstufen führen ins Meer, eine Welle schwappt über die unteren, rechts sitzen Menschen auf den Stufen, draußen Segelboote

An der Westspitze der Zadarer Halbinsel läuft eine breite Steintreppe ins Wasser. Darunter liegen Röhren, die Wellen drücken Luft hindurch, und heraus kommt ein Ton. Keine Melodie – dafür sind die Wellen zu unregelmäßig – aber auch kein Lärm. Es klingt eher wie ein sehr langsames Instrument, das nie ganz aufhört.

Direkt daneben liegt eine runde Glasfläche im Boden, die tagsüber Sonne sammelt und abends anfängt zu leuchten. Beides zusammen ergibt einen Ort, an dem man abends einfach sitzt.

Wir waren gleich am Ankunftsabend zum ersten Mal dort und danach immer wieder. Von der ganzen Reise ist das der Programmpunkt, den wir am häufigsten wiederholt haben – und der einzige, bei dem es überhaupt kein Programm gab.

Eine große runde Glasfläche im Steinboden am Ufer, in der sich Menschen spiegeln, dahinter das Meer und die Küste gegenüber
Ein Segelboot im Gegenlicht auf glitzerndem Wasser, die Sonne hinter Wolken, am Horizont Inseln
Nachts am Ufer blaue Lichtpunkte im Boden, davor eine Person von hinten, in der Ferne Lichter

Der erste Abend.

Gut zu wissen

  • Zum Sonnenuntergang hingehen, dann laufen Orgel und Lichtspiel zusammen
  • Sich auf die Stufen setzen, nicht davorstellen – der Ton kommt von unten
  • Bei ruhiger See ist es leise. Der Wind entscheidet, wie laut der Abend wird

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