Levada das 25 Fontes (PR6)
Der bekannteste Weg der Insel ist zu Recht der bekannteste – auch wenn man ihn sich teilt.
Am dritten Tag sind wir zum ersten Mal zu sechst losgezogen – mit Clara und Luca, die wir in Lissabon kennengelernt hatten. Auch dieser Tag begann früh, weil der Parkplatz oberhalb von Rabaçal klein ist und sich schnell füllt.
Der Weg folgt der Levada, einem der alten Bewässerungskanäle, die die Insel durchziehen. Weil so ein Kanal seine Höhe hält, ist die Strecke fast eben – man läuft stundenlang durch dichten Lorbeerwald, immer neben laufendem Wasser, ohne nennenswert zu steigen.
Am Ende steht der Kessel der 25 Fontes: Das Wasser kommt dort nicht aus einer Quelle, sondern tritt an Dutzenden Stellen gleichzeitig aus der Felswand. Unterwegs gibt es außerdem einen Wasserfall, unter den man sich stellen kann. Das machen naturgemäß alle, und entsprechend sah es dort aus – eine Schlange von Leuten, die nacheinander für ein Foto unter die Naturdusche traten. Wir haben mitgemacht.
Zusammen mit dem Risco-Wasserfall wurde daraus ein Tag von gut sechs Stunden. Von allen Levadas, die wir gegangen sind, ist das die, die man gesehen haben muss.
Gut zu wissen
- Sehr früh starten, der Parkplatz oberhalb von Rabaçal ist begrenzt
- Zugang ist gebührenpflichtig und in der Saison mit Zeitfenster
- Risco und 25 Fontes starten am selben Punkt – beide an einem Tag ist gut machbar
Eingepackt
- Feste Schuhe, der Boden ist durchgehend nass
- Regenjacke, im Lorbeerwald tropft es auch ohne Regen
- Badesachen, falls man unter den Wasserfall will