Max & Rebecca

Der Feenwald von Fanal

Bewertung: 5 von 5

Der einzige Ort, an den wir zweimal gefahren sind – und der einzige, bei dem schlechtes Wetter das bessere ist.

Kuh steht unter einem breit ausladenden alten Baum, klarer Himmel im Hintergrund

Fanal ist eine Hochebene auf gut 1.150 Metern im Nordwesten, auf der uralte Stinklorbeerbäume stehen – niedrig, extrem breit gewachsen, mit Ästen, die sich in alle Richtungen drehen. Auf den Bildern, wegen denen alle hierherfahren, hängt Nebel dazwischen.

Beim ersten Mal, an einem Nachmittag zu sechst mit Mara, Nico, Clara und Luca, hatten wir schlicht Pech: klare Sicht, keine Schwaden, dafür eine sehr schöne Wiese mit sehr vielen Kühen, die dort völlig unbeeindruckt zwischen den Bäumen stehen. Das war lustig, aber es war nicht das, weshalb man kommt. Einer der alten Bäume hat einen hohlen Stamm, in den man sich hineinstellen kann.

Vier Tage später sind Rebecca und ich noch einmal allein hingefahren – und diesmal hat es gestimmt. Mit Nebel wird aus der Wiese ein anderer Ort: Die Bäume verlieren ihre Umrisse, die Entfernungen stimmen nicht mehr, und man hört sehr wenig. Der Umweg hat sich gelohnt.

Es ist der einzige Punkt auf dieser Insel, bei dem schlechtes Wetter die Bedingung ist und nicht das Risiko.

Person steht neben einer grasenden Kuh auf einer Wiese mit knorrigen Bäumen, klarer Himmel
Person beugt sich zu einer Kuh zwischen den Bäumen hinunter, klarer Himmel im Hintergrund
Person steht allein zwischen knorrigen alten Bäumen auf einer Wiese, klarer Himmel
Gruppe knorriger Bäume auf einer Wiese, im dichten Nebel nur noch als Silhouetten zu erkennen
Einzelner ausladender Baum auf einer Wiese, vom Nebel fast verschluckt
Person steht neben einer Kuh im Nebel und streichelt sie
Knorriger, verwitterter Baumstumpf auf einer Wiese im dichten Nebel

Gut zu wissen

  • Bei Sonne lohnt sich die Fahrt nur halb. Nebel ist hier ausdrücklich das Ziel
  • Die Webcams und Wettermodelle für die Nordwesthälfte vorher anschauen
  • Nicht auf den Bäumen herumklettern, viele sind mehrere hundert Jahre alt

Eingepackt

  • Jacke, auf 1.150 Metern ist es auch im Oktober kühl
  • Feste Schuhe, die Wiese ist meistens nass