Max & Rebecca

Belgien

Drei Städte, ein Kuhstall

19. – 22. Dezember 2025, 4 Tage

4 Etappen, 1 Unterkunft

Das gotische Rathaus am Grand-Place bei Nacht, von einer Lichtshow in Blau, Gelb und Rosa angestrahlt, davor die Silhouetten vieler Zuschauer

Belgien ist aus einem Rest Urlaub entstanden. Am Ende des Jahres hatten wir noch ein paar Tage übrig und haben sie direkt vor Weihnachten genommen. Weit weg sollte es nicht gehen, und so sind wir mit dem Auto nach Belgien gefahren, für ein verlängertes Wochenende. Für Max war es das erste Mal in Belgien überhaupt.

Gewohnt haben wir nicht in einer der Städte, sondern dazwischen: in Mespelare, einem Dorf bei Dendermonde, ziemlich genau in der Mitte zwischen Gent, Brüssel und Antwerpen. Das Airbnb war ein restaurierter Kuhstall auf einem kleinen Bauernhof, von außen rustikal, von innen modern und wirklich sehr schön. Von dort sind wir jeden Morgen in eine andere Stadt gefahren.

In der Erinnerung war Brüssel der erste Tag. Die Fotos sagen etwas anderes: zuerst Gent, dann ein langer Tag in Brüssel mit Atomium, Grand-Place, Königspalast, Europaviertel, Naturkundemuseum und abends der Lichtshow am Rathaus, und zum Schluss Antwerpen. Viel Plan steckte hinter keinem dieser Tage. Wir sind durch die Städte gelaufen, haben uns umgesehen und sind hier und da hineingegangen, wo es uns interessiert hat.

Was hängen geblieben ist, ist die Mischung. Belgien wirkt modern, hat aber in allen drei Städten sehr viel von seinem historischen Bild behalten, und dazu kamen die Weihnachtsmärkte, die im Dezember überall stehen. Eine praktische Erkenntnis gab es auch: Tanken ist in Belgien deutlich günstiger als bei uns.

Selfie von Max und Rebecca in der Sonne, hinter ihnen Passanten, ein Kuppelgebäude und ein hoher gotischer Kirchturm
Am letzten Tag in Antwerpen.

Pünktlich zu Weihnachten waren wir wieder zu Hause bei unseren Familien.

Mespelare

19. – 22. Dezember 2025 · 3 Nächte · Mespelare

Etappe 1 von 4 · Anreise per Auto

Nach Belgien sind wir mit dem Auto gefahren, und gewohnt haben wir auf dem Land: in Mespelare, einem Dorf bei Dendermonde, auf einem kleinen Bauernhof in einem umgebauten Kuhstall.

Von hier aus waren Gent, Brüssel und Antwerpen alle ungefähr gleich weit weg. Wir sind jeden Morgen in eine der drei Städte gefahren und abends zurück aufs Land, und das hat sehr gut funktioniert.

Bewertung: 5 von 5
Art
Airbnb
Wann
19. – 22. Dezember 2025
Nächte
3

Wir haben in Belgien bewusst nicht in einer der Städte gewohnt, sondern auf dem Land in Mespelare, einem Dorf bei Dendermonde. Das Airbnb lag auf einem kleinen Bauernhof und war ein ehemaliger Kuhstall, der restauriert und zur Wohnung ausgebaut worden war.

Von außen sieht man ihm das noch an. Von innen war er eine Mischung aus rustikal und modern, die sehr gut funktioniert hat, und wir waren uns einig, dass diese Unterkunft wirklich, wirklich schön war.

Praktisch war sie auch. Mespelare liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen Gent, Brüssel und Antwerpen, und so sind wir jeden Morgen mit dem Auto in eine andere Stadt gefahren und abends zurück aufs Land.

Hat uns gefallen

  • Liebevoll restauriert, eine gelungene Mischung aus rustikal und modern
  • Ruhig und ländlich, trotzdem gleich weit zu Gent, Brüssel und Antwerpen
  • Mit dem Auto direkt vor der Tür

Weniger gut

  • Ohne Auto nicht zu machen, in die Städte fährt man jeden Tag hin und zurück

Parken

Gent

20. Dezember 2025 · Gent

Etappe 2 von 4 · Anreise per Auto

Der erste ganze Tag ging nach Gent. Wir sind mittags angekommen und durch die Altstadt gelaufen, die sehr historisch ist und fast vollständig erhalten.

Eine mittelalterliche Burg aus grauem Bruchstein mit Zinnen, zwei runden Ecktürmen und zwei Fahnen, unten auf dem Pflaster einige Besucher

Am längsten geblieben sind wir an der Graslei, wo die alten Giebelhäuser am Fluss stehen.

Wann
20. Dezember 2025
Schwierigkeit
Leicht

Gent war der erste Tag, und wir haben ihn so verbracht wie alle Tage dieser Reise: ohne Plan, einfach durch die Stadt gelaufen und geschaut.

Was an Gent auffällt, ist, wie historisch es ist. Am Fluss stehen an Graslei und Korenlei die alten Zunft- und Speicherhäuser dicht an dicht, jedes mit seinem eigenen Giebel, und dahinter ragen die Türme der Altstadt auf. Dort sind wir am längsten geblieben.

Blick von oben auf einen Platz mit Backsteinhäusern und Terrassen, dahinter die Türme der Genter Altstadt, Baukräne und ein Riesenrad
Blick von oben auf Backstein- und Treppengiebelhäuser, links am Bildrand der Fluss mit Ausflugsbooten, im Hintergrund eine Kirche
Rebecca mit Brille und Kapuze lächelt mit dem Handy am Ohr neben einem mit Aufklebern übersäten Mast, tief unter ihr ein Platz und die Dächer der Genter Altstadt

Gut zu wissen

  • Graslei und Korenlei liegen sich am Fluss gegenüber – von der Sint-Michielsbrug sieht man beide Ufer auf einmal
  • Im Dezember steht rund um die Sankt-Bavo-Kathedrale ein Weihnachtsmarkt

Brüssel

21. Dezember 2025 · Brüssel

Etappe 3 von 4 · Anreise per Auto

Brüssel war der volle Tag dieser Reise. Angefangen haben wir am Atomium im Norden der Stadt, das wir uns von innen angeschaut haben, mit allen Ausstellungen und der Fahrt ganz nach oben.

Blick von oben aus dem Atomium über ein weites Häusermeer bis zum Horizont, unten eine silberne Kugel, Sportplätze und Tennisplätze
Von oben aus dem Atomium über Brüssel.

Danach ging es in die Innenstadt auf den Grand-Place und von dort einfach weiter, durch die Straßen und über die Weihnachtsmärkte. Zu Fuß sind wir hinauf zum Königspalast und weiter ins Europaviertel bis vor das Parlament, und direkt daneben noch ins Naturkundemuseum mit den Dinosaurierskeletten.

Ein Übergang zwischen den Gebäuden des Europäischen Parlaments, behängt mit einem Banner mit dem Wort Democracy in großen Buchstaben, darunter ein fast leerer Platz
Im Europaviertel, am Parlament.

Als es dunkel war, sind wir zurück auf den Grand-Place gegangen. Dort wurde das Rathaus mit einer Lichtshow angestrahlt, und das war der Abschluss des Tages.

Das Atomium

Aktivität

Bewertung: 4,5 von 5

Von außen kennt es jeder, von innen ist es überraschender – vor allem die Fahrt ganz nach oben.

Wann
21. Dezember 2025
Start
11:36 Uhr
Dauer
1,5 Std.
Schwierigkeit
Leicht

Der erste Programmpunkt in Brüssel war das Atomium. Gebaut wurde es für die Weltausstellung 1958 als Modell eines Eisenkristalls, hundertfünfundsechzig Milliarden Mal vergrößert, und eigentlich sollte es danach wieder abgebaut werden. Heute steht es immer noch am Heysel im Norden der Stadt.

Wir haben es nicht nur von außen angeschaut, sondern sind hineingegangen. In mehreren der Kugeln sind Ausstellungen untergebracht, verbunden durch Röhren mit Rolltreppen, und man läuft sich von Kugel zu Kugel durch das Gebäude. Zum Schluss sind wir noch einmal ganz hoch in die oberste Kugel gefahren, von der aus man über ganz Brüssel schaut.

Raum in einer Kugel des Atomiums mit einer weißen Mittelsäule, um die leuchtende Ringe in Lila, Rosa und Türkis hängen, dazwischen Besucher
Lange Rolltreppe in einer Röhre des Atomiums, rot und weiß beleuchtet, oben fährt eine Person
Mit der Rolltreppe von Kugel zu Kugel.
Blick von oben aus dem Atomium auf eine silberne Kugel, Parkplätze, eine Allee und die Messehallen am Heysel
Der Blick von ganz oben.

Gut zu wissen

  • Tickets online kaufen, an der Kasse wird es am Wochenende voll
  • Die oberste Kugel ist über einen eigenen Aufzug erreichbar, dafür früh anstellen
  • Das Atomium liegt am Heysel im Norden der Stadt, von der Altstadt aus mit der Metro
Bewertung: 4,5 von 5

Tagsüber ein schöner Platz, abends mit der Lichtshow einer der Momente dieser Reise.

Wann
21. Dezember 2025
Schwierigkeit
Leicht

Der Grand-Place ist der Marktplatz von Brüssel und gehört zu den schönsten Plätzen Europas: auf der einen Seite das gotische Rathaus mit seinem fast hundert Meter hohen Turm, rundherum die Zunfthäuser mit ihren vergoldeten Fassaden.

Wir waren an diesem Tag zweimal dort. Mittags, nach dem Atomium, sind wir von hier aus losgeschlendert, durch die Altstadt und über die Weihnachtsmärkte, die im Dezember überall in der Innenstadt stehen.

Abends sind wir zurückgekommen, und da war der Platz ein anderer. Im Advent wird das Rathaus mit einer Licht- und Tonshow angestrahlt, die Fassade wechselt die Farben, und der ganze Platz steht davor und schaut nach oben. Die Show war der Abschluss dieses langen Tages und einer der Momente, die von Belgien geblieben sind.

Das gotische Rathaus am Grand-Place bei bewölktem Himmel, rechts ein geschmückter Weihnachtsbaum, auf dem Platz viele Menschen
Derselbe Platz am Nachmittag.
Rebecca in Daunenmantel und Mütze lacht auf dem Grand-Place, hinter ihr ein großer geschmückter Weihnachtsbaum und die Zunfthäuser
Blick zwischen zwei Säulen in eine überfüllte Einkaufspassage mit Glasdach, darunter hängen große rote und goldene Weihnachtskugeln und Sterne
Die beleuchtete Börse bei Nacht mit lichterumwickelten Säulen, davor Holzbuden des Weihnachtsmarkts und viele Menschen
Abends am Weihnachtsmarkt vor der Börse.

Gut zu wissen

  • Im Dezember läuft die Licht- und Tonshow auf dem Grand-Place abends mehrmals, einfach vor Beginn da sein
  • Der Weihnachtsmarkt zieht sich von der Börse bis nach Sainte-Catherine, dort gibt es auch die meisten Stände
  • Den Platz einmal bei Tageslicht und einmal im Dunkeln anschauen, das sind zwei verschiedene Orte
Wann
21. Dezember 2025
Schwierigkeit
Leicht

Vom Grand-Place sind wir hinauf ins Königsviertel gelaufen, zum Königspalast am Rand des Parks von Brüssel. Wohnen tut der König dort nicht, aber es ist der Ort, an dem er offiziell arbeitet und empfängt, und die Fassade ist entsprechend lang.

Von dort ging es weiter nach Osten ins Europaviertel, bis vor das Europäische Parlament. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, vor einem Gebäude zu stehen, das man sonst nur aus den Nachrichten kennt.

Die lange Fassade des Königspalasts mit Säulenportal und Kuppel, oben die belgische Flagge, davor ein gepflasterter Platz mit Besuchern
Rebecca vorne rechts im Bild, hinter ihr ein Übergang zwischen zwei Gebäuden mit der Aufschrift European Parliament und Europaflaggen
Vor dem Europäischen Parlament.
Eingang des Europäischen Parlaments mit dem Parlamentslogo und der Europaflagge an einer Glasfassade, rechts Wegweiser zu den Besucherbereichen

Gut zu wissen

  • Der Königspalast ist nur im Sommer von innen zu besichtigen, im Winter bleibt es beim Blick von außen
  • Vom Palast ins Europaviertel sind es zu Fuß etwa zwanzig Minuten, am Park von Brüssel entlang
Bewertung: 4 von 5

Wegen der Dinosaurier hingegangen, wegen allem anderen länger geblieben.

Wann
21. Dezember 2025
Schwierigkeit
Leicht

Nur ein paar Minuten vom Parlament entfernt liegt das Museum der Naturwissenschaften, und dort sind wir am Nachmittag noch hineingegangen.

Der bekannteste Teil ist der Dinosauriersaal, einer der größten in Europa. Dort stehen unter anderem die Iguanodons von Bernissart, rund dreißig Skelette, die 1878 in einem belgischen Kohlebergwerk gefunden wurden. Wir haben uns die Skelette angeschaut und danach noch den Rest des Museums, in dem es von Tieren bis zu Mineralien sehr viel mehr zu sehen gibt, als man bei einem Dinosauriermuseum erwartet.

Blick von einer Galerie in den Dinosauriersaal mit Vitrinen, einem Bereich mit der Aufschrift Bernissart, Dinosaurierskeletten und ausgestopften Vögeln unter der Decke
Aufgerichtetes Dinosaurierskelett hinter Glas, dahinter weitere Skelette in einer großen gläsernen Vitrine
Rebecca beugt sich lachend über ein Geländer, daneben eine ausgestopfte Ziege und ein Vielfraß, darüber ein Walskelett und ein Belugamodell
Nicht nur Dinosaurier.

Gut zu wissen

  • Das Museum liegt nur ein paar Minuten zu Fuß vom Europäischen Parlament, beides lässt sich gut verbinden
  • Im Dinosauriersaal stehen die Iguanodons aus Bernissart, ein ganzer Fund aus einem belgischen Kohlebergwerk

Antwerpen

22. Dezember 2025 · Antwerpen

Etappe 4 von 4 · Anreise per Auto

Zum Schluss ging es nach Antwerpen. Auch hier war es ein kleiner Städtetrip zu Fuß: vom Bahnhof Antwerpen-Centraal über die Meir in die Altstadt, zum Grote Markt und bis an die Schelde.

Innenwand der Bahnhofshalle von Antwerpen-Centraal mit Uhr, vergoldetem Wappen und dem Schriftzug Antwerpen unter einem Glasdach, links eine silberne Skulptur einer Hand
Die Burg Het Steen aus hellem Stein mit Rundtürmen und spitzen Dächern in der tief stehenden Sonne, davor eine Straße mit Autos und einem gelben Lieferwagen
Die Burg Het Steen, direkt an der Schelde.

Danach war das Wochenende vorbei, und wir sind pünktlich zu Weihnachten zu unseren Familien gefahren.

Wann
22. Dezember 2025
Start
13:15 Uhr
Dauer
2 Std.
Schwierigkeit
Leicht

Antwerpen war der letzte Tag, und er lief wie die beiden davor: ein kleiner Städtetrip, zu Fuß, ohne festes Programm.

Angefangen haben wir am Bahnhof Antwerpen-Centraal, dessen Halle eher an eine Kathedrale erinnert als an einen Bahnhof. Von dort ging es in die Altstadt zum Grote Markt mit dem Rathaus und den Giebelhäusern und weiter bis an die Schelde. Auf dem Rückweg sind wir über die Meir gelaufen, die große Einkaufsstraße, bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben.

Das Rathaus am Grote Markt mit Fahnen, davor Holzbuden des Weihnachtsmarkts, der Brabobrunnen und ein Weihnachtsbaum, auf dem Platz viele Menschen
Belebte Fußgängerzone mit Weihnachtsbäumen und Geschäften, am Ende der Straße die Kuppel des Bahnhofs Antwerpen-Centraal
Auf der Meir, am Ende der Bahnhof.

Gut zu wissen

  • Die Bahnhofshalle von Antwerpen-Centraal lohnt sich auch ohne Zug, einfach kurz hineingehen
  • Vom Grote Markt sind es nur ein paar Schritte zur Burg Het Steen an der Schelde
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